DDoS-Attacken : Steam und andere Gaming-Dienste waren in den vergangenen Stunden und Tagen vermehrt das Ziel von DDoS-Angriffen. Steam und andere Gaming-Dienste waren in den vergangenen Stunden und Tagen vermehrt das Ziel von DDoS-Angriffen. In den frühen Morgenstunden des heutigen Freitags, den 3. Januar 2014 gab es offenbar massive DDoS-Angriffe auf diverse Gaming-Angebote im Netz.

Wie unter anderem die englischsprachige Webseite kotaku.com berichtet, kam es in der vergangenen Nacht etwa bei Steam zu teilweise massiven Verbindungsproblemen - und zwar sowohl im Download-Store als auch bei den diversen Funktionen, die der gleichnamige Gaming-Client bietet. Mittlerweile scheint das Betreiber-Unternehmen Valve die Probleme jedoch wieder in den Griff bekommen zu haben.

Quasi gleichzeitig war allem Anschein nach auch das Konkurrenz-Angebot Origin von Electronic Arts betroffen. Auch hier war das Shop-Angebot teilweise vollständig offline und diverse Mehrspieler-Titel konnten nicht mehr genutzt werden. Besonders hart getroffen zu haben scheint es reine Online-Titel wir Star Wars: The Old Republic- dessen Server waren den Berichten einiger Spieler zufolge über mehrere Stunden hinweg kaum oder gar nicht erreichbar. Auch hier konnten die Probleme aber wohl mittlerweile gebannt werden.

Die beiden DDoS-Angriffe folgen auf ähnliche Probleme, mit denen sowohl auf das Battle.net zurückgreifende Blizzard-Titel als auch League of Legends zum Jahreswechsel zu kämpfen hatten und von denen unter anderem auf reddit.com berichtet wurde. Zu diesem Zeitpunkt blies eine Internet-Gruppierung namens »DERP« offenbar zur »Jagd« auf den unter anderem durch YouTube und Twitch bekannten Streamer PhantomL0rd und legte mit DDoS-Angriffen zeitweise sämtliche Online-Spiele lahm, die dieser spielen und streamen wollte. Angeblich soll das Ganze sogar soweit gegangen sein, dass nach einem anonymen Anruf eine bewaffnete Polizeieinheit vor der Haustür von PhantomL0rd stand um eine vermeintliche Geiselnahme zu beenden.

Zu den Angriffen auf den Origin-Dienst hat sich mittlerweile ebenfalls die DERP-Gruppierung bekannt. Für die Probleme, mit denen Steam in den Morgenstunden zu kämpfen hatte, soll hingegen ein Twitter-Nutzer namens chF verantwortlich sein. Dessen angeblicher »Hacker«-Kollege LARCENY kündigte zudem für morgen weitere Angriffe an. Ob zwischen den beiden DDoS-Attacken ein Zusammenhang besteht, ist derzeit noch unklar.