Flappy Bird : Flappy Bird ist schlicht gehalten, aber überaus erfolgreich - auch finanziell. Trotzdem will der Entwickler das Spiel aus den App-Stores nehmen. Flappy Bird ist schlicht gehalten, aber überaus erfolgreich - auch finanziell. Trotzdem will der Entwickler das Spiel aus den App-Stores nehmen. Update (11. Februar 2014): Mittlerweile hat sich Nguyen noch einmal in einem Interview mit forbes.com zu Wort gemeldet und sich zu den Gründen für die Löschung des Spiels aus den App-Stores geäußert.

Er habe Flappy Bird ursprünglich so gestaltet, dass man es für ein paar Minuten zur Entspannung habe spielen können, so der Game-Designer. Allerdings habe sich das Ganze dann zu einem Produkt mit hohem Suchtpotential entwickelt, was für ihn wiederum zu einem Problem geworden sei. Und um dieses lösen zu können, sei es das beste gewesen, Flappy Bird einfach zu löschen.

»Es ist für immer weg«, so der Vietnamese abschließend.

Update (10. Februar 2014): Flappy Bird ist nicht länger in den App-Stores für Android- und iOS-Geräte erhältlich. Wie angekündigt hat der Indie-Entwickler Nguyen Ha Dong das kostenlose Spiel aus den Angeboten der beiden Download-Shops entfernen lassen.

Die Beliebtheit des Spiels in Verbindung mit seiner aktuellen Nicht-Verfügbarkeit treibt übrigens recht skurrile Blüten auf der virtuellen Auktions-Plattform ebay.com: Dort werden derzeit diverse Smartphones zu übertriebenen Preisen von bis zu 15.000 US-Dollar angeboten - nur weil auf ihnen eine Version des ansonsten nicht mehr erhältlichen Flappy Bird installiert ist.

Ursprüngliche Meldung: Wer Mobilgeräte nicht für Spiele benutzt, sondern vorrangig für so skurrile Dinge wie Telefonieren, hat vielleicht noch nie etwas von Flappy Bird gehört. Wer das anders handhabt, ist bestimmt schon mal auf das kostenlose Spiel für Android und iOS mit der Optik im Super Mario-Stil gestoßen. Denn seit etwa Anfang des Jahres gilt Flappy Bird als die wahrscheinlich erfolgreichste Gratis-App schlechthin. So ist sie derzeit etwa allein auf 50 Millionen Android-Geräten installiert und beschert dem Entwickler Nguyen Ha Dong am Tag etwa 50.000 US-Dollar an Werbeeinnahmen.

Da überrascht es dann doch, dass der Mann das Spiel jetzt freiwillig aus den App-Stores entfernen will, wie er via Twitter mitteilte. Zunächst vermutete die Community, dass es sich beim Grund dafür um eine Rechtsstreitigkeit mit Nintendo wegen der Ähnlichkeit zum Klempner-Jump&Run handelt und das Unternehmen Nguyen Ha Dong abgemahnt hat. Der Entwickler dementierte diese Behauptung allerdings. Der Schritt habe mit juristischen Problemen nichts zu tun, er könnte »das alles nur einfach nicht mehr ertragen.«

Klar, dass um »das alles« gleich hitzige Diskussionen entstanden, was damit gemeint sein könnte. So spekulieren einige Leute weiterhin, dass Nguyen Ha Dong wegen möglichen, juristischen Konsequenzen das Spiel vom Netz genommen sehen möchte. Andererseits gilt der Entwickler auch als sehr introvertiert. Bereits in der Vergangenheit meinte er mehrfach, dass er den riesigen Trubel um sich und sein Spiel nie wollte und er einfach nur in Ruhe Spiele entwickeln möchte.

Sollte das zutreffen, könnte die mittlerweile ins Leben gerufene Aktion #DontDeleteFlappyBird auf Twitter vielleicht sogar kontra-produktiv sein. Wie Nguyen Ha Dong zu dieser Petition steht, konnte ihm bisher wohl niemand entlocken: Nach der Ankündigung, Flappy Bird aus den Stores entfernen zu lassen, ließ der Entwickler sein Telefon abschalten. Via Twitter ließ er lediglich verlauten, dass er auch in Zukunft weiterhin Spiele entwickeln werde und kein Interesse habe, die Rechte an Flappy Bird zu verkaufen. Man könne es sich also gleich sparen, danach zu fragen.