Humble Bundle : Derzeit tauchen auf mehreren Verkaufsplattformen im Internet Steam-Keys auf, die aus Humble-Bundle-Aktionen stammen - und deren Verkaufs somit illegal ist. Derzeit tauchen auf mehreren Verkaufsplattformen im Internet Steam-Keys auf, die aus Humble-Bundle-Aktionen stammen - und deren Verkaufs somit illegal ist.

Das war wohl ursprünglich nicht der Sinn der Sache, als die sogenannten Humble-Bundles ins Leben gerufen wurden: Die Online-Plattform 7 Entertainment verkauft derzeit über diverse Tochterseiten Steam-Keys, die zuvor günstig im Rahmen diverser Humble-Bundle-Aktionen in Umlauf gebracht wurden. Eigentlich kommen die Erlöse aus diesen Bundles neben den Entwicklern und den Betreibern der Humble-Plattform auch gemeinnützigen Organisationen zugute.

Konkret richten sich die Vorwürfe diverser Indie-Entwickler, die auf die mutmaßliche Betrugsmasche aufmerksam geworden sind und sie der englischsprachigen Webseite gameinformer.commeldeten, gegen die Internet-Auftritte Fast2Play, Kinguin und G2Play. Dort wurden allem Anschein nach diverse aus Humble-Bundles stammende Steam-Keys dazu genutzt, Profit zu machen: Sie wurden einfach teurer weiterverkauft, als sie bei den Humble-Bundles über den Landentisch gingen, blieben dabei allerdings unterhalb des regulären Steam-Verkaufspreises.

Betroffen sind unter anderem Proteus-Entwickler Ed Key, Thomas was Alione und Paul Taylor von Mode 7. Letzterem gelang es immerhin, sein Spiel Frozen Synapse von Fast2Play löschen zu lassen, nachdem der Internet-Händler ihm keine gültige Distributions-Vereinbarung vorlegen konnte. Allerdings wird das regulär etwa 24,99 US-Dollar kostende Spiel weiterhin über andere Tochterseiten von 7 Entertainment für 6 US-Dollar angeboten.

7 Entertainment selbst hat die Vorwürfe mittlerweile in einem ersten Statement gegenüber gameinformer.com zurückgewiesen. Fast2Play sei ein E-Store, in dem offizielle Anbieter ihre Produkte anbieten könnten - man selbst sei also nicht für den illegalen Verkauf der Humble-Bundle-Keys verantwortlich und wolle die Indie-Entwickler auch keineswegs finanziellen Verlusten aussetzen. Derzeit warte man auf eine Erklärung des verantwortlichen Anbieters.

Bei Kinguin wiederum soll es sich um eine Art eBay für Spieler handeln. Auch hier will das Unternehmen nicht direkt etwas mit den angebotenen Keys zu tun haben, sondern sieht sich nur als Bereitsteller der Handelsplattform.

Den Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei den Humble-Bundles zufolge ist es übrigens untersagt, im Rahmen der Aktionen erworbene Produkt-Keys weiterzuverkaufen. Neben dem moralischen Aspekt kommt hier also auch noch ein rechtlicher zum Tragen. Seit November 2013 unterbindet die Plattform ein derartiges Vorgehen zudem durch die Voraussetzung einer Verknüpfung von Steam- und Humble-Bundle-Account. Die nun weiterverkauften Steam-Keys stammen alle noch von vor dieser Zeit.