News

Aktuelle Nachrichten aus der Spielebranche, Releaseverschiebungen und heiße Gerüchte im Überblick.

Renaissance Königreiche - Browserspiel des Tages - Undurchsichtige Monarchen

Das Erste, was an der Seite auffällt, ist ein Mangel an Übersichtlichkeit bzw. eine irreführende Menüstruktur, die anfangs nur Raum für experimentelles Schnellklicken zulässt. Dieses Überladene und in sich Geschachtelte sorgt dafür, dass man erst später mitbekommt, wo – zwischen der ganzen blinkenden Werbung – überhaupt die Befehlsanzeige ausgespuckt wird (in einem einfachen Textticker am unteren Spielfensterrand) und welche Folgen die Schnellklickerei hatte.

Von Gerald Meyer |

Datum: 15.10.2008; 17:00 Uhr


Renaissance Königreiche - Browserspiel des Tages : Jeden zweiten Wochentag um 17:00 Uhr stellen wir Ihnen Browserspiele vor, die sich auf dem deutschen Markt etabliert haben. Dabei handelt es sich um bekannte und weniger bekannte, gute und weniger gute Browserspiele.

Das Erste, was an der Seite auffällt, ist ein Mangel an Übersichtlichkeit bzw. eine irreführende Menüstruktur, die anfangs nur Raum für experimentelles Schnellklicken zulässt. Dieses Überladene und in sich Geschachtelte sorgt dafür, dass man erst später mitbekommt, wo – zwischen der ganzen blinkenden Werbung – überhaupt die Befehlsanzeige ausgespuckt wird (in einem einfachen Textticker am unteren Spielfensterrand) und welche Folgen die Schnellklickerei hatte.

Planlos im Wirtshaus

Renaissance Königreiche - Browserspiel des Tages : Aber um was geht es überhaupt? Die Antwort ist einfach: um eine Provinz in Deutschland um 1450. Das war’s. Was Sie hier mit Ihren gottgegebenen Fähigkeiten anfangen, ist Ihr Bier. Sie können durch die Gegend latschen, Jobs annehmen, fischen, Wälder abholzen, für die Kirche arbeiten, Felder kaufen und verkaufen, das Rathaus erstürmen oder Demonstrationen anzetteln. Das Spektakulärste ist aber noch, wenn Sie aus der Burg geworfen werden, weil Sie nicht den passenden Aufzug dafür haben.
Geld ist rar und sehr begehrt in der Provinz. Nehmen Sie nun beispielsweise einen Job bei der Kirche an, verstreicht ein Tag in Echtzeit, in dem Sie keine weiteren sinnigen Aktionen ausführen können, außer einzukaufen, zu essen oder das Wirtshaus aufzusuchen. Die allgemeine Verweildauer auf der Seite ist also sehr gering. Und entgegen der Behauptung in der Einführung zum Spiel, es sei nicht entwickelt worden, damit der Gamer „Arbeit“ hat, sondern es sei ein reines Spaßspiel, muss ich dem entgegenhalten: oh doch, es ist Arbeit.

Das Ende ist nah - immerdar

Renaissance Königreiche - Browserspiel des Tages : Sie werden tagtäglich „gezwungen“, die Seite zu besuchen und eine Aktion auszuführen, und wenn es nur die Nahrungsaufnahme ist. Denn tun Sie das nicht, verlieren Sie erst Fähigkeiten und sterben schließlich. Und wer will schon eine derartige Mail im Kasten haben? Zwar können Sie sich wiederbeleben, aber das ist ja nicht Sinn der Sache. Zu Anfang ist es übrigens am einfachsten, billig zu essen – jede Mahlzeit gibt Ihnen zwei Lebenspunkte, was für einen Tag ausreicht. Milch und Fleisch erhöhen auch andere Eigenschaften, somit sind diese teurer. Haben Sie die Lebensgrundlagen auf möglichst lange Zeit gesichert, beginnen Sie damit, Ihren Ruf zu verbessern. Das geschieht im Wirtshaus im Chat. Vertraut Ihnen ein Mitspieler, bekommen Sie einen Rufpunkt. Außerdem benötigen Sie, um das erste Niveau zu erreichen, noch zwei Kirchenpunkte. Haben Sie noch dazu neunzig Taler gesammelt, was in Anbetracht der Umstände recht zeitaufwändig wird, wenn man bereits am ersten Tag zuviel Geld ausgegeben hat, bekommen Sie ein Stück Land zugesprochen. Dann dürfen Sie ernten, was sie gesät haben –, es auf dem Markt veräußern und zu einem Beamten aufstreben. Die ganz Eiligen können sich in der Premiumversion auch den Segen Gottes holen und dafür entweder Eigenschaftspunkte erhöhen oder Taler erhalten.

Fazit: Lediglich eine bunte Präsentation reicht nicht aus, um den Spieltrieb anzuheizen; auch die willkürliche Verquickung von Flash- und Javaelementen lässt auf gestalterische Ungewissheit schließen. Statt dem Ganzen einen historischen Rahmen zu geben, latscht man kurz durch die Gegend, klickt willkürlich irgendeine Arbeit an, besäuft sich im Wirtshaus, nur um zu erahnen, dass das Leben Scheiße ist, und kommt am nächsten Tag wieder. Was soll ich dazu noch sagen? Ich halt’s am besten genauso, um das Elend zu vergessen: erst einmal Hopfen und Malz – Cheers.

Name

Renaissance Königreiche

Website

http://www.diekoenigreiche.com/

Sprache:

deutsch

Genre:

Strategie/RPG

Präsentation:

++

Zugänglichkeit:

++

Spielspaß:

++

Downloadclient:

nein

Premium:

ja

Zeitaufwand:

niedrig

Lästerfaktor:

++++

Gerald Meyer, Jahrgang 1975, ist freiberuflicher Autor; zuletzt erschien von ihm Das Abandonware-Lexikon . Meyer war Gründer des „G. Meyer Taschenbuch Verlag“, in dem insgesamt 52 Titel erschienen sind, u. a. Klassiker-Neubearbeitungen, vorwiegend jedoch Newcomer aus dem Underground. Er ist Mitglied im Komitee des Kurd-Laßwitz-Preises. Website: www.geraldmeyer.de

Diesen Artikel:   Kommentieren (4) | Drucken | E-Mail
FACEBOOK:
TWITTER:
 
WEITERE NETZE: Weitersagen
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
1
Avatar Bätmähn
Bätmähn
#1 | 16. Okt 2008, 12:53
Ich fand die Idee von dem Spiel eigentlich ganz gut, dass alles die Spieler machen und nix vom Computer übernommen wird.
Leider hatte dann jeder 2. Getreide angebaut und ich bin pleite gegangen :D

Ich denke das fehlt auch in dem Text, dass jeder Spieler z.B. Bürgermeister seiner Stadt werden kann, wenn er von den Bürgern gewählt wurde und die dann richtig verwalten muss.

Also, Idee ganz gut, vom Spiel her leider nicht so.
rate (0)  |  rate (3)
Avatar Aelius
Aelius
#2 | 20. Jan 2009, 15:44
Also Ich bin begeistert von diesem Spiel. Ich bin jetzt mittlerweile fast 18 Monate im Spiel und es macht mir immer noch Spaß.

Es gab in den letzten Monaten eine neue Spielversion, die V3. Die Grafik wurde komplett überarbeitet und neu programmiert. Ein paar Funktionen sind auch neu integriert worden.

die Entwickler haben für den 28. Januar 2009 viele Neuerungen angekündigt. Welche das im Detail genau sind, haben sie bis dato noch nicht verlautbart.

Für Infos zu dem Browserspiel kann ich [url=http://aelius.de]meine Seite empfehlen[/url].
rate (2)  |  rate (1)
Avatar hoellekowski
hoellekowski
#3 | 23. Apr 2009, 01:02
So, da gebe ich doch gerne mal meinen "Zehner" dazu.
Die Spielbeschreibung ist die Typische, wie sie jemand abgeben würde, der absolut keine Ahnung, sondern mal eben nur "reingeklickt" hat.
Zeitaufwand minimal ? Darüber kann ich nur lachen. Ok, wenn man etwa 3 h täglich als minimal bezeichnen mag, dann schon. Allerdings hat Jeder, der sich ein wenig mit der Tragweite beschäftigt und sich aktiv am Spiel beteiligt ( aktiv heisst nicht klicken, und gucken was passiert ), schnell ein paar Stunden am PC verbracht.

Zu dem Thema " Sie werden täglich gezwungen die Seite aufzusuchen": Es ist eine Lebenssimulation im Mittelalter. Auch schon vor ein paar hundert Jahren ging es einem nicht so toll, wenn man an einem Tag nichts gegessen hat. Welch Wunder aber auch.
Und es ist eben ein Rollenspiel. Das heisst, man spielt " miteinander". Hinter jedem Char, den man irgendwo trifft, steckt ein realer Mensch. Und logischer Weise tickt jeder anders.

Zitat: Mangel an Übersichtlichkeit bzw. eine irreführende Menüstruktur, die anfangs nur Raum für experimentelles Schnellklicken zulässt. Dieses Überladene und in sich Geschachtelte sorgt dafür, dass man erst später mitbekommt, wo – zwischen der ganzen blinkenden Werbung – überhaupt die Befehlsanzeige ausgespuckt wird (in einem einfachen Textticker am unteren Spielfensterrand) und welche Folgen die Schnellklickerei hatte.

In jedem Dorf gibt es einen EBV ( EinBürgerungsVerein ). Das heisst, man wird nicht allein gelassen, sondern jeder Neuling hat einen Paten, den er mit Fragen löchern kann. Zusätzlich bekommt auch jeder einen Brief mit Erklärungen, worum es hier geht, wie man am besten lebt und wo man Hilfe bekommt.

Der Hauptteil spielt sich allerdings im Forum ab ( Rollenspiel, schon vergessen ?? ).
Ich gehe mal davon aus, das der werte Autor sich nicht einmal die Mühe gemacht hat, da rein zu schauen. Es ging wohl mehr oder weniger da drum, schnellstmöglich einen Artikel fertig zu bekommen. Denn was der werte Herr hier von sich gelassen hat, ist absoluter Bullshit !!!.

Ach und ehe Fragen aufkommen: Ich spiele das spiel seit dem 31.12.2007 und bin seit dem 12.9. Bürgermeister meines liebenswürdigen Kaffs ;-)
rate (5)  |  rate (0)
Avatar Evi
Evi
#4 | 12. Mai 2009, 13:29
Ich spiele seit fast 1 1/2 Jahren begeistert RK und muss sagen, da hat sich wohl wirklich jemand nur wahrlos durchgeklickt. RK ist viel mehr als ein langweiliges Spiel in dem man einen Charakter am Leben erhält, denn wie oben schon genannt: Das eigentliche RP spielt sich im Forum ab. Es ist schade das jemand eine so negative Beurteilung darüber abgibt, nur weil er scheinbar den Forums-Button übersehen hat. Ich habe selbst im EBV "gearbeitet" und weiß mit Sicherheit das man auch als Neuling nicht aufgeschmissen ist. Wer ein Spiel beurteilt, sollte es gespielt haben, und in einer Echtzeitsimulation reichen da eben keine 5 Minuten wildes geklicke.
rate (0)  |  rate (0)
Avatar Arbales
Arbales
#5 | 08. Mrz 2011, 13:47
Zunächsteinmal muss man sagen, dass die Renaissance Königreiche bis heute immer weiter entwickelt wurden und der Bericht vollkommen veraltet ist.

Ich spiele Renaissance Königreiche seit fast drei Jahren und bin immernoch hoch begeistert.

Aber man sollte sich klar sein, was RK nicht ist:

Es ist kein Jump and Run Adventuregame und keine Strategie-Simulation. Man fängt nicht an und sitzt acht Stunden vor dem PC nur um irgendwas zeitgesteuert aufzubauen.

RK ist komplett anders, als jedes andere Spiel, das ich kenne!

Worum geht es bei RK eigentlich?

RK ist ein langfristiges Rollenspiel mit einer relativ einfachen InGame-Spielmechanik, bei der man einen Bürger oder eine Bürgerin im Europa des 15. Jahrhunderts spielt und auch langsam aufbauen kann.
Die Jahre laufen parallel zur realen Welt. Heute 2011 schreiben wir bei RK das Jahr 1459. Das Datum ist jeweils identisch mit unserem.

Das Spiel ist vor allem für Schüler und Berufstätige geeignet, denn man kann die nötigsten InGame-Funktionen innerhalb von 5 Minuten irgendwann am Tag erledigen. Nichts zwingt einen mehrere Stunden vor dem PC zu verbringen oder zu bestimmten Zeiten online zu sein.
Man kann sowieso nur einer Tätigkeit pro Tag nachgehen und der Tageswechsel findet zwischen 3:00 Uhr und 4:00 Uhr nachts statt.
Der Spielcharakter muss jeden Tag etwas essen, sonst verhungert er, aber es gibt eine Urlaubsfunktion falls man eine längere Zeit nicht in der Lage ist online zu sein.
Und es ist wirklich egal, wie schnell man seinen Charakter entwickelt, es ist kein Wettrennen und man spielt meistens nicht gegeneinander. Die Spieler, die schon ein paar Jahre dabei sind, helfen euch gerne, wenn ihr Fragen habt.

Ein Tip: Wählt beim Registrieren einen dem Mittelalter angemessenen Namen ohne Sonderzeichen, ihr ärgert euch sonst nur. Und nennt euch nicht Graf oder Prinzessin im Namen, die Titel kommen später und ihr fangt als ganz einfache Leute an.
Ihr taucht als junger Mensch dann in einem zufälligen Dorf eures Landes auf, denkt euch also schon vorher eine kleine Geschichte aus, wie ihr dorthin gekommen seid und schreibt sie in euer Profil.

RK ist ein kommunikatives Spiel.
Momentan spielen über 3,5 Millionen Spieler in ganz Europa dieses Spiel auf einer einzigen Karte, die ebenfalls ganz Europa umfasst. Je nachdem in welchem Land ihr euch registriert, taucht euer Charakter auch dort auf der Karte auf.
Man kann auf der gesamten Karte von Dorf zu Dorf reisen und so also auch in andere Länder kommen, wo tatsächlich Spieler anderer Länder spielen und dort halt dann auch französisch, italienisch, englisch, polnisch, griechisch, türkisch usw. miteinander sprechen.

Jedes Dorf besitzt Wirtshäuser, in denen man mit Leuten chatten kann, die sich zu dem Zeitpunkt ebenfalls dort befinden. Hauptsächlich läuft die Kommunikation jedoch über das InGame integrierte Forum. Dort gibt es einen Dorf-Bereich, den man nur aus dem jeweiligen Dorf aus sehen kann, in dem man sich gerade befindet.

Daneben bietet das Forum jedoch noch viele andere Bereiche und Orte, die man aufsuchen kann und in denen Rollenspiel abläuft oder wo einem bei Fragen auch gern weitergeholfen wird.

In jedem Dorf leben etwa 100 bis 300 Personen. Alle diese Personen sind echte Spieler. Man kann und sollte täglich einer Arbeit nachgehen, um ein paar Taler zu verdienen und kann auf dem Dorfmarkt Waren kaufen und verkaufen.
Später hat man dann Felder, auf denen man selbst etwas produzieren und selbst Stellen an einfache Arbeiter vergeben kann und kann einem Handwerksberuf nachgehen.
Zimmerleute, Schmiede, Schneider, Müller, Bäcker und Metzger produzieren Dinge, die man für das Leben im Dorf benötigt.

Man kann auch Räuber werden und außerhalb des Dorfes Reisende um ihr Hab und Gut bringen, allerdings kann man dann auch mal im Gefängnis landen.
Manchmal kommt es auch zu Kriegen zwischen verschiedenen Ländern oder dem Versuch einzelner Rebellen Rathäuser zu stürmen. Auch dies sind keine automatischen Abläufe, sondern Spieler, die dies machen. Erst vor kurzem mussten ein paar tapfere Streiter aus dem deutschen Königreich aufbrechen, weil ein dänisches Dorf in der Hand von Rebellen war und befreit werden musste. Es waren auch einige Leute aus meinem Dorf bei dieser Aktion dabei.

Jeden Tag muss man etwas essen, sonst wird man täglich schwächer und verhungert schließlich. Passiert das mal aus Versehen kann man sich aber noch retten. Mit der Nahrung erhöht man auch seine Fähigkeiten und kann irgendwann bessere Jobs annehmen und mehr Taler verdienen.

Bestimmte Fähigkeiten muss man durch ein Studium erlernen, wie zum Beispiel die Navigation, die notwendig ist, um ein Schiff zu führen.

Das alles ist aber nur ein kleiner Teil dessen, was RK bietet. Ich selbst lerne nach fast drei Jahren Spielzeit immer noch neue Aspekte kennen.

Fazit:
unglaublich vielschichtiges Rollenspiel mit einfacher Spielmechanik.


rate (0)  |  rate (0)
1


PROMOTION
Nichts verpassen!
 
top Top
Suchen
GAMEPRO MEDIA © IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten GAMEPRO MEDIA