Star Wars: Episode 7 : Regisseur J.J. Abrams verrät, warum im neuen Star-Wars-Film Leia kein Jedi-Ritter wurde. Regisseur J.J. Abrams verrät, warum im neuen Star-Wars-Film Leia kein Jedi-Ritter wurde.

Kurz vor Kinostart von »Star Wars: Episode 7 - Das Erwachen der Macht« als Auftakt einer neuen Star-Wars-Trilogie sprach Regisseur J.J. Abrams in einigen Interviews über seine Herangehensweise an den Film. Dabei geht er auch auf die wichtige Frage ein, warum Prinzessin Leia kein Jedi-Ritter geworden ist und warum das Erweiterte Universum keine Rolle im neuen Film spielt.

In Bezug auf das Erweiterte Star-Wars-Universum (Expanded Universe) und warum sich schließlich Disney mit der neuen Star-Wars-Trilogie davon verabschiedet hat, liefert Regisseur J.J. Abrams in einem Interview mit dem US-Magazin io9 einen recht einfachen Grund: Man habe einfach nicht genug Zeit gehabt.

Zwar habe das Erweiterte Universum in der Star-Wars-Saga die Fans über die beiden Film-Trilogien hinaus mit zahlreichen Comics, Büchern und Videospielen jahrelang unterhalten. Jedoch spielt sie bei Disney für die neue Star-Wars-Trilogie keine Rolle.

J.J. Abrams erklärt, dass für das Drehbuch lediglich sechs Monate Zeit vorgesehen war. Ursprünglich sollte Michael Arndt das Drehbuch schreiben, jedoch wollte der Autor 18 Monate für das Skript haben, so dass es zum Bruch kam und Abrams Lawrence Kasdan an Bord holte. Gemeinsam haben sie in der vorgegebenen Zeit das Drehbuch fertiggestellt. Einige Elemente von Arndt blieben erhalten, wie etwa die beiden Charaktere Rey und Finn, die Abrams unbedingt haben wollte.

»Es wurde ziemlich schnell klar, dass wenn wir uns an das Erweiterte Universum halten würden, das Navigieren sehr schwer geworden wäre«, so Abrams. »Es war nicht einmal klar, was im Erweiterten Universum zum Kanon zählt. Und ich denke, dass der Großteil der Star-Wars-Fans noch nie einen Star-Wars-Roman gelesen hat. Wir können es nicht jedem Fan des Erweiterten Universums recht machen. Wir müssen versuchen, die bestmögliche Version eines Star-Wars-Films zu machen.«

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So vollzieht Prinzessin Leia im neuen Star-Wars-Film eine entscheidende Verwandlung zum General, statt ein Jedi zu werden. Bekannterweise wird im Vorgängerfilm »Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter« aus dem Jahr 1983 deutlich, dass Luke Skywalker (Mark Hamill) und Prinzessin Leia (Carrie Fisher) Geschwister sind und beide die Macht haben. So hatte Leia Organa im Erweiterten Universum durchaus eine Jedi-Ausbildung angefangen, es jedoch wegen ihrer Pflichten als Politikerin und Mutter nie zur Meisterschaft gebracht.

Auf die Frage hin, warum Leia kein Jedi geworden ist, hat Abrams für die US-Kollegen von Comic Book Resources (CBR) eine überraschende Antwort parat:

»Es war einfach eine Wahl, die sie (Carrie Fisher) traf. Es war ihre Entscheidung, die Rebellion und schlussendlich diesen Widerstand anzuführen und sich selbst als General statt als Jedi zu etablieren. Es war eine Wahl, die sie traf«, so Abrams. »Aber wir haben es eindeutig gesehen und wir sehen es erneut, dass die Macht stark mit ihr ist. Und ich denke, es ist ein wesentlicher Teil ihres Wesens.«

Dabei fügt er noch hinzu: »Es ist lustig, denn in Gesprächen darüber, selbst mit George Lucas, lautete die Frage, wann jemand damit beginnen kann, die Macht zu nutzen und ein Jedi zu werden«, so Abrams. »Und ich mag den Gedanken, dass es keine tickende Uhr gibt und es niemals zu spät ist.«

Zum Abschluss meint Abrams stolz: »Es ist eine sehr seltene Situation im Filmgeschäft, dass man einen Film macht und weiß, es ist der Beginn einer Trilogie ist. Das ist so cool!«

»Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht« geht am 17. Dezember in den deutschen Kinos an den Start. Inzwischen ist ein chinesischer Trailer mit vielen neuen spektakulären Szenen eingetroffen.