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Freitag, 19.03.2010
News - Action - Ego-Shooter

Aliens vs. Predator - Entwickler beklagt Zensur in Deutschland

Entwickler Rebellion zeigt in einem Interview Unverständnis, wie in Deutschland mit Spielen umgegangen wird.
Aliens vs. Predator Aliens vs. Predator Die Entscheidung von Publisher Sega, den Ego-Shooter Aliens vs. Predator auf Grund des hohen Gewaltgrads in Deutschland nicht zu veröffentlichen (wir berichteten), wurde in enger Absprache mit dem verantwortlichen Entwickler Rebellion getroffen. Dies hat Lead Designer Alex Moore in einem Interview mit AvPGalaxy bestätigt und verweist darauf, dass eine Zensur des Spiels zu keinem Zeitpunkt zur Diskussion stand.
Dennoch zeigt sich Moore mit der Art, wie in Deutschland mit brutaleren Spielen umgegangen wird, nicht einverstanden und nimmt vor allem die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) aufs Korn.

"Wir werden auch in Zukunft unsere Spiele für Länder, die Erwachsene nicht als Erwachsene behandeln, nicht verwässern. Deutschland ist immer eines dieser Länder, wo wir schon im Vorfeld wußten, dass es schwierig werden würde, zumal der erste Teil verboten wurde. Ich glaube sogar, das das erste Aliens vs. Predator eines der ersten Spiele überhaupt war, welches einem Verkaufsverbot unterlag. Die deutsche Einstufungsbehörde - gemeint ist die USK - hasst angedeutete Folterungen und brennende, schreiende Personen. Auch die Interaktion mit Leichen muss komplett statisch sein. Du darfst kein Ragdoll (Bewegungsverhalten von unbelebten menschlichen Körpern ) verwenden, die Arme nicht abreißen und auch nicht den Kopf abbeißen. Es war alleine unsere Entscheidung und Sega hat diese mitgetragen".

Sega hatte die Entscheidung, das Spiel in Deutschland nicht zu veröffentlichen, damit begründet, dass die Chance einer USK-Kennzeichnung gegen Null tendiere.

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Avatar AMC_Duke
AMC_Duke
#1 | 11. Jan 2010, 11:19
Recht so die reinste bevormundung hier weg mit der USK her mit der PEGI
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Avatar Dj78
Dj78
#2 | 11. Jan 2010, 11:21
zitat: "Länder, die Erwachsene nicht als Erwachsene behandeln" Dieser Mann hat ja sooo recht was Deutschland betrifft. Traurig,aber wahr!
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Avatar Maifeuer
Maifeuer
#3 | 11. Jan 2010, 11:23
Ach es ist doch immer das alte Lied... ich lasse mich nicht bevormunden und importiere konsequent (so wie viele andere, fein an der Zensur vorbei), trotzdem ärgerlich für die Entwickler wegen des Verlustes an Einnahmen.

Finde es aber gut dass Rebellion nicht kuschen, es ist nun mal ein Erwachsenenspiel und das ist auch gut so.
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Avatar NickHaflinger
NickHaflinger
#4 | 11. Jan 2010, 11:26
Folter und brennende, schreiende Menschen in Computerspielen müssen ja auch nicht sein.
Zitat von :
Auch die Interaktion mit Leichen muss komplett statisch sein. Du darfst kein Ragdoll (Bewegungsverhalten von unbelebten menschlichen Körpern ) verwenden, die Arme nicht abreißen und auch nicht den Kopf abbeißen.

Das stimmt so nicht, siehe "Dead Space".
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Avatar Termkiller
Termkiller
#5 | 11. Jan 2010, 11:29
Je mehr Publisher so handeln, desto wahrscheinlicher ist es, dass die USK mal neue Richtlinien erhält.

Aber ich denke, dass es sinnvoller wäre die USK abzuschaffen und nur noch, wie im restlichen Europa, die PEGI zu nutzen. Dazu sollten die verkaufenden Märkte verpflichtet werden, die Alterseinstufungen beim Verkauf einzuhalten.
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Avatar Gronlokk
Gronlokk
#6 | 11. Jan 2010, 11:30
Puh! Ein zweischneidiges Schwert... Erwachsene nicht als Erwachsene zu behandeln halte ich zwar auch für Bevormundung und AvP wird sicher ein großartiges Spiel. Aber: Was er danach schreibt, stimmt mich nachdenklich. Dass Moore sich darüber wundert/aufregt, dass die USK angedeutete Folterungen oder schreiende brennende Menschen hasst?! Hasse ich auch beides. Arme abzureißen und Köpfe abzubeißen ist starker Tobak, dass es darüber eine Diskussion gibt, finde ich richtig und gut. Es sollte für Entwickler eine Grenze geben, die sie nicht überschreiten. Diese Grenze festzulegen, ist aber so schwierig, dass ich mir das nicht zutraue.
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Avatar Soulblader
Soulblader
#7 | 11. Jan 2010, 11:30
In Zeiten von Amazon.UK und andere Spieleversender weltweit is die USK eh nur noch ein Dinosaurier und Steuergeldverschwender genauso wie GEZ und Konsorten.

@#6

Im Kino werden Grenzen wöchentlich überschritten. (SAW Reihe z.B.) nur bei Spielen muss man sich damit auseinandersetzen.... eieiei die Doppelmoral ist schon seltsam in diesem Land.
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Avatar Termkiller
Termkiller
#8 | 11. Jan 2010, 11:31
Zitat von NickHaflinger:
...Folter und brennende, schreiende Menschen in Computerspielen müssen ja auch nicht sein.

Das stimmt so nicht, siehe Dead Space.


In DeadSpace hat man aber keine Menschen beschossen, sondern "Monster". Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied für die USK..
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Avatar BlackEagle2k3
BlackEagle2k3
#9 | 11. Jan 2010, 11:42
Ihr habt keine Ahnung die Regierung weis immer alles besser wie die anderen wo kommen wir den hin wen wir ne aktive demokratie hätten...wir müssten alles selber entscheiden also das geht garnicht ;)
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Avatar Hatschi18
Hatschi18
#10 | 11. Jan 2010, 11:48
Zitat von Termkiller:
Je mehr Publisher so handeln, desto wahrscheinlicher ist es, dass die USK mal neue Richtlinien erhält.


Ich glaub da hast du falsche Vorstellungen. Die USK ist nicht daran interessiert ob ein Spiel nun hier erscheint oder nicht. Es ist derren Job und sie machen ihn. Wenn ein Spiel nicht erscheint, erscheint es halt nicht, dafür wird sich die USK nicht ändern.

Andererseits ist es aber auch dämlich von Sega. Denn es gibt genug gewaltätige Spiele hier in Deutschland die ungeschnitten sind und dafür ein ab 18 Siegel bekommen haben. Hätten es ruhig mal probieren können als gleich die Arme zu verschränken, aber das muss ja jeder selbst wissen.
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Steckbrief
Publisher:
Sega Europe
Entwickler:
Rebellion
Genre:
Action
Release:
19.02.2010
PC
214 User
werten
74
Critify
Wertung
72
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