Dungeons & Dragons Online : Dungeons and Dragons Online: Wird Entwickler Turbine den enormen Erwartungen der Rollenspiel-Fangemeinde gerecht? Dungeons and Dragons Online: Wird Entwickler Turbine den enormen Erwartungen der Rollenspiel-Fangemeinde gerecht? Die Rollenspiel-Experten von Turbine (Asheron's Call, Lord of the Ring Online) scheinen keine Zeit zu verlieren. Wie aus einer Pressemitteilung zur anstehenden E3-Messe hervorgeht, soll Dungeons & Dragons Online noch in diesem Herbst veröffentlicht werden. Erst Anfang April hatte Turbine zusammen mit Publisher Atari erste Plätze für einen Alpha-Test ausgeschrieben. Bis auf ein gutes Duzend an Screenshots und einigen spärlichen Infos zur Hintergrundgeschichte gab es bisher jedoch kaum handfestes Material zum ersten Online-Rollenspiel, das auf den Regeln und der Fantasywelt des beliebten Pen & Paper-Spiels Dungeons & Dragons basiert.

Wie aus einer ersten Preview von den US-Kollegen von IGN nun hervorgeht, wird Dungeon & Dragons Online das Regelset Version 3.5 benutzen. Zudem wird es die Möglichkeit geben, sich jeden Würfelwurf anzeigen zu lassen - als würden Sie gemeinsam an einem Tisch sitzen und ein klassisches D&D-Abenteuer spielen. Die Umgebung wird sich jedoch etwas von den bekannten Forgotten Realms-Settings aus Baldur's Gate oder Neverwinter Nights unterschieden. In der Welt Eberron soll es unter anderem riesige Luftschiffe und moderner wirkende Gebäude geben, die sich vom üblichen Burgen- und Schlösser-Szenario abheben. Die Hauptstadt Stormreach orientiert sich eher an einem tropischen, süd-amerikanischen Setting als an einer mittelalterlichen, europäischen Stadt.

Auch beim Gameplay will D&D Online sich von anderen Online-Rollenspielen wie World of WarCraft und Everquest 2 abheben. Stormreach ist die zentrale Stadt für alle Abenteurer. Dort erhalten Sie ihre Quests und können Gegenstände tauschen oder verkaufen. Haben Sie eine Quest angenommen, werden Sie direkt zum entsprechenden Aufgaben-Gebiet teleportiert. Wie in Guild Wars kämpfen Sie dann mit ihrer Gruppe in instanzierten Gebieten. Laut Turbine stehen Menschen, Elfen, Halblinge, Zwerge und Warforged als Völker zur Auswahl. Als Klassen gibt es Barbar, Barde, Mönch, Kämpfer, Paladin, Ranger, Schurke, Hexer und Zauberer. Während World of WarCraft vor allem vom Item-Sammeln und Level-Skillen lebt, soll bei D&D Online vor allem der gemeinsame Kampf gegen Monster im Mittelpunkt stehen. So gibt es - zumindest zum Release des Spiels - auch keine PvP-Bereiche oder selbst geschmiedete Waffen. Das Levellimit pro Charakter soll bei 20 liegen.

Bleibt zu hoffen, dass Turbine ausreichend Zeit hat die üblichen Kinderkrankheiten eines Online-Rollenspiels in umfangreichen Beta-Tests auszubügeln. Sollte D&D Online bei der Rollenspiel-Gemeinde durchfallen, dürfte in nährer Zukunft wohl kaum ein neues Dungeons & Dragons Online-Rollenspiel entwickelt werden.