Age of Conan : Mit dem starken Stadtwächter legen Sie sich anfangs lieber nicht an. Mit dem starken Stadtwächter legen Sie sich anfangs lieber nicht an. Die Barbaren kommen -- aber erst 2006. Wir haben uns auf der E3 schon mal das Online-Rollenspiel Age of Conan angeschaut, in dem Sie im Conan-Universum die Rolle eines Barbaren-Helden übernehmen. Das Kampfsystem hebt sich vom Genre-Standard ab: Anders als in World of WarCraft& Co. klicken Sie Monster nicht einfach an und hauen dann automatisch zu. Statt dessen setzt Age of Conan auf Action.

Im Nahkampf lösen Sie mit schnellen Mausklicks Kombo-Attacken aus. Dabei verketten Sie bis zu 15 einzelne Schläge. Wenn Sie etwa das Schwert nach unten schwingen, reißen Sie es im nächsten Streich nach oben. Im Spielverlauf lernt Ihr Charakter immer neue Kombo-Elemente, so dass Sie in höheren Levels effektvolle Schnetzelorgien hinlegen.

Gute Reflexe (und damit flotte Kombos) brauchen Sie vor allem zu Spielbeginn, bis Level 20 fühlt sich Age of Conan an wie ein Singleplayer-Rollenspiel: Sie ziehen alleine durchs finstere Land Hyboria, lösen Quests und meucheln Monster. Erst ab Level 20 interagieren Sie mit Mitspielern, bilden Partys und ziehen gemeinsam ins barbarische Abenteuer. Einfaches Draufhauen hilft nicht mehr, nun brauchen Sie Taktik -- und Formationen.

In Age of Conan sollen Spielerarmeen in PvP-Schlachten aufeinander treffen. Die gewinnt nur, wer die richtige Formationen wählt. So hält eine Reihe Pikeniere locker Kavallerie auf, falls die Reiter den Fußtruppen nicht in den Rücken fallen. Die Formationen funktionieren recht einfach: Um den Gruppenanführer zeichnet Age of Conan einen Kreis. Innerhalb dieses Kreises dürfen sich die Formations-Teilnehmer frei bewegen; wenn der Anführer weiter läuft, laufen sie automatisch mit. Falls die Formation zu viele Männer und Frauen verliert, löst sie sich auf.

Die dritte Kampfebene neben Schnetzeleinlagen und Formationskämpfen sind Belagerungen. Im Spielverlauf schließen Sie sich einem Stamm an (ähnelt den Genre-üblichen Gilden), der eigene Siedlungen errichtet und feindliche Dörfer erobert.

Barbaren hin oder her: Nicht das Szenario (erinnert zu sehr an klassische Fantasy-Welten), sondern das actionreiche Kampfsystem hebt Age of Conan aus der Online-Masse heraus. Dazu gesellen sich schöne Grafik und atmosphärische Details: In den Städten laufen NPC-Einwohner um die detaillierten Gebäude. NPCs gehen einem geregelten Tagesablauf nach, arbeiten tagsüber und ratzen nachts. Bestimmte, ähem, Damen wiederum arbeiten lieber nachts und ruhen sich bei Sonnenschein aus. Atmosphärische Details eben.

Erscheinen soll Age of Conan in der ersten Jahreshälfte 2006.