Eher aus Spaß haben wir uns bei Bioware in die Präsentation von Mass Effect gesetzt, das als kommender Hit für die Xbox 360 gehandelt wird. Überraschung am Ende: Auf Nachfrage erzählt uns Chefprogrammierer David Falkner: "Eine PC-Version, warum nicht? Momentan ist Mass Effect zwar ein reines Konsolenspiel, aber wir halten uns alle Möglichkeiten offen!"

Gut so, denn was uns David gezeigt hat, war mächtig beeindruckend: Mass Effect spielt etwa 200 Jahre in der Zukunft, die Menschheit hat gerade erst den Anschluss an die intergalaktische Gemeinschaft der Völker geschafft. Als Soldat kriegen Sie hautnah mit, wie Maschinenwesen den Frieden in der Galaxis bedrohen. Was dann kommt, erinnert sehr an Knights of the Old Republic: Gemeinsam mit zwei Team-Kameraden durchstreifen Sie mit der Normandy (Ihrem Schiff) die Galaxis und führen auf Planeten Gespräche. Diese Unterhaltungen sehen schlicht fantastisch aus, selbst obskure Aliens wirken dank Mimik und winziger Details absolut lebensecht. Die Wortwechsel laufen sehr dynamisch, sogar richtige Streitereien sind möglich. Und natürlich geben während den Gesprächen die Party-Mitglieder ihren Senf dazu.

Auch das Kampfsystem erinnert an Knights of the Old Republic, geht aber noch mehr in Richtung Action. Wie in Brothers in Arms können Sie Kameraden taktisch im Feld postieren, zum Glück auch im Pausenmodus. Trotz der Ballerei ist Mass Effect ein Rollenspiel. Es gibt Charakterwerte und sämtliche Waffen lassen sich mit Gegenständen modifizieren. David zeigte uns zum Beispiel ein Scharfschützen-Gewehr mit Flammenwerfer-Funktion - gemein!

Apropos modifizieren: Wenn das Team zum ersten Mal auf einem Planeten landet, erkundet es den zunächst mit einem dreiachsigen Geländefahrzeug mit Geschützturm. Auch dieses Auto dürfen sie aufrüsten und verändern. Wie wichtig diese Fahreinlagen im Spiel sein werden, steht indes noch nicht fest.