Gothic 4 : Bisher hat der Publisher JoWooD nur Bilder von der leeren Spielwelt veröffentlicht. Bisher hat der Publisher JoWooD nur Bilder von der leeren Spielwelt veröffentlicht. Auch wenn es viele Gothic-Fans sicher nicht gerne hören, aber eine neuer Entwickler bedeutet auch immer ein Stück Veränderung. Zur Games Convention hat Entwickler Spellbound eine spiebare Version mitgebracht und mehr Details zum Kampf- und Charaktersystem von Gothic 4 enthüllt. Neu ist: Wenn Sie eine bestimmte Waffe häufiger benutzen – zum Beispiel einen Bogen – wirkt sich dies auch auf Ihre Waffenbeherrschung und Treffergenauigkeit mit dieser Waffe aus. Dass aus den früheren Gothic-Teile bekannte Punkte-Fähigkeitensystem wird es aber weiterhin geben, sagte Gothic 4-Producer Jochen Hamma. Wenn Sie den Bogen oft verwenden, wird es zum Beispiel einfacher aus der Bewegung zu treffen. Ansonsten müssen Sie stehen bleiben und die Eigenbewegung der Waffe ausgleichen, um auch auf größere Distanz zu treffen.

Das uns gezeigte Bogen-Kampfsystem machte bereits einen guten Eindruck. Je länger Sie den Bogen aufgezogen halten, desto mehr Stamina verbrauchen Sie. Genaues Zielen lohnt sich jedoch, da Treffer in die Arme oder Beine weniger effektiv sind als in die Brust oder gar in den Kopf. Je nachdem wo der Gegner getroffen ist, fällt er physikalisch korrekt um und die Pfeile bleiben an dem Körperteil stecken.

Ebenfalls neu ist die Grafikengine von Gothic 4. Spellbound will zwar noch nicht verraten auf welcher Basis-Technologie das Spiel basiert, jedoch der größte Teil der Grafikfeatures sei selbst programmiert worden. Gerade im Vergleich zum für dieses Jahr angekündigte Gothic 3-Addon, was wir kurz darauf gesehen haben, sieht die Spielwelt von Gothic 4 um einiges detailierter, lebensechter und stimmungsvoller aus. Einige der optischen Spielereien sind beispielsweise das dynamische Licht- und Wettersystem. In der Technik-Demo tropfte der Regen von den Häuserdächern und bildete Pfützen am Boden – die später, als die Sonne wieder raus kam, nach und nach wieder verschwanden. Die Engine kann dabei auch unterscheiden, welche Bereiche durch Unterstände und Vordächer geschützt sind und daher trocken bleiben, während tiefere Stellen mit Regenwasser gefüllt werden.

Gothic 4 : Bisher hat der Publisher JoWooD nur Bilder von der leeren Spielwelt veröffentlicht. Bisher hat der Publisher JoWooD nur Bilder von der leeren Spielwelt veröffentlicht. Sehr schön anzusehen ist auch das so genannte „light exposure control“, was im Grunde ein HDR-System wie in Crysis oder Half-Life 2 ist. In Innenräumen sind die Außenbereiche leicht überstrahlt. Tritt der Held wieder nach draußen, normalisiert sich die Helligkeit und die Außenwelt wirkt wieder normal. Auch wenn dies noch nichts über das fertige Spiel aussagt, unterstreicht die gezeigte Grafik sehr gut das mittelalterliche, eher düstere und rustikale Gothic-Flair. Bei den Nicht-Spielercharakteren – Spellbound zeigt uns Lester als Beispiel – hat sich ebenfalls viel getan. Falten, Tattoos und Hautdetails sind im Gesicht zu sehen.

Apropos Änderungen: Spellbound hat bereits erste Menüs und Bildschirmelemente fertiggeestellt. Wie interessante Orte und Questziele im Radar – der sich derzeit am linken Rand des Interface befindet – angezeigt werden, ist aber noch nicht entschieden. Hamma schob auch gleich als Beruhigung für die Fans nach, dass alle neuen Hilfen und Anzeigen optional sind und Spieler dies auch jederzeit wieder ausschalten können.

Mehr Details zur Story, Spielwelt und Technik von Gothic 4 erfahren Sie in der Titelgeschichte der nächsten GameStar-Ausgabe (10/2008).