Linux : Die bayerische Landeshauptstadt München hat ihre Entscheidung getroffen: Nicht einer der großen kommerziellen Linux-Distributoren bekam den Zuschlag, die Software-Basis der Stadtverwaltung wird zukünftig auf der freien Linux-Distribution Debian GNU/Linux basieren. Nach einer europaweiten Ausschreibung erhielt heute die Bietergemeinschaft der Firmen Softcon (München) und Gonicus (Arnsberg) den Auftrag zur Erstellung, Konfiguration und Pflege des aus freier Software bestehenden Basis-Systems für die Stadtverwaltung. München hatte vor eineinhalb Jahren bekannt gegeben, dass sie sich komplett von der auf WindowsNT gestützten Verwaltungssoftware der Stadt trennen will. Als Grund wurden die hohen Lizenzierungskosten und der mangelhafte Einblick in den Source-Code von WindowsNT genannt. Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte daraufhin sogar seinen Ski-Urlaub in der Schweiz unterbrochen, um den Stadtrat noch einmal mit reduzierten Lizenzpreisen umzustimmen. München blieb jedoch hart.