Zeitgeschichte : Der Nachbau der Zuse Z3, wie er heute im Deutschen Museum in München steht Der Nachbau der Zuse Z3, wie er heute im Deutschen Museum in München steht Auch große Erfindungen erreichen irgendwann das Rentenalter, so auch der erste voll funktionsfähige, programmgesteuerte Rechner der Welt: Konrad Zuses Z3. Heute vor 65 Jahren, am 12. Mai 1941, stellte Zuse sein Werk einem wissenschaftlichen Rat in Berlin vor - mit großem Erfolg. Die Z3 enthielt bereits fast alle wesentlichen Merkmale eines modernen Computers, allerdings wurden die Schaltvorgänge nicht über Transistoren, sondern über Relais abgewickelt. Wegen des fehlenden Hauptspeichers gab es auch keine Sprungbefehle, wie sie bei heutigen PCs unerlässlich sind. Zuse kannte zwar die Zusammenhänge, konnte sie aber mit seinem Erstlingswerk noch nicht verwirklichen. Die eine Tonne schwere Maschine hatte einen Strombedarf von 4.000 Watt, ihre Taktfrequenz lag je nach Aufgabe zwischen 5 und 10 Hertz.


Wegen der Geheimhaltung im zweiten Weltkrieg existieren keine Fotos der Z3. Das Original wurde bei einem Bombenangriff auf Berlin im Jahr 1944 zerstört. Ein Nachbau, 1960 von der Konrad Zuse KG hergestellt, wurde unter anderem 1964 auf der Interdata in München und 1967 auf der Weltausstellung in Montreal gezeigt und fand dort große Beachtung. Seither steht die massive Maschine im Deutschen Museum in München.

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