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Deutscher Kulturrat - Videospiele sind jetzt offiziell Kulturgut

Wie der Bundesverband der Entwickler von Computer- und Videospielen (Game) auf seiner Webseite bekannt gibt, wurde Game am gestrigen Donnerstag als Mitglied im Deutschen Kulturrat aufgenommen. Der Entscheidung waren lange Debatten über die Einordnung der Spieleindustrie vorangegangen. Während zum Beispiel Musik und Filme zweifellos anerkannt waren, führten Videospiele in der öffentlichen Wahrnehmung lange ein Nischendasein. »Im letzten Jahr galt es so manchen Strauß auszufechten, wenn es darum ging, deutlich zu machen, dass Computerspiele zum Kulturbereich gehören. Die Aufnahme von GAME in die Sektion Film und Audiovisuelle Medien des Deutschen Kulturrates ist ein positives Ergebnis dieser kultur- und verbandspolitischen Debatten und zeigt, dass es sich lohnt für neue Entwicklungen zu kämpfen«, so Olaf Zimmerman, Geschäftsführer des Kulturrats.

Von Martin Le |

Datum: 15.08.2008; 09:10 Uhr


Deutscher Kulturrat : Game / G.A.M.E - Logo Game / G.A.M.E - Logo Wie der Bundesverband der Entwickler von Computer- und Videospielen (Game) auf seiner Webseite bekannt gibt, wurde der Verband am gestrigen Donnerstag als Mitglied im Deutschen Kulturrat aufgenommen. Der Entscheidung waren lange Debatten über die Einordnung der Spieleindustrie vorangegangen. Während zum Beispiel Musik und Filme zweifellos anerkannt waren, führten Videospiele in der öffentlichen Wahrnehmung lange ein Nischendasein. »Im letzten Jahr galt es so manchen Strauß auszufechten, wenn es darum ging, deutlich zu machen, dass Computerspiele zum Kulturbereich gehören. Die Aufnahme von Game in die Sektion Film und Audiovisuelle Medien des Deutschen Kulturrates ist ein positives Ergebnis dieser kultur- und verbandspolitischen Debatten und zeigt, dass es sich lohnt für neue Entwicklungen zu kämpfen«, so Olaf Zimmerman, Geschäftsführer des Kulturrats.

Deutscher Kulturrat : Der Kulturrat begründete die Aufnahme von Game vor allem mit den zahlreichen Künstlern die im Spielemarkt ihren Arbeitsplatz haben. Die Spanne reicht von Grafikern, über Komponisten bis hin zu Drehbuchautoren. Begünstigt wurde die Entwicklung auch durch Aufsehen erregende Produktionen wie GTA 4. Das Actionspiel wurde auch jenseits der Fachpresse in den Medien besprochen und festigte den Anspruch der Spielebranche, anspruchsvolle Werke hervorzubringen. Entsprechend zufrieden zeigte sich auch Game-Geschäftsführer Malte Behrman: »Zum ersten Mal ist ein Verband der Spieleindustrie im kulturellen Politikumfeld institutionell verankert worden. Damit ist die Spieleindustrie endgültig im kulturellen Bereich angekommen. Das ist ein großer Tag für die deutsche Spieleindustrie!«

Der Deutsche Kulturrat wurde 1981 als politisch unabhängige Arbeitsgemeinschaft kultur- und medienpolitischer Organisationen und Institutionen von bundesweiter Bedeutung gegründet. Ziel des Deutschen Kulturrates e.V. ist es, bundesweit spartenübergreifende Fragen in die kulturpolitische Diskussion auf allen Ebenen einzubringen.

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Avatar rolitheone
rolitheone
#1 | 15. Aug 2008, 09:57
...und wer würde schon Kulturgut verbieten bzw zensurieren lassen....
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Avatar Hutzel
Hutzel
#2 | 15. Aug 2008, 10:08
Eine sehr erfreulicher Entwicklung.
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Avatar Decker
Decker
#3 | 15. Aug 2008, 10:09
Finde ich gut, ein weiterer Schritt Richtung Akzeptanz von Computerspielen in der Gesellschaft.
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Avatar !D@ PROphet!
!D@ PROphet!
#4 | 15. Aug 2008, 10:11
@GameStar: Also entweder ihr schreibt "Der Deutsche Kulturrat" oder "Deutscher Kulturrat"...

@Topic: Schön das die Spielebranche damit etwas aus dem Zwielicht kommt, ich bezweifle aber, dass das etwas an der gegenwärtigen Politik das Thema betreffend ändern wird.
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Avatar Atze-Peng
Atze-Peng
#5 | 15. Aug 2008, 10:13
Wurde auch mal Zeit. In vielen spielen steckt weitaus mehr Arbeit, als in einem Album eines Musikers.
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Avatar tehVulture
tehVulture
#6 | 15. Aug 2008, 10:13
Und das heißt im Klartext? Welche Auswirkungen hat das oder kann das haben?

Ich kann mir zwar verschiedene Dinge denken (Stichwort Zensur z.B.), aber es wäre doch schön wenn dazu etwas im Artikel stehen würde. :uff:
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Avatar NitroCH
NitroCH
#7 | 15. Aug 2008, 10:14
endlich nach über 20 Jahren bin ich rehabilitiert :)
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Avatar Basileus
Basileus
#8 | 15. Aug 2008, 10:16
Zitat von rolitheone:
...und wer würde schon Kulturgut verbieten bzw zensurieren lassen....

"zensurieren"... aua.
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Avatar BlizzardsblooD
BlizzardsblooD
#9 | 15. Aug 2008, 10:33
find ich eine gute hoffe das es den spielen hilft und nicht gleich als etwas schlechtes bzw unötiges abgestemoelt wird
naja ich bin wieder counter-strike zocken ähm nein kulturgut genießen ^^
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Avatar Mandaron
Mandaron
#10 | 15. Aug 2008, 10:34
Sehr gut, jetzt müssen nur noch die Betonköpfe im Bundestag es endlich einsehen, dass man die sozialen Probleme Jugendlicher nicht einfach auf Computerspiele abstempel kann, dann ist alles in Ordnung! :)
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