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Gold-Farming - Industrie im Wert von 500 Millionen Dollar

Gold-Farming: schon immer ein kontroverses Thema und jetzt auch Gegenstand einer Studie.

Von Andre Linken |

Datum: 27.08.2008; 14:42 Uhr


Gold-Farming : World of Warcraft Wrath of the Lich King Beta 10 World of Warcraft Wrath of the Lich King Beta 10 Gold-Farming: schon immer ein kontroverses Thema und jetzt auch Gegenstand einer Studie. Laut einem Untersuchungsbericht der Universität von Manchester habe die Industrie der sogenannten Gold-Farmer mittlerweile einen geschätzten Wert von 500 Millionen Dollar erreicht - eine beachtliche Zahl. Zirka 400.000 Menschen seien derzeit in diesem Segment beschäftigt und erhalten dafür gerade mal ein Durchschnittsgehalt von 145 Dollar pro Monat.

Ebenfalls interessant: Ein Großteil der "Farmer" komme nach wie vor aus China. Dennoch sei bereits eine Verschiebung in andere Länder Asiens zu erkennen. So seien Arbeitskräfte aus Vietnam beispielsweise deutlich billiger, was die Gewinnspanne der beteiligten Unternehmen zwangsläufig vergrößert. Vietnamesen farmen für Chinesen Gold in Online-Rollenspielen wie zum Beispiel World of WarCraft oder Guild Wars - ein fast schon skurrile Szenario.

Gold-Farming : Des Weiteren besagt die Studie, dass mittlerweile auch die kriminelle Unterwelt ihre Finger mit ihm Spiel habe. Organisierte Gruppen würden Accounts mit gestohlenen Kreditkarten bezahlen, den Charakteren das Geld klauen und dieses Gewinn bringend verkaufen.

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Avatar d0GarTeX
d0GarTeX
#1 | 27. Aug 2008, 15:09
Eigentlich wäre es ja schön das so "Arbeitsplätze" geschaffen werden. Aber da werden ja nur Leute ausgebeutet. Kinder werden teilweise sogar entführt oder von Straßen geholt. Auf die wartet dann ein 12h dauer WoW-Tag. Und wir machens möglich, denn ohne Käufer...
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Avatar t1mme =D
t1mme =D
#2 | 27. Aug 2008, 15:16
eine ausbeute ist es auf jeden fall. für mich ist es das gleiche als wenn für 1€ ein t-shirt zu kaufen gibt. da wird doch auch nicht in anderen umständen gearbeitet.
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Avatar ancalagon
ancalagon
#3 | 27. Aug 2008, 15:27
ehhh irgendwas stimmt mit dieser Welt doch nicht..
Ich mein damals zu DAOC Zeiten wars zwar irgendwie verpöhnt sich sein Monatsgehalt ein bisl mit Goldverkauf bei ebay aufzubessern (grad bei Schülern sehr beliebt) aber das lief doch alles in Eigenverantwortung ab und nicht über organisierte Firmen.. schon gar nicht über irgendwelche Ausbeuter :spinner:
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Avatar AriesT
AriesT
#4 | 27. Aug 2008, 15:32
Wenn man es so "nebenbei" während dem gemütlichen WoW Zocken macht und dann seinen Account teuer verkauft, ist das eine Sache. Das halte ich z.B. noch für legitim.
Aber wenn man arme Jugendliche ausbeutet, wie in China, die Tag und Nacht am PC hocken MÜSSEN, dabei weder genügend Essen noch Trinken bekommen und dann auch noch solch einen Hungerlohn bekommen, dann muss man sich ernsthafte Gedanken machen. Solche Leute sind Verbrecher, denn sie missachten die Menschenrechte... ok, ist jetzt auch nix neues in China. -.-

Wenn China vom Westen akzeptiert werden will, sollten sie aufhören, son Mist zu machen. Das gilt auch für die große Politik, nicht nur für solche "Ausbeuter".

Erschreckend, dass dieser Markt, der wohl - ich schätze mal - nur zu 5% aus "freiwilligen WoW Goldsammlern" besteht, so hoch dotiert wird.
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Avatar Herr Wurst
Herr Wurst
#5 | 27. Aug 2008, 15:44
hm, es gibt wohl zwei sichtweisen auf diese sache: aus entwicklungsökonomischer sicht findet hier eine umverteilung von geld von reichen ländern (käufer aus europa) in arme länder (farmer aus südostasien) statt. dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. selbstverständlich werden diese leute durch hungerlöhne und untragbare arbeitszeiten ausgebeutet und hätten ohne frage etwas besseres verdient. ich bin mir aber nicht sicher, ob die betroffenen selbst sich beschweren würden: es ist leider vielerorts realität, dass ein hungerlohn immer noch besser ist als gar keinen job zu haben.
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Avatar humpfi
humpfi
#6 | 27. Aug 2008, 15:47
Wo eine Nachfrage ist, wird sich früher oder später auch ein Angebot entwickeln. Ich hoffe ja, dass sich irgendwann ein kluger Mensch ein System einfallen lässt, dass zwar RMT ausschließt, zugleich aber nicht die Wirtschaft im Spiel trivialisiert oder ganz kaputt macht.
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Avatar rapid_15
rapid_15
#7 | 27. Aug 2008, 15:50
Mancher WoWNerd würde sich bestimmt ganz gemütlich fühlen den ganzen Tag WoW spielen zu dürfen.

Ens gibs aber noch auszusetzen:

Aus Vietnam kommen deutlich schönere Frauen als aus China weshalb man Vietnam nicht jetzt down machen muss :ugly:
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Avatar //alt.end
//alt.end
#8 | 27. Aug 2008, 16:52
Ob es wohl langfristig positive Auswirkungen auf die Wirtschaft haben wird, wenn Geld virtualisiert wird?
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Avatar Sun Liao
Sun Liao
#9 | 27. Aug 2008, 16:55
Zitat von d0GarTeX:
Eigentlich wäre es ja schön das so "Arbeitsplätze" geschaffen werden. Aber da werden ja nur Leute ausgebeutet. Kinder werden teilweise sogar entführt oder von Straßen geholt. Auf die wartet dann ein 12h dauer WoW-Tag. Und wir machens möglich, denn ohne Käufer...


dann kauf die ab jetzt bitte keine Schuhe mehr, Textilien sind dann größtenteils auch tabu für dich...
Willkommen in der realen Welt (-:
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Avatar coldgas
coldgas
#10 | 27. Aug 2008, 17:03
@rapid: einen noch dümmeren und unpassenderen beitrag hätte hier wohl keiner verfassen können, gratuliere.
gs sollte awards für die bescheuertsten beiträge verleihen, du wärst mit dem hier gut im rennen.

aber zum topic:
es schreiben hier alle "die werden ausgebeutet"... das werden die ohne das goldfarmen auch. schon mal auf eure haushaltsgeräte gesehen? oder auf computerkomponenten mal die aufschrift "made in china" vernommen?
das ist doch längst nix neues, kinderarbeit, ausbeute usw ist in diesen ländern leider trauriger alltag. da ist die "goldfarmer" industrie nur ein tropfen auf den heißen stein.

in thailand hat man zu anfang bei wow obdachlose von der straße geholt. der musste den ganzen tag gold farmen, bekam dafür aber was zu essen und einen schlafplatz. man kanns auch als sozialprojekt betrachten, auch wenn das an unseren maßstäben gemessen wie ausbeute wirkt (und in meinen augen auch ist)

mir persönlich ist es nur lieber die machen sowas, als irgendwo vom aussterben bedrohte tierarten zu jagen und teuer auf den schwarzmarkt zu werfen, oder bären zu "melken", die in engsten käfigen aufwachsen usw...
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