Samstag, 20.03.2010
News - Vermischtes

Spielekongress in München - Verbotsbefürworter unter sich

Am 20. November fand in München der Kongress "Computerspiele und Gewalt" statt. Eine sehr einseitige Veranstaltung: Es kamen zum großen Teil nur Wissenschaftler und Journalisten zu Wort, die einen Zusammenhang zwischen Computerspielen und Abstumpfung und Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen sehen.
Spielekongress in München Spielekongress in München Am 20. November fand in München der Kongress "Computerspiele und Gewalt" statt. Eine sehr einseitige Veranstaltung, wie unsere Kollegen von Golem.de berichten : Es kamen zum großen Teil nur Wissenschaftler und Journalisten zu Wort, die einen Zusammenhang zwischen Computerspielen und Abstumpfung und Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen sehen. So bezeichnete etwa der Schulpsychologe Werner Hopf das Spielen von gewalthaltigen elektronischen Spielen" als größten "Risikofaktor für Gewaltkriminalität". Hopf sagte weiter: "Diejenigen, die viele gewalthaltige Medien nutzten - dabei nennt Hopf ausdrücklich auch Horrorfilme -, seien nach den zwei Jahren häufiger durch reale Gewalt aufgefallen."
Natürlich waren auf der Veranstaltung die aus den Medien bekannten Bedenkenträger anwesend. So stellte der Psychologe Thomas Mößle vom Kriminologischen Institut Niedersachsen in Hannover eine Studie vor, in der die angebliche Untauglichkeit der Alterseinstufungen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle USK bewiesen wird. Die Einstufungen würden nicht ausreichen, um Jugendliche vor untauglichen Inhalten zu schützen.
Ebenfalls bekannt ist der TV-Journalist Rainer Fromm. Der stellte zum Beispiel eine Verbindung zwischen Strategiespielen und der Judenverfolgung im Dritten Reich her. In einer anschließenden Podiumsdiskussion sagte er, es gehe angesichts der Shoa nicht an, dass man in Kriegsspielen heute noch Giftgas einsetzen könne. Regine Pfeiffer, die Schwester des Leiters des Kriminologischen Forschungsinstituts in Hannover Christian Pfeiffer, bezeichnete in einer Wortmeldung während des Vortrags Electronic Arts als "Schweinefirma", weil man den Konzern wegen der Spieleinhalte nicht verklagen könne.
Einen gemäßigteren Ton schlug Douglas Gentile, Professor am Media Research Lab der Universität des US-Bundesstaates Iowa, an: "Wir müssen von der Vorstellung wegkommen, dass Spiele entweder gut oder böse sind", sagte er nach einem Vortrag, in dem er darlegte, dass sich viele Eltern in den USA mit den Alterskennzeichnungen für Spiele nur wenig auskennen würden. Verbote bringen nach seiner Ansicht nichts: "Wenn wir Spiele nur verbieten würden, gäben wir den Eltern ein trügerisches Gefühl der Sicherheit."

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Avatar AlcChris
AlcChris
#1 | 21. Nov 2008, 16:50
Ebenfalls bekannt ist der TV-Journalist Rainer Fromm. Der stellte zum Beispiel eine Verbindung zwischen Strategiespielen und der Judenverfolgung im Dritten Reich her.

Und dann habe ich aufgehört zu lesen. Werfen Kinder mit Bauklötzen weil sie Tetris spielen?! Mensch auf solch einen Niveau so ein Thema zu behandeln ist erbärmlich!
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Avatar Haslang
Haslang
#2 | 21. Nov 2008, 16:54
Hmmm... Wo soll den bitte eine Verbindung zwischen Strategiespielen ala Age of Empires und der Judenverfolgung bestehen? Weil man Menschen tötet. Tut mir leid, dann stelle ich eine Verbindung zwischen dem Fernseher und der Judenverfolgung her.
Giftgas wird in keinem nicht-indiziertem Titel verwendet, da dies Indizierungsgrund ist oder zumindest Grund für eine USK18-Einstufung (siehe World in Conflict und Command an Conquer: Generals).
In zwei Punkten muss ich ihnen leider Recht geben.
Erstens: Medienkompetenz der Eltern.
Zweitens: EA ist eine Schweinefirma
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Avatar dopefish
dopefish
#3 | 21. Nov 2008, 16:55
:ugly:
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Avatar Fred DM
Fred DM
#4 | 21. Nov 2008, 16:56
idiotenkongress.

eigentlich erschreckend, dass studierte leute solchen blödsinn von sich geben.

zukünftige generationen werden mit unverständnis auf solche leute zurückblicken, genau wie wir heute das verurteilen von Rockmusik für lächerlich halten. diese leute verewigen sich negativ in der geschichte und merken es nicht mal.
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Avatar dasAge
dasAge
#5 | 21. Nov 2008, 16:56
"DasAge, der User der Homepage der führenden PC-Spielezeitschrift in München Gamestar, bezeichnete in einem Newskommentar während des Tippens die Pfeiffer-Geschwister als "Schweinebande", weil man die Sippe wegen der Polemik nicht verklagen könne."
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Avatar BlizzardsblooD
BlizzardsblooD
#6 | 21. Nov 2008, 17:00
"Ebenfalls bekannt ist der TV-Journalist Rainer Fromm. Der stellte zum Beispiel eine Verbindung zwischen Strategiespielen und der Judenverfolgung im Dritten Reich her."

ich verstehe ich den zusammenhang gar nicht.
und die ganzen äusserungen sind einfach nur lächerlich, wenn ea so schlimm wäre könnte man sie auch anklagen es gibt nur einfach keine grund dafür
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Avatar -=Timey16=-
-=Timey16=-
#7 | 21. Nov 2008, 17:00
Das erinnert mich ein bisschen an die Wannenseekonferenz: Leute, die die total Vernichtung der Juden wollten unter sich! Es ist zwar ein sehr krasser Vergleich, aber wenn man gerade simultan dazu Judenverfolgung im Dritten Reich für die Schule lernt...

Aber wenn ein Journalist Strategiespiele mit dem Holocaust vergleichen darf, dann habe ich ja wohl auch das Recht diese Propagandaveranstaltung für ein Spieleverbot mit der Wannenseekonferenz zu vergleichen.

Als nächstes kommt noch Super Mario sei schuld am aussterben von der Galapagosschildkröte und Need for Speed schuld am Klimawandel...

ja ne is klar
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Avatar meborez
meborez
#8 | 21. Nov 2008, 17:01
so ein dreck

wieso wusst ich nix von.. ich wäre da gern hin, und hätt jedem mal meine meinung, über die leutchen da, abgelassen

kann ja nich angehn, dass da nur spielehasser hingehen... das is undiplomatisch, undemokratisch, und banal

also sowas sollte man verbieten... so besprechungen wo eh alle einer meinung sind
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Avatar Sempai02
Sempai02
#9 | 21. Nov 2008, 17:02
Erbärmliche Veranstaltung. Solche Leute gehören aus ihren jeweiligen Verantwortungen geworfen. Vor allem frage ich mich, wo der Zentralrat der Juden bleibt? Sonst sind sie doch immer sofort dabei, wenn jemand das Thema "Nazis" verharmlost und dies ist hier auch mehr als eindeutig der Fall. Mich als Spieler von z.B. Civilization oder Sims 2 auf die gleiche Stufe mit Kriegsverbrechern zu stellen ist schon ein Anzeichen einer krankhaften Persönlichkeit.
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Avatar Kallisto
Kallisto
#10 | 21. Nov 2008, 17:03
lol was habe denn Strategiespiele denn mit Judenverfolgung zu tun ? xD

Strategiespiele sind meiner meinung nach die spiele die am meisten fördern.
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