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Intel Friday Night Game - eSport-Event in Karlsruhe definitiv abgesagt

eSport-Event in Karlsruhe abgesagt

Von Martin Le |

Datum: 26.05.2009; 14:47 Uhr


Intel Friday Night Game : Intel Friday Night Game Intel Friday Night Game Wie schon die vorangegangenen Termine in Stuttgart und Nürnberg wurde auch das für den 5. Juni in Karlsruhe geplante Intel Friday Night Game abgesagt. Wie die Veranstalter von Turtle Entertainment jetzt in einer Pressemitteilung bekannt geben, haben sie sich in Absprache mit dem regierenden Oberbürgermeister zu diesem Schritt entschlossen. Im Gemeinderat wurde das eSport-Event seit Wochen heiß diskutiert, wobei sich der OB Heinz Fenrich von der CDU mit nur wenigen Mitstreitern als Verfechter der Veranstaltung darstellte. Für den heutigen Nachmittage hatte die Stadt nun eine Sondersitzung einberufen, um über eine Aufkündigung des Mietvertrags der Schwarzwaldhalle als geplanten Austragungsort zu beraten. Mit diesem Verfahren wurden auch schon die Turniere in Stuttgart und Nürnberg verhindert, verbunden mit dem Hinweis auf den Amoklauf von Winnenden.

Die Kündigung der Mietverträge ist für die Politik die einzige Möglichkeit das Event zu stoppen, denn für ein Verbot gibt es keine rechtliche Grundlage. Auf Grund der zeitlichen Nähe zu den tragischen Ereignissen verzichtete Turtle Entertainment damals auf einen Protest gegen die fragwürdigen Vorgänge, doch bei der Diskussion in Karlsruhe gingen die Veranstalter jetzt in die Offensive: »Wir haben den Eindruck im Karlsruher Kommunalwahlkampf instrumentalisiert zu werden. Mit viel Engagement haben wir den Dialog mit der Karlsruher Politik gesucht und Gespräche geführt. Jeder konstruktiven Diskussion über den Umgang mit Computerspielen und neuen Medien wird allerdings die Grundlage entzogen, wenn von demokratischen Parteien öffentlich die Kündigung rechtsgültiger Verträge angeregt wird.«

Als Konsequenz wurde das kommende Intel Friday Night Game von Turtle selbst abgesagt und vorerst ersatzlos gestrichen. Einer Entscheidung der angesetzten Gemeinderat-Sitzung kamen die eSportler damit zuvor.

» Video: GameStar berichtet von der Intel Friday Night Game

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Avatar Blutschinken
Blutschinken
#1 | 26. Mai 2009, 14:59
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Cerap
Cerap
#2 | 26. Mai 2009, 15:07
Tja, dann sollten mal die ganzen jungen Wähler mal geschlossen der Amtsinhabenden Partei die Stimme verwähren und die Opposition wählen.
Ich meine nur weil mehr Rentner und Ältere, die eh keine Ahnung von sowas haben und mehr inquisitionelle Gedanken haben ("Kenn ich nicht! VERBRENNT ES! Wir haben damals auch keine Pc-Spiele gebraucht!"), vermehrt wählen gehen, versuchen die Politiker da Ihre Stimmen zu sichern.
Wenn aber die jungen Menschen mal ihre Meinung bei den Wahlen zeigen, was nciht heißen soll, dass alle irgendwas wählen oder extreme Parteien wählen, dann wäre das mal ein Fingerzeig auf die Politiker, denn wer zahlt denn die meisten Steuern, wer wird es denn später mal schwer haben!
WIR!!! Nicht die Ü40er. Jetzt will man uns noch Unterhaltung nehmen.
Ich weiss was ich dieses Jahr zu den Wahlen mache. ;)
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Avatar ethnix
ethnix
#3 | 26. Mai 2009, 15:08
Finde ich echt klasse wie die Politik beweisst, dass sie absolut keine Medienkompetenz besitzt und der heutigen, sowieso schon Politikverdrossenen Jugend, 1a vorzeigt, wie wenig Ahnung die Politik von so manchen Dingen hat. Das sie lügt und fast schon hetzt und heuchelt.

Generationskonflikt, wir kommen!
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Avatar Hackfleisch
Hackfleisch
#4 | 26. Mai 2009, 15:13
Ahja und nach der Gemeinderats-Sitzung traf man sich dann bei schönem Wetter auf dem Schützenfest des örtlichen Schützenvereins wo mit staunen die vor allem jungen Mitglieder mit Ihren Schießkünsten beeindrucken konnten. Diese wahrlich weise Entscheidung wurde dann noch mit ordentlich Bier und dem großen Fressen abgeschlossen und man war sich einig das richtige getan zu haben. Danke für nichts, ich wähle keine Spielekiller.
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Avatar Eldrik
Eldrik
#5 | 26. Mai 2009, 15:21
Zitat von Cerap:
Tja, dann sollten mal die ganzen jungen Wähler mal geschlossen der Amtsinhabenden Partei die Stimme verwähren und die Opposition wählen.
Ich meine nur weil mehr Rentner und Ältere, die eh keine Ahnung von sowas haben und mehr inquisitionelle Gedanken haben ("Kenn ich nicht! VERBRENNT ES! Wir haben damals auch keine Pc-Spiele gebraucht!"), vermehrt wählen gehen, versuchen die Politiker da Ihre Stimmen zu sichern.
Wenn aber die jungen Menschen mal ihre Meinung bei den Wahlen zeigen, was nciht heißen soll, dass alle irgendwas wählen oder extreme Parteien wählen, dann wäre das mal ein Fingerzeig auf die Politiker, denn wer zahlt denn die meisten Steuern, wer wird es denn später mal schwer haben!
WIR!!! Nicht die Ü40er. Jetzt will man uns noch Unterhaltung nehmen.
Ich weiss was ich dieses Jahr zu den Wahlen mache. ;)

Vorsicht! Ob Oppositionsparteien anderer Meinung sind als die gewählten Vertreter, ist nicht gesagt. Auch zahlen sicher die Ü40er mehr Steuern als die U40er. Sicher hast du recht, das wir Spieler die zukünftigen Entscheidungsträger sein können, aber an der Meinungsmache muss sich jetzt was ändern. Von dem her gebe ich dir recht. Auch junge Wähler sollten initiative ergreifen. Es gilt aber genau hinzuschauen, was man da wählt.
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Avatar ethnix
ethnix
#6 | 26. Mai 2009, 15:23
@ Hackfleisch:
Bitte nicht auf den Schützenvereinen rumhacken. Wenn wir Gamer das machen, sind wir nicht besser als die Politik.
Fakt ist doch, dass man trotz allem schwer an Waffen rankommt. Denk doch mal an die USA.
Da kriegt man sie hinterhergeschmissen und es gibt trotzdem, vor allem relativ gesehen, WENIGER Amokläufe. Wer jetzt sagt, dass es dafür mehr Morde gibt, hat auch nur teilweise Recht. Deutschland ist da Spitze in Europa was das angeht.

Das warum? Naja, die Politik zeigt es uns eigentlich gerade vor.
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Avatar Sinse
Sinse
#7 | 26. Mai 2009, 15:28
Und da wundert sich die politiker warum die jugend immer ignoranter und gewalttätiger wird.
Sie machen es ihnen ja vor.. selbst wenn sie rechtlich gesehen falsch liegen wollen sie mit allen mitteln ihren willen durchkriegen und das sogar mit unlauteren mitteln.
Würd mich nicht wundern wenn es in ein paar jahren bei uns so abgeht wie in frankreich wo die jugend marodierend durch die nächtlichen straßen der hauptstadt zieht.

Die zwei großen parteien machen doch zurzeit eh was sie wollen.. altherrenparteien mit veralteten vorstellungen.
NIEDER MIT CDU UND SPD!
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Avatar Eldrik
Eldrik
#8 | 26. Mai 2009, 15:36
Zitat von ethnix:
@ Hackfleisch:
Bitte nicht auf den Schützenvereinen rumhacken. Wenn wir Gamer das machen, sind wir nicht besser als die Politik.

Auf andere mit dem Finger zeigen ist sicher nie ein guter Ratschlag.
Jedoch muss ich leider Feststellen, das sich die Politiker zusehends auf jene Gebiete stürtzen, die eine vergleichsweise kleine/unorganisierte Lobby haben. Wie Zocker und Paintballer. Die Schlagzeilen, welche ein schärferes Waffengesetz oder strengere Regeln für Sportschützen verlangen, treten immer weiter in den Hintergrund.
Ich will nicht sagen das schärfere Waffengesetze jetzt sinnvoller wären, nur liegt das Augenmerk der Öffentlichkeit leider nur auf wenigen Faktoren und die betreffen gerade uns. Desshalb finde ich den Hinweis auf die Schützenvereine, von Hackfleisch, auch passend.
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Avatar pl4y3r
pl4y3r
#9 | 26. Mai 2009, 15:45
Das ist doch mal wieder lächerlich. Mehr kann man dazu nicht sagen, ohne unter die Gürtellinie zu rutschen.
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Avatar Spy
Spy
#10 | 26. Mai 2009, 15:59
Schwere Zeiten für die E-Sports Branche in Deutschland
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