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Südkorea - Regierung kämpft gegen Spielesucht

Neue Gesetze schreiben jede Nacht sechs Stunden Pause und langsames Internet für Jugendliche vor.

Von Daniel Raumer |

Datum: 13.04.2010; 11:58 Uhr


Südkorea : Länder Flaggen Südkorea Länder Flaggen Südkorea Die Regierung des Landes Südkorea hat neue Gesetze erlassen, die die Spieleabhängigkeit von Jugendlichen eindämmen sollen. Das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus sorgte einem Bericht der Zeitung The Korea Herald zufolge dafür, dass sich Onlinespiele für User unter 19 Jahren nachts automatisch abschalten. Die Jugendlichen müssen jede Nacht eine sechsstündige Offline-Zeit einlegen, die Anfangszeit darf dabei zwischen Mitternacht und zwei Uhr frei gewählt werden.

Diese »Nachtsperre« beginnt anfangs mit vier populären Onlinerollenspielen und wird dann auf insgesamt 19 Titel ausgeweitet. Diese machen 79% des gesamten koreanischen Onlinespielemarktes aus.
Auch das Drosseln der Internetgeschwindigkeit für Benutzer unter 19 Jahren ist Teil des Maßnahmenkataloges der Regierung. Für den gleichen sechsstündigen Zeitraum soll das Internet so langsam sein, dass ein Surfen mehr oder weniger unmöglich wird.

Südkorea : Prof. Dr. Pfeiffer Prof. Dr. Pfeiffer Kritiker des Gesetzes bemängeln die fragwürdigen Durchsetzungsmöglichkeiten für die Regelungen. Zusätzlich geben sie zu bedenken, dass Spieler auf andere Onlinetitel wechseln könnten oder gar zu Offlinespiele greifen.

Nach Informationen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) sind in Südkorea 14 Prozent aller Jugendlichen schwer abhängig. Die Zahl ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn Leiter des Instituts ist Prof. Dr. Pfeiffer, der sich in der Vergangenheit mit einem regelrechten »Kreuzzug« gegen Videospiele einen eher zweifelhaften Ruf erarbeitet hat.
Trotzdem ist nicht von der Hand zu weisen, dass das Problem in Südkorea offenbar massive Ausmaße angenommen hat, wenn sich die Regierung zu solch drastischen Maßnahmen entschließt.

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Avatar Zitterbacke
Zitterbacke
#1 | 13. Apr 2010, 12:38
Der Ansatz ist halt schon wieder ein Witz. Wieso dirigiert der Staat die Jugendlichen? Warum klärt man die Eltern nicht auf, welche Konsequenzen ein "Versumpfen" in der Spielwelt hat? Diese Kindergarten Methoden helfen niemanden weiter. Wenn das Internet zu langsam ist gammeln die Leute halt länger vor dem PC rum. Wenn das Spielen verboten wird, holt man sich eben alte eine Konsole aus dem Keller. Oder man geht zu Freunden und labbert da über Spiele...
Aufklärung und Wissen wäre viel wichtiger.
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Avatar peNNydeLuXo
peNNydeLuXo
#2 | 13. Apr 2010, 12:39
welches "Problem" ist nicht von der Hand zu weisen?

WÜrd ich gern mal wissen, um was genau da son heckmeck gemacht wird, schuldzuweiserei und wegguckerei.

lachen oder weinen?
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Avatar fluckz
fluckz
#3 | 13. Apr 2010, 12:39
Wenn ich Pfeiffer schon lese ...
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Avatar Zitterbacke
Zitterbacke
#4 | 13. Apr 2010, 12:40
Doppelpost.
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Avatar squieky
squieky
#5 | 13. Apr 2010, 12:43
Die zocken so viel weil die Regierung ihr Leben kaputt macht. Da ist eine Sucht noch das bessere Übel. Zumindest geht es denen geistig gut ^^
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Avatar VyrustheCyrus
VyrustheCyrus
#6 | 13. Apr 2010, 12:44
Aber woher kommt dann der Starcraft-Nachwuchs? :-(
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Avatar Meran
Meran
#7 | 13. Apr 2010, 12:44
Die Regierung dürfte es schwer haben, solange ESport einen solch hohen Stellenwert in der dortigen Gesellschaft hat. Natürlich eifern viele Jugendliche ihren ESportler-Idolen nach. Ok, das mag nur ein Grund ein, aber durchaus wichtiger.

Ansonsten sind die Bemühungen zwar bestimmt gut gemeint, aber auch nur ein hilfloses Mittel zum Zweck. Es ist wie mit allen anderen Suchtmitteln: Wenn die Mehrheit einer Bevölkerung nicht vernüftig mit bestimmten umgehen kann, muss der Staat restriktive eingreifen. Und das gefällt natürlich wiederum dem anderen Teil der Bevölkerung nicht, wenn man so bevormundet wird.
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Avatar schattenseele
schattenseele
#8 | 13. Apr 2010, 12:58
na die meisten verstehen die asiaten eben nicht. ihr müsst euch das mal so vorstellen:
die eltern können nur mit authorität etwas erreichen, sowas funktioniert aber immer weniger. gerade in korea und japan ist ein hoher leistungsdruck in einer eiskalten gesellschaft, da flüchtet man doch nur zu gerne in eine schöne online-welt.
die eltern sind meist eh mit sich beschäftigt, zur info in korea werden die lebenspartner durchaus von den eltern ausgesucht. vllt gibts daher auch kein wort für liebe (wie wir es verstehen) im koreanischen.
es bleibt nichts anderes als es über den staatlichen weg zu machen, die medien/industrie hat ja an sowas kein interesse
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Avatar Soebe
Soebe
#9 | 13. Apr 2010, 12:58
Immer wieder amüsant wie sich alle angesprochen fühlen (müssen) bei solchen News...
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Avatar Soebe
Soebe
#10 | 13. Apr 2010, 13:01
Zitat von schattenseele:
na die meisten verstehen die asiaten eben nicht. ihr müsst euch das mal so vorstellen:
die eltern können nur mit authorität etwas erreichen, sowas funktioniert aber immer weniger.


Wie das funktioniert nicht? Dass keine Authorität nicht funktioniert sieht man ja im Westen immer mehr.
Man muss nur mal den TV einschalten, die 68er Blagen und deren Blagen, etc....
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