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Gebrauchte Spiele - »...größeres Problem als Raubkopien.«

Spielehersteller verlieren laut Andrew Oliver rund drei Viertel ihrer Einnahmen durch Spiele aus zweiter Hand.

Von Daniel Raumer |

Datum: 12.05.2010; 12:20 Uhr


Gebrauchte Spiele : Aus Alt mach Geld M_GebrauchteSpiele_00_GS02.eps.jpg Aus Alt mach Geld M_GebrauchteSpiele_00_GS02.eps.jpg Andrew Oliver, der Mitbegründer des Spieleherstellers Blitz Games (zuletzt Dead To Rights: Retribution für Xbox 360 und PlayStation 3) ist in einem Gespräch mit Develop der Meinung, dass der Second-Hand-Markt für Spiele eine größere Bedrohung für die Branche sei als Raubkopien. Explizit bezieht sich Oliver auf Konsolenspiele, da hier im Vergleich zu PC-Titeln (noch) keine Kontenbindung oder Aktivierung nötig ist. Somit ist der Gebrauchthandel ohne weiteres möglich.

Oliver meint: »Ich kann verstehen, warum die Spieler das machen; Spiele sind teuer und nach einigen Wochen Spielzeit hat man es durch oder ist gelangweilt.» Allerdings zeigten Statistiken, dass Spiele bis zu vier Mal weitergetauscht werden und damit die Umsätze der Entwickler und Publisher nur ein Viertel des Möglichen betragen.

Gebrauchte Spiele : Andrew Oliver Andrew Oliver Durch diese Situation sind Spielehersteller dazu gezwungen, vermehrt auf Digitale Inhalte zu setzen.

Entsprechend seiner Argumentation zeigt Oliver auch viel Verständnis für den Onlinepass von Electronic Arts (wir berichteten). Hier müssen Gebrauchtkäufer von EA Sportspielen für 10 Dollar noch einmal einen Freischaltcode für den Mehrspielermodus kaufen.

» Zum Test von Dead To Rights: Retribution auf GamePro.de

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Avatar rtv05
rtv05
#1 | 12. Mai 2010, 13:49
Ich hoffe jetzt hat es auch der LETZTE Zocker bemerkt.
Dieses ganze Kopierschutz aktivierungs Gedönz dient nicht dazu Raupkopien einzudämmen, sondern hauptsächlich gebrauchte Spiele zu unterbinden...da haben wirs doch schwarz auf weiß.
Was ich aber nicht verstehe, man sieht doch anhand der Steam Deals, wie viele Menschen bereit sind ein Spiel zu kaufen, wenn es einen fairen Preis hat.
Ich meine 60 Euro sind einfach zu viel für ein 10h Spiel, selbst Oblivion/Fallout 3 wäre mir keine 60 Euro wert, das ist zu viel Geld, 30-45 Euro ist dagegen ein fairer Preis
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Avatar ethnix
ethnix
#2 | 12. Mai 2010, 13:50
na endlich geben sie es zu. publisher rechnen jede raubkopie oder gebrauchtspielverkauf als eine nicht gekaufte neuversion.

als ob ich mir jedes spiel, dass ich mir ausleihe, je kaufen würde...
ich gebe genauso viel geld für spiele aus, wie es mir wert ist.

ein starcraft 2 werden wohl 50, ein call of duty mit der mageren, fast nicht existenten spielzeit, 30.
so einfach.

wenn ich es gebraucht nicht kriege, gibts es halt gar nicht. also kann ich auch keine dlcs oder ähnliches kaufen. letztenendes wirds den publishern nur schaden.

gebrauchtkauf und raubkopien gab es schon vor 20 jahren. da wurde auch nicht gejammert. die fetten jahre des aufschwungs ist eben ende der 80er irgendwie zuende gegangen. das müssen die echt mal kapieren -.-
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Avatar quicked
quicked
#3 | 12. Mai 2010, 13:50
das ist nun mal das Recht des klugen Verbrauchers!
Und laut den Geschäftszahlen können sich doch die großen Publisher nicht wirklich über schlechte Gewinn Margen beschweren. Wenn ein Spiel scheitert, hat es das auch meistens durch schlechte Qualität bedingt, verdient.
Und davon auszugehen, dass Leute die sich billig ein gebrauchtes Spiel holen, im Falle nicht verfügbarer Gebrauchter Spiele gleich zum 50 Euro teuren Original Titel greifen, halte ich für verdammt blau-äugig.
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rtv05
#4 | 12. Mai 2010, 13:53
Zitat von quicked:
das ist nun mal das Recht des klugen Verbrauchers!

Nicht mehr lange...jedenfalls für PC.
Den immer mehr Firmen, nutzen einen Kopierschutz womit man Spiele aktivieren muss.
Das wird auch leider nicht zurück gehen, ich bin ja mal gespannt wie Bethesda das mit Fallout New vegas machen wird, ob es wie fallout 3 sein wird oder mit online aktivierung...oder gar Mafia 2.
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Avatar dawodo
dawodo
#5 | 12. Mai 2010, 13:54
So pauschal darf man das nicht sagen.
Viele Leute kaufen sich Spiele gebraucht, weil sie dadurch ein Stück billiger sind: Die Hemmschwelle, sich ein Spiel zu kaufen sinkt dadurch. Ich bezweifle stark, dass sich der Großteil ein Spiel zum Vollpreis gekauft hätte, wenn es beispielsweise wegen Konto-Bindung nicht Gebraucht zu bekommen ist.
Abgesehen davon sagt der liebe Herr auch genau das: Spiele sind teuer.
Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Publisher nicht ganz den Sinn von Optimierung verstehen. "Teurer -> mehr Geld" geht nämlich nicht auf.
Manchmal wäre ein "Ein kleines Stück günstiger -> Hemmschwelle sinkt -> mehr Käufer" in der Bilanz das intelligentere.
Ich finde es jedenfalls eine Frechheit solche Mechanismen einzubauen.
Den Auto-Bauern ist der Gebrauchtwagenhandel auch ein Dorn im Auge, aber er ist wesentlich.
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Avatar Enfachso
Enfachso
#6 | 12. Mai 2010, 13:55
So liebe ich das!

Milliardenumsätze machen, aber den Kunden quasi als Verbrecher bezeichnen, weil er sein Weiterverkaufrecht in Anspruch nimmt.

Ich glaube es ist jedem klar WER hier die größten Verbrecher sind!
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Avatar ian fleming
ian fleming
#7 | 12. Mai 2010, 13:56
Immer Diese Leute die 1 zu1 umrechnen jemand der sich gerbaucht spiel kauft und dafür 10 euro zahlt hätte bestimmt das nicht für 60 euro gekauft.wer soll lang wartet. das man bis zu 4 käufer hatte hat das geld nicht um sich kaufen oder ist sparsam oder er meint das sich die 60 euro nicht lohnt und wartet bis es 10 euro kostet
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Avatar Clawhammer
Clawhammer
#8 | 12. Mai 2010, 13:57
Tja und die idioten kaufen weiter ^^
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Avatar cem1337
cem1337
#9 | 12. Mai 2010, 13:58
ich kauf mir sowieso kein Spiel das 60€ ist, da wartet man lieber ein paar wochen/Monate und man kanns neu kaufen, besser als ein Spiel gebraucht zu kaufen wo man ONline gebannt ist =) anders siehts aus nur bei Offline spielen da greift man gerne zu (ebay)
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Avatar AssKikaX
AssKikaX
#10 | 12. Mai 2010, 13:59
Die Rechnung des Herrn ist falsch. Die machen nicht "nur ein Viertel des Möglochen" an Umsatz. Wenn man schon Gebracuht-Käufer ist, hatte man nie die Absicht das Spiel zum vollen Preis zu kaufen und würde stattdessen auf den normalen Preisverfall warten.

Als ob durch das "Verbot" vom Gebrauchthandel auf einmal die Einnahmen um 400% steigen würden - ja, ne ist klar. Wahrscheinlicher ist eher ein Rückgang der Einnahmen.

Ich würde mir zB viel weniger Spiele kaufen, wenn ich wüsste, dass ich sie nie weiterverkaufen könnte. Da würde ich ja einen grossen Verlust dran machen...
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