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Videospieler kontrollieren ihre Träume - Studie: Spiele könnten Kriegs-Veteranen helfen

Die kanadische Psychologin Jayne Gackenbach hat erstaunliche Zusammenhänge zwischen Videospielen und Klarträumen herausgefunden.

Von Michael Obermeier |

Datum: 26.05.2010; 16:33 Uhr


Videospieler kontrollieren ihre Träume : Max Payne 2 Traum Max Payne 2 Traum Mehreren Studien der kanadischen Grant MacEwan Universität nach haben Videospieler stark ausgeprägte Fähigkeiten in ihren Träumen die Kontrolle zu übernehmen. Das will die Psychologin Jayne Gackenbach in zwei seit 2006 durchgeführten Untersuchungen mit Spielern und Nicht-Spielern herausgefunden haben. »Spieler sind es gewohnt in der Spielwelt die Kontrolle zu übernehmen und setzen das auch in ihren Träumen um«, erklärt Gackenbach. Videospieler sollen zudem über ähnlich gute Konzentration und Raumvorstellung verfügen wie Menschen die regelmäßig meditieren oder Klartraum-Übungen machen. Das berichtet die Website LiveScience.com.

Bei ihren Untersuchungen erkannte Gackenbach, dass Spieler öfter von sogenannten »Klarträumen« berichtet hatten als ihre nicht spielenden Studien-Teilnehmer. Im Klar- bzw. Luzidtraum sehen sich die Träumenden außerhalb ihres eigenen Körpers. Aus Gewohnheit hatten die Spieler hier die Kontrolle über den Traum übernommen, dabei aber – wie auch aus Spielen gelernt – nur sich selbst kontrollieren können. Eine Veränderung von anderen Akteuren oder dem Schauplatz hatte kaum einer der Teilnehmer in anschließenden Befragungen angegeben. Ebenfalls interessant: Zwar hatten die träumenden Spieler öfter aus der Verfolger- in die Ego-Perspektive und wieder zurück gewechselt, wollten aber nie den Blickwinkel eines unbeteiligten Beobachters übernehmen.

Videospieler kontrollieren ihre Träume : Traum im Spiel: Monkey Island 2 und Max Payne 2 (oben) Traum im Spiel: Monkey Island 2 und Max Payne 2 (oben) In einer weiteren Studie untersuchte die Psychologin, wie Spieler auf Alpträume reagieren. 35 Männer und 63 Frauen wurden dazu nach Alpträumen getrennt befragt. Das Ergebnis: Viele der Spieler drehten die Rolle zwischen Bedrohung und Opfer einfach um. So machten sich viele der Träumer selbst zum gefährlichsten Akteur in ihrem Traum und verspürten dadurch nicht Angst sondern vielmehr Spaß. Gackenbach: »Die Spieler laufen im Traum nicht davon, sie drehen sich um kämpfen dagegen an. Sie sind aggressiver als der Durchschnitt. (…) Wenn man sich dagegen das allgemeine Maß an Aggression ansieht, haben Spieler insgesamt weniger Aggressionen in ihren Träumen. Aber wenn sie aggressiv sind, dann so richtig.«

Diese Erkenntnis versucht die Psychologin jetzt zur Heilung von Kriegsveteranen einzusetzen. So könnten Videospiele dazu beitragen, Soldaten mit posttraumatischer Belastungsstörung zu helfen. Durch die Spiele könnten vom Schlachtfeld traumatisierte Soldaten lernen, besser mit ihren Ängsten umzugehen. Derzeit hofft Jayne Gackenbach auf die finanziellen Mittel für ein großes Schlaflabor, um in diesem Feld weitere Untersuchungen machen zu können.

Wie geht es Ihnen mit Klarträumen? Haben Sie als Spieler das Gefühl, besser die Kontrolle übernehmen zu können als ihre Nicht-spielenden Bekannten? Oder haben Sie gar gegensätzliche Erfahrungen gemacht? Diskutieren Sie mit uns in den Artikelkommentaren.

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Avatar Jeffrey S
Jeffrey S
#1 | 26. Mai 2010, 16:44
Alpbträume sind schon geil , fand ich schon immer..Weil die Relitsicher sind als andere, das wars dann auch schon..ich will die nicht Kontrollieren dann weis ich doch was Passiert das is blöde, aus Träum kommen die Ganzen Guten Ideen der Menscheit..
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Avatar UnknownX
UnknownX
#2 | 26. Mai 2010, 16:46
Meiner Meinung nach sind solche Studien viel zu subjektiv - bezogen auf die Testprobanden - als das man daraus allgemeine Rückschlüsse ziehen könnte. Noch dazu wenn man sich die äußerst geringe Zahl der Probanden (35 Männer und 63 Frauen) ansieht.
Dass Spiele Auswirkungen auf den Menschen haben kann man zwar nicht verleugnen, aber welche und in welchem Ausmaß lässt sich m.M. nicht daraus ableiten. Hier werden lediglich bestimmte Charakteraspekte analysiert (gute/schlechte räumliche Wahrnehmung) und das ganze dann auf die jeweilige Studie gemünzt, so dass am Ende auch was rauskommt (schließlich fliegt den Schlaflaboren das Geld auch nicht zu).
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Avatar PbVeritas
PbVeritas
#3 | 26. Mai 2010, 16:49
Also Klarträume hatte ich so gut wie noch nie... (Wie oft wollte ich schon eine nackte Frau im Traum erscheinen lassen...)

Dennoch träum ich oft von Spielen, wobei ich dies eher als unangenehm beschreiben würde
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Avatar Gondel
Gondel
#4 | 26. Mai 2010, 16:50
Also ich hab´s auch schon mal erlebt, dass ich meinen Traum kontrollieren konnte, was aber eher selten vorkommt. Gut möglich, dass es mit Computerspielen zusammenhängt; interessante Studie jedenfalls
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Avatar Evil_Kill
Evil_Kill
#5 | 26. Mai 2010, 16:50
Ich selber habe relativ wenig Träume, zumindest bemerke ich sie sehr selten und kann mich danach selten noch an einige Details erinnern. Aber wenn dann muss ich sagen, dass zumindest "Alpträume" irgendwie wie großes Kino auf mich wirken. Dazu muss auch noch erwähnt werden, dass ich auch noch ein großer Horror bzw. Splatterfan bin und ich mich dann irdendwie sogar darauf freuen bzw. genießen kann. Das war zu Kindeszeiten überhaupt nicht so der fall, aber seit dem ich dann so die ein oder anderen Filme oder Spiele gespielt habe, konnte ich anscheinend viel besser damit umgehen.

In wiefern ich jetzt da die Kontrolle im Traum übernehmen kann, kann ich schlecht sagen, denn ich kann mich schlecht an die jeweiligen Szenen erinnern, aber ich kanns zumindest so beschreiben, dass man schon gerne die Kontrolle übernehmen will oder einfach gezielter abwarten will was passiert. Andere hingegen wollen meißten dann ja lieber sofort aufwachen und sind dann erstmal geschockt. Unser einer will dann lieber so viel es geht dann noch von der "Story" mitbekommen.
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Avatar Atin
Atin
#6 | 26. Mai 2010, 16:53
Kann ich absolut nicht bestätigen.
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Avatar Termkiller
Termkiller
#7 | 26. Mai 2010, 16:56
Interessant. Also ich habe mich noch nie in der ISO/3rd Pearson im traum erlebt. Immer nur die Ich-Sicht. (wann sieht man sich im realen Leben schon mal von hinten?)

Edit:
Was die Kontrolle angeht, so kann ich (soweit ich mich erinnern kann) keinerlei Kontrolle über den Verlauf eines Traumes ausüben. Wenn es mir auch ab und zu so vor kommt, dass ich meine Schritte (also wohin ICH gehe) selbst bestimmen kann.
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Avatar Am_Nachladen
Am_Nachladen
#8 | 26. Mai 2010, 16:57
Wollte sich da jemand einen Namen machen?

Ich kann die Studienergebnisse jedenfalls auch nicht bestätigen.
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Avatar Dante Hicks
Dante Hicks
#9 | 26. Mai 2010, 16:58
Das is ja mal cool, trifft echt auf mich zu,allerdings neige ich in meinen Albträumen nicht zu derber gewalt wie angegeben.

Hatte erst zweimal einen Traum in dem ich wusste das ich Träume, habe aber keine nackte Frau erscheinen lassen ^^, sondern hab das Fahrrad weggeworfen und bin davon geflogen.

Früher hatte ich auch häufig von einem Hund geträumt, der mich verfolgt hat, irgendwann hab ich mich mal in diesem Traum umgedreht und der Töle voll ins gesicht und in die Weichteile getreten (ok doch derbe gewalt) Seither habe ich nie wieder von diesem Hund geträumt.

Finde das Thema sehr interessant, habe das aber nie aufs Videospielen bezogen.
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Avatar -=oWn4g3=-
-=oWn4g3=-
#10 | 26. Mai 2010, 17:01
Mh klingt interessant. Ein bisschen kann ich das schon auf mich beziehen. So hatte ich eine zeitlang immer den selben Traum, war jetzt nicht alptraummäßig aber auch nicht angenehm. Mit jedem Mal kam ich besser damit klar und konnte die Situation irgendwie besser überwinden.

Irgendwann war er weg. Level completed xDD

Auf jeden Fall ein total interessantes Thema, in welchem sich noch viel forschungsmäßig tun wird.
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