GEMA : Die GEMA hat sich mit zahlreichen Anbietern, darunter MyVideo und Clipfish, über die Nutzung des GEMA-Repertoires im Rahmen von werbefinanzierten Musikstreaming-Angeboten geeinigt. YouTube bleibt weiter außen vor. Die GEMA hat sich mit zahlreichen Anbietern, darunter MyVideo und Clipfish, über die Nutzung des GEMA-Repertoires im Rahmen von werbefinanzierten Musikstreaming-Angeboten geeinigt. YouTube bleibt weiter außen vor. Bereits seit geraumer Zeit zieht sich die Auseinandersetzung zwischen der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (kurz: GEMA) und der Videoplattform YouTube um die Rechte an der Wiedergabe von Musikvideos im Internet nun schon hin. Einigen konnte man sich bis heute nicht, wie zahlreiche auf youtube.com für deutsche Nutzer gesperrte Videos weiterhin exemplarisch zeigen.

An anderer Stelle ist man da mittlerweile weiter: Wie die GEMA per Pressemitteilung auf ihrer offiziellen Webseite bekannt gegeben hat, konnte man zwischenzeitlich eine Einigung mit dem Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) erzielen. Der VPRT vertritt unter anderem MyVideo, Clipfish, tape.tv und Putpat und ermöglicht den genannten Anbietern durch die Vereinbarung mit der GEMA nun das legale Angebot von Musikvideos und Songs auf ihren Plattformen.

Dazu melden die Mitgliedsunternehmen der GEMA die erfolgten Videoabrufe, wozu sie der Abmachung zufolge geeignete Technologien einsetzen. Die GEMA gewährt den Firmen im Gegenzug auf die tarifliche Vergütung für werbefinanzierte Streamingangebote (Tarif VR-OD 9) einen Gesamtvertragsnachlass in Höhe von 20 Prozent.

Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, sieht in der Einigung eine positive Entwicklung:

»Wir freuen uns sehr über die Einigung mit dem VPRT. Der Abschluss des Gesamtvertrags im Bereich werbefinanziertes Streaming indiziert einmal mehr die Angemessenheit unserer bestehenden Tarife im Onlinebereich. Das ist ein starkes Signal an den Markt und an alle durch die GEMA vertretenen Rechteinhaber.«

Claus Grewenig, Geschäftsführer des VPRT, zeigt sich ebenfalls erfreut über die Vereinbarung:

»Der Abschluss des Rahmenvertrages setzt einen positiven und konstruktiven Schlusspunkt hinter intensive Verhandlungen. Mit diesem Ergebnis schaffen wir als erster Verband einen weiteren Lizenz-Baustein, mit dem unsere Mitglieder ihre attraktiven Inhalte in einem wettbewerbsintensiven Markt mit internationalen Playern rechtssicher z.B. auf Videoplattformen anbieten können.«

Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 65.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über zwei Millionen Rechteinhabern aus aller Welt. Ob es in naher Zukunft auch zu einer Einigung mit YouTube kommen wird, bleibt zunächst unklar.