Microsoft : Microsoft hat die Schließung der Xbox Entertainment Studios offiziell bestätigt. Microsoft hat die Schließung der Xbox Entertainment Studios offiziell bestätigt.

Update 20. Juli 2014: Nach der Schließung der Xbox Entertainment Studios haben sich einige Werbekunden über den Schritt verärgert gezeigt.

Laut dem Wall Street Journal hatte die Microsoft-Interne Medienproduktion erst vor drei Monaten eine Kampagne gestartet um potentielle Werbekunden für die geplanten TV-Shows zu gewinnen. Die Schließung habe massiv das Vertrauen beschädigt, dass man zuvor mühevoll aufgebaut hatte.

Steve Carbone von MediaCom erklärte, dass man sich nun fragen würde, wo das Engagement von Microsoft denn nun eigentlich liegt. Vik Kathuria von Razorfish nannte Microsofts Schritt gar »verrückt, wenn man bedenkt, wohin sich das Mediengeschäft zurzeit entwickelt«.

Da die Firmen nach dem Werbe-Pitch von Microsoft vermutlich bereits Zeit und Geld in mögliche Anzeigen gesteckt hatten, könnte der Fall durchaus weitere Folgen haben - vielleicht sogar rechtliche, sollte ein Werbekunde entsprechende Verträge vor Gericht vorlegen können.

Originalmeldung: Im Rahmen der groß angelegten Restrukturierungsmaßnahmen bei Microsoft soll es unter anderem auch zur Schließung der Xbox Entertainment Studios kommen. Dies hat der Konzern mittlerweile ganz offiziell bestätigt.

Das Studio mit Sitz in Santa Monica war bisher hauptsächlich für die Produktion von Film- sowie TV-Inhalten für die Xbox-Marke beauftragt. Aktuell noch in der Produktion befindliche Projekte sollen von dieser Entscheidung jedoch nicht beeinflusst sein. Dazu zählt beispielsweise die Live-Action-Serie »Halo: Nightfall«, die derzeit unter der Leitungs des berühmten Regisseurs Ridley Scott entsteht.

Bei den Xbox Entertainment Studios sind derzeit 175 Mitarbeiter beschäftigt, die sich jetzt eine neue Anstellung suchen müssen. Die Schließung des Studios soll laut Aussage von Microsoft innerhalb der nächsten Monate über die Bühne gehen. Ein konkreter Termin ist bisher noch nicht bekannt.

Erst vor kurzem hatten wir darüber berichtet, dass die Umstrukturierung des Unternehmens dazu führend wird, dass insgesamt bis zu 18.000 Stellen innerhalb eines Jahres gestrichen werden. Die Zusammenführung der übernommenen Teile von Nokia und Microsoft wird alleine rund 12.500 Arbeitsplätze kosten.

Windows 1.0 (1985)
Mit Windows 1.0 startete Microsoft seinen Versuch, einen grafischen Aufsatz für MS-DOS zu etablieren. Überlappende Fenster gab es aber erst ab Windows 2.0 von 1987.