Studio Ghibli : Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Königin ist eines von zwei Videospielen, an denen Studio Ghibli beteiligt war. Nun gibt es Berichte über eine Schließung des japanischen Zeichentrickfilmstudios. Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Königin ist eines von zwei Videospielen, an denen Studio Ghibli beteiligt war. Nun gibt es Berichte über eine Schließung des japanischen Zeichentrickfilmstudios.

Update (5. August 2014): Und die Gerüchteküche um Studio Ghibli brodelt weiter. Nachdem die Berichte über eine bevorstehende Schließung des Unternehmens bereits teilweise entkräftet wurden, soll das japanische Zeichentrickstudio nun Ziel einer Übernahme sein.

Wie die englischsprachige Webseite kotaku.com unter Berufung auf einen Artikel einer japanischen News-Seite berichtet, soll das Online-Entertainment-Unternehmen Dwango deutliches Interesse an einer Akquisition von Studio Ghibli zeigen. Bereits in der Vergangenheit hatte es Kooperationen zwischen den beiden Unternehmen gegeben. So arbeiten derzeit beide gemeinsam am Fernseh-Anime Ronja the Robber's Daughter und der Dwango-Chairman Nobuo Kawakami war früher für Studio Ghibli tätig.

Offiziell bestätigt wurden die auf angeblichen Insider-Berichten basierenden Gerüchte bisher aber nicht.

Ursprüngliche Meldung: Studio Ghibli ist ein unter anderem durch die Animes Prinzessin Mononoke, Chihiros Reise ins Zauberland und Das wandelnde Schloss bekanntes japanisches Zeichentrickfilmstudio, das sich zwischenzeitlich auch in der Gaming-Branche einen Namen machen konnte. Unter anderem entwickelte das Unternehmen gemeinsam mit Level-5 das Zeichentrick-Rollenspiel Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin. Und auch am 2001 in Europa veröffentlichten Jade Cocoon: Die Tamamayu-Legende war Studio Ghibli beteiligt.

In den vergangenen Tagen gab es für alle Fans des Zeichentrickfilmstudios allerdings eine unangenehme Überraschung, als im Internet Berichte über ein Interview mit einem der Firmengründer kursierten. Darin hieß es, dass Hayao Miyazaki eine baldige Schließung der Anime-Abteilung angekündigt hätte und sich Studio Ghibli in Zukunft nur noch der Verwaltung der eigenen Filmrechte widmen werde.

Die englischsprachige Webseite kotaku.com hat sich allerdings die Mühe gemacht, das fragliche Interview einmal im Detail aufzudröseln. Dabei kamen die Redakteure zu dem Schluss, dass besagte Berichte offenbar auf der Grundlage von Fehlinterpretationen und falschen Übersetzungen der Aussagen von Miyazaki getroffen wurden.

Der Ghibli-Mitgründer soll demnach nur über eine Neustrukturierung des Unternehmens sinniert und nicht etwa eine definitive Schließung der Anime-Abteilung angekündigt haben. Das könnte auf lange Sicht zwar ebenfalls bedeuten, dass Studio Ghibli keine weiteren Anime-Filme mehr produziert. Wirklich konkret scheinen diese Pläne aber immerhin noch nicht zu sein. Es dürfte also wohl noch eine Weile dauern, bis Klarheit über die Zukunft des japanischen Traditionsunternehmens herrscht.