Breeding Season : Breeding Season ist eine Art Hentai-Farming-Sexspiel - also quasi Harvest Moon mit Comic-Erotik. Trotz vieler Fans ist das Projekt nun aber am Ende. Schuld ist ein Streit zwischen den Entwicklern. Breeding Season ist eine Art Hentai-Farming-Sexspiel - also quasi Harvest Moon mit Comic-Erotik. Trotz vieler Fans ist das Projekt nun aber am Ende. Schuld ist ein Streit zwischen den Entwicklern.

Lange Zeit war das Sex-Farming-Spiel mit dem doppeldeutigen Namen Breeding Season, eine Art Harvest-Moon-Verschnitt mit Hentai-Elementen, auf Erfolgskurs: Trotz oder gerade wegen des Trash-Faktors ließen Fans und Spieler monatlich mehr als 42.000 US-Dollar an Patreon-Spenden für den Titel springen.

Jetzt hat die trashige Erfolgsgeschichte aber ein abruptes Ende gefunden: Es kam zum Zerwürfnis zwischen dem bisherigen Art-Director Vladimir Sandler, von dem ein Großteil der Grafiken im Spiel stammen, und dem Projektleiter »Harista-PipeBomb«.

Was letztlich der Auslöser des Streits war, ist unklar. Beide Seiten machen sich in Blog-Beiträgen und Stellungnahmen gegenseitig Vorwürfe.

Der Standpunkt des Projektleiters

Der Projekt-Leiter behauptet, er habe mit Sandler einen unglaublich generösen Vertrag abgeschlossen. Unter anderem wurde darin vereinbart, dass der Künstler die Rechte an seinen Zeichnungen und Grafiken behalten würde. Das war noch, bevor der finanzielle Erfolg von Breeding Season absehbar war - und wurde »Harista-PipeBomb« letztlich eigenen Angaben zufolge zum Verhängnis.

Sandler hat sich nämlich mittlerweile angeblich aus dem Staub gemacht. Mit Cloud Meadow habe sein ehemaliger Art-Director heimlich ein eigenes Projekt mit ähnlichem Inhalt wie Breed Season gestartet, so der Projektleiter. Und das bereits während eines Monats, in dem er noch ein Gehalt in Höhe von 9.000 US-Dollar aus dem Patreon-Topf für seine Arbeiten an Breeding Season erhalten habe.

Sandler sei damit dem ganzen Team in den Rücken gefallen und habe die erbärmlichste aller Optionen gewählt, um aus dem laufenden Projekt auszusteigen. Unter anderem soll der Lead-Artist auch andere Breed-Season-Künstler für die Arbeiten an Cloud Meadow eingespannt haben - und sie dabei in dem Glauben gelassen haben, es handele sich um reguläre Arbeit für Breeding Season.

Der Standpunkt des Art-Directors

Sandler sieht das naturgemäß etwas anders. Es habe Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Art und Weise gegeben, wie »Harista-PipeBomb« das Projekt geleitet habe, so der Grafiker in einem Blog-Eintrag. Wäre Breeding Season so weitergeführt worden wie bisher, wäre es niemals fertig geworden, heißt es weiter. Zumal er und die anderen Mitarbeiter teilweise 24/7 an Breeding Season gearbeitet hätten.

Gleichzeitig gibt Sandler zwar zu, dass Cloud Meadow sein Projekt ist und auf den Ideen von Breed Season basiert. Allerdings habe er sich lediglich zu diesem Schritt entschieden, um den Geist des ursprünglichen Projekts zu wahren und den Spielern irgendwann etwas handfesten anbieten zu können. Keinesfalls habe er dem ursprünglichen Projekt aus Habgier oder aus Boshaftigkeit den Rücken gekehrt.

Breed Season ist am Ende

Wer am Ende die Wahrheit sagt, bleibt offen. Allerdings bedeutet die ganze Sache auch das Ende von Breeding Season: Sandler beharrt auf seinen Rechten an den von ihm geschaffenen Grafiken und verbietet »Harista-PipeBomb« die weitere Nutzung. Die Entwicklung des Hentai-Farmer-Spiels müsste als von Grund auf neu starten - und dazu fehlen offenbar Geld und Ressourcen.

Für die Community ist das reichlich schade - und die ist nicht gerade klein. Eine Nachfrage nach einem solchen Spiel scheint immer zu bestehen: Breeding Season war das auf dem Spenden-Tracker PledgeSociety mit den zweithöchsten Spenden bedachte Projekt. Dass es mit knapp 42.000 US-Dollar Einnahmen pro Monat gescheitert ist, dürfte nicht gerade weitere Investoren oder Geldgeber anlocken.

Eine Hoffnung bleibt Fans aber vielleicht: Cloud Meadow, das neue Projekt von Sandler. Wenn es denn jemals fertiggestellt wird. Und das bisherige Breeding Season steht immerhin noch weiter zum Download bereit.