Kaum auf den Nintendo-Konsolen Wii U und Switch veröffentlicht, hat sich eine Gruppe von Programmierern daran gemacht, Zelda: Breath of the Wild auch auf dem PC ans Laufen zu bringen. Die Voraussetzungen dazu sind nicht schlecht: Bereits seit 2015 arbeitet das Team am sogenannten CEMU-Emulator, mit dem sich verschiedene Wii-U-Titel bereits am PC spielen lassen - mit wechselndem Erfolg.

Für eine Emulation des neuen Zelda-Spiels auf dem PC war die Vorarbeit also bereits geleistet. Wohl auch deshalb konnte das Team kurz nach dem Release von Zelda: Breath of the Wild am 3. März 2017 einen ersten Gameplay-Clip der emulierten PC-Fassung präsentieren.

Zu sehen ist darin die Eröffnungsszene des Spiels, allerdings kommt die Framerate nur selten über 15 Bilder pro Sekunden hinaus (trotz eines Hardware-Setups mit i7-4790K, GTX 780 und 8GB RAM) und auch von diversen Bugs berichten die Entwickler. Dennoch zeigt man sich zuversichtlich: Innerhalb einiger Monate möchte man das vollständige Spiel ans Laufen bringen.

Emulation in der rechtlichen Grauzone

CEMU gilt übrigens als geistiger Nachfolger des GameCube-Emulators Dolphin. Die Finanzierung erfolgt über Patreon - 1.857 Unterstützer zahlen hier monatlich mehr als 8.000 US-Dollar ein.

Beide Projekte haben jedoch ein offensichtliches Problem: Sie ermöglichen das Abspielen illegal vervielfältigter Nintendo-Spiele. Während die in Ansätzen erfolgreiche Emulation des neuen Zelda auf dem PC aus technischer Sicht also durchaus eine erwähnenswerte Leistung ist, sieht der Rechte-Inhaber Nintendo die Nutzung von Emulatoren naturgemäß kritisch.

Auf seiner offiziellen Webseite bezeichnet das Unternehmen Emulatoren als größte Gefahr für Videospielentwickler und ihre Markenrechte in der heutigen Zeit.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild