Windows 10 : Windows 10 unterstützt als Emoji auch den ausgestreckten Mittelfinger. Windows 10 unterstützt als Emoji auch den ausgestreckten Mittelfinger.

Zum Thema Microsoft Windows 10 ab 19 € bei Amazon.de Der ausgestreckte Mittelfinger ist vielleicht kein besonders höfliches Zeichen, dafür aber ein ausdrucksstarkes und eindeutiges Symbol. Schon im Juni 2014 wurde ein solches Symbol in den Unicode-Standard 7.0 aufgenommen, doch bislang haben alle Hersteller von Betriebssystemen dafür zurückgescheut, dieses Symbol auch in ihre mitgelieferten Zeichensätze aufzunehmen. Der Mittelfinger ist weder in Android, iOS oder OS X zu finden. Microsoft sieht dies aber anscheinend etwas anders und hat den Zeichensatz Segue UI Emoji in Windows 10 mit nicht nur mit einem, sondern gleich sechs ausgestreckten Mittelfingern in verschiedenen Hautfarben ausgestattet. Die »neutrale« Variante der Hautfarbe ist außerdem bei allen neuen Emojis nicht mehr hell, sondern grau.

Damit folgt Microsoft auch hier den Vorgaben von Unicode 7.0, die einen »nicht-menschlichen« Hautton empfehlen. Grau wirkt allerdings nicht unbedingt wie die beste Wahl. Aber auch ein helles Gelb wie bei Apple und Google wird kritisiert. Vermutlich gibt es also keine passende nicht-menschliche Hautfarbe, an der sich niemand stört. Der Mittelfinger wird ebenfalls für Kritik sorgen. »Microsoft passt sich den neuesten Unicode-Spezifikationen an, das schließt auch dieses Symbol mit ein«, so eine Sprecherin von Microsoft. Im Gegensatz zu anderen Herstellern will Microsoft diese Vorgaben weder editieren noch Symbole ausschließen, »und das im größtmöglichen Umfang«.

Hier hat Microsoft aber laut einem Bericht von Forbes wieder andere Bedenken als beispielsweise Apple. Zumindest sieht es danach aus, denn während Apple in iOS 8.3 die ebenfalls in Unicode 7.0 enthaltenen Emojis mit gleichgeschlechtlichen Paaren integriert hat, fehlen diese bislang in Windows 10. Ob Microsoft diese Emojis, die bei manchen genauso umstritten sind wie der »anstößige« Mittelfinger, noch einbauen wird, ist bislang nicht bekannt.

Quelle: Marketwatch, Forbes