Windows 8 : Während Microsoft-Chef Steve Ballmer die Verkaufszahlen von Windows 8 mit vier Millionen in wenigen Tagen gelobt hatte, meldet Windows-Experte Paul Thurrott unter Bezug auf eine vertrauenswürdige Quelle, dass die Zahlen deutlich unterhalb der Erwartungen liegen. Intern macht Microsoft dafür auch die PC-Hersteller verantwortlich und kritisiert deren halbherziges Engagement.

Laut Thurrott dürften aber auch die unsichere Wirtschaftslage und die Tatsache, dass viele Unternehmen jetzt erst auf Windows 7 umsteigen, zu geringeren Verkaufszahlen beitragen. Auch Verbraucher würden sich überlegen, ob sie wirklich einen neuen PC mit neuem Betriebssystem brauchen oder nicht stattdessen lieber ein Tablet kaufen. Das könnte im Extremfall dazu führen, dass manche Kunden dann feststellen, dass sie Windows eigentlich überhaupt nicht mehr benötigen.

Obwohl Thurrott Windows 8 mag und sich den Schritt zurück zu Windows 7 nicht vorstellen kann, vermutet er, dass viele »normale« Kunden durch die Kombination von Kacheloberfläche mit Desktop in Windows 8 und die nicht zu alten Windows-Programmen kompatible Windows RT-Version für Tablets verwirrt sein dürften. Die erfahreneren Kunden würden bei Tablets ohnehin auf die Pro-Version von Microsoft Surface warten, die aber erst im Januar 2013 veröffentlicht werden.

Das sorge wie viele andere und eigentlich vermeidbare Dinge für geringere Verkaufszahlen, da viele Interessenten erst einmal abwarten. Das erinnere an Windows Vista, wo viele Stimmen aus dem Technik-Bereich das Betriebssystem vorab schon »torpediert« und ihm damit jede Chance genommen hätten. Trotzdem hat Thurrott noch keinen Zweifel, dass Windows 8 sich besser verkaufen wird.

Xbox Live
Mit Windows 8 führt Microsoft Games for Windows Live, den alten Spiele-Explorer und Xbox Live zusammen – auch auf dem PC gibt es nun nur noch Xbox Live. Hoffentlich geht damit eine bessere Pflege des Windows-Programms als bisher einher.