Zwangsabstieg durch Windows-Zwangsupdate : Windows soll schuld am Zwangsabstieg der Paderborner Baskets sein. Windows soll schuld am Zwangsabstieg der Paderborner Baskets sein.

Windows hat sicher schon für viele Probleme gesorgt, aber Windows als angebliche Ursache für einen Zwangsabstieg aus einer hochklassigen Liga dürfte wohl ein Novum sein. Kurz vor dem Beginn eines Spiels der zweiten Basketball-Bundesliga zwischen Paderborn und Chemnitz installierte der für die Anzeigetafel und die Uhr zuständige Windows-Rechner nach einem Neustart ein Update für Windows. Der Neustart war notwendig geworden, da der Rechner abgestürzt war. Die Installation des Updates konnte anscheinend auch nicht ohne Gefahr des Datenverlustes abgebrochen werden, so dass sich der Beginn des Basketball-Spiels um rund 25 Minuten verzögerte.

Das Match der beiden im Abstiegskampf stehenden Mannschaften gewann Paderborn anschließend zwar mit 69:62, doch Chemnitz legte wegen der Verzögerung Protest gegen die Wertung ein. Die Spielordnung der Liga sieht vor, dass bei einer Verzögerung von mehr als 15 Minuten, die ein Team zu verantworten hat, das Spiel für dieses Team als verloren gewertet wird. Die Spielleitung der zweiten Basketball-Bundesliga folgte daher der Beschwerde, wertete das Spiel als 0:20 und zog den Paderbornern drei Punkte ab. Durch diesen Abzug stürzte Paderborn vom 13. auf den 15. Tabellenplatz ab und kann nun bei nur noch einem ausstehenden Saison-Spiel den Abstieg nicht mehr verhindern.

Die Kommentare auf der Webseite der Paderborn Baskets deuten allerdings darauf hin, dass es schon während der Saison immer wieder Probleme mit der Anzeigetafel gab. Damit sei Paderborn ohnehin schon gewarnt gewesen. Außerdem gibt es natürlich die Möglichkeit, Windows Updates so einzustellen, dass sie nicht unbedingt dann durchgeführt werden, wenn ein wichtiges Spiel ansteht. Die Paderborn Baskets wollen gegen den Punktabzug jedenfalls in Berufung gehen.

Quelle: Paderborn Baskets