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Apple-Historie

In 35 Jahren zur teuersten Marke der Welt

Wir blicken zurück auf 35 Jahre Apple. Dazu gehören Kultgeräte wie der iMac und natürlich das iPhone, aber auch der gigantischen Konsolen-Flop Pippin und die Geschichte, warum Microsoft Apple mit 150 Millionen-Dollar gerettet hat.

Von Daniel Raumer, Georg Wieselsberger |

Datum: 03.10.2011


Zum Thema » Firmenkriege Apple vs. Microsoft » Apple iPhone 5 Alle Gerüchte auf einen Blick » Die 5 dreistesten Apple-Tricks Wie Apple seine Kunden knebelt Apple polarisiert. Jeder – und das ist das Bemerkenswerte am Apple-Phänomen – hat eine Meinung zum Unternehmen mit dem angebissenen Apfel im Logo. Anhänger verehren die Firma fast religiös und feiern jedes Produkt ebenso frenetisch wie kritiklos. Die Gegner hingegen reagieren nicht mit Gleichgültigkeit, sondern hassen Apple direkt. Sie kritisieren hohe Preise, veraltete Hardware und die fehlende Offenheit von Soft- und Hardware. Apple-Kunden seien ihrer Meinung nach Lifestyler und Hipster mit zu viel Geld. Egal mit welcher Meinung man es hält, eines kann niemand wegdiskutieren: Den Erfolg, den das Unternehmen aus Cupertino in Kalifornien seit einigen Jahren hat.

Der Journalist Michael Moritz stellt bereits 1984 in seinem Buch »Return to the little Kingdom« fest: »Innerhalb von acht Jahren ist [Apple] aus einem Wohnzimmer zu einer Firma mit einem Jahresumsatz mit mehr als einer Milliarde US-Dollar aufgestiegen, der Aktienwert wird sogar mit 2,5 Milliarden beziffert. Es brauchte weniger Zeit als jedes andere Start-Up-Unternehmen, um die Fortune 500 (eine Liste der 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt; Anmerkung der Redaktion) zu erreichen, und die Chancen stehen hervorragend, dass Apple vor seinem zehnten Geburtstag zu den 100 wichtigsten US-Unternehmen gehört.« Heute ist Apple, 35 Jahre nach seiner Gründung, die wertvollste Marke der Welt: Die Marktforscher von Millward Brown beziffern den Markenwert im Jahr 2011 auf 153 Milliarden US-Dollar. In unsere Historie blicken wir kurz vor der offiziellen Vorstellung des neuen Smartphones Apple iPhone 5 zurück auf diese beispiellose Erfolgsgeschichte.

Apple-Historie : Der Lisa(l.) und der Macintosh werden zu Konkurrenten im eigenen Haus. Der Lisa(l.) und der Macintosh werden zu Konkurrenten im eigenen Haus.

Beginn mit Apple I und II und der Kampf zwischen Lisa und Mac

Apple-Historie : Apple-Mitgründer Steve Jobs. Apple-Mitgründer Steve Jobs. Apple wird am 1. April 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne gegründet. Noch im gleichen Jahr erscheint der Apple I, der für 666,66 US-Dollar verkauft wird und in einem selbstgebauten Holzkasten steckt. Um die 200 Stück werden verkauft. 1977 wurde Apple Computer in eine Teilhabergesellschaft umgewandelt. Wayne steigt aus der Firma aus und verkauft seinen 10-Prozent-Anteil für 800 Dollar, sechs Jahre später hätte er 1,5 Milliarden Dollar dafür bekommen. Im gleichen Jahr erscheint der Apple II. Er fördert erheblich die allgemeine Akzeptanz für Computer und richtete sich anders als andere Rechner der damaligen Zeit nicht an Nerds, Bastler und Freaks, sondern an »Normalanwender«. Der Apple II bot Farbdarstellung, BASIC-Programmierung, VisiCalc (die erste Tabellenkalkulation) und das Spiel Oregon Trail.

Mit zwei Millionen verkauften Exemplaren avanciert der Apple II zum erfolgreichsten Personal-Computer seiner Zeit. Die Steuerung des Apple II erfolgt wie bei seinem Vorgänger über die Kommandozeile noch ohne grafische Oberfläche. Steve Jobs erkennt aber 1979 bei einem Besuch bei Xerox und dem Anblick des Xerox Alto, dass dessen grafische Benutzeroberfläche (Graphical User Interface, kurz GUI) die Zukunft in Sachen Computer-Bedienung darstellen würde. Die Entwicklung einer eigenen GUI nach dem Xerox-Vorbild für das nächste Apple-Produkt Lisa beginnt umgehend.

Apple-Historie : Steve Wozniak hat heute nur noch eine formelle Beraterfunktion. Steve Wozniak hat heute nur noch eine formelle Beraterfunktion. Doch zu diesem Zeitpunkt herrscht bei Apple bereits ein interner Machtkampf zwischen Steve Jobs und dem Geschäftsführer John Sculley, den Jobs ironischerweise selbst ins Unternehmen geholt hatte. Sculley war als Marketing-Chef von Pepsi-Cola abgeworben worden, um einen Manager mit betriebswirtschaftlicher Erfahrung an die Spitze zu haben. Der Konflikt hatte zur Folge, dass Steve Jobs einem kleineren Low-Cost-Projekt zugeordnet wurde, das die Bezeichnung Macintosh (nach der Apfelsorte McIntosh) trug. Macintosh und Lisa werden zu Konkurrenten unter einem Dach, die um Ressourcen und Unterstützung innerhalb des Unternehmens konkurrieren. Beide Gruppen, die eher konservativen »Corporate Shirts« des Lisa-Teams und die rebellischen »Pirates« um Steve Jobs und das Macintosh-Team wollen ihr Produkt zuerst auf den Markt bringen, um einen Verkaufserfolg zu landen.

Das Lisa-Team gewinnt zunächst: Der Rechner erscheint 1983 als erster PC mit einer grafischen Benutzeroberfläche und Maus. Lisa – was für »Local Integrated Software Architecture« steht, vermutlich aber an die Tochter von Steve Jobs erinnern soll – wird einer der größten Flops von Apple. Aufgrund des auch für damalige Verhältnisse absurd hohen Preises von 10.000 Dollar und kaum vorhandener Software wird Lisa zum Ladenhüter.

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Avatar MarZ91
MarZ91
#1 | 03. Okt 2011, 11:20
Nieder mit Apple :D
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aForce
#2 | 03. Okt 2011, 11:26
Apple hat seine Sonderheiten, sie verstehen es sehr gut Dinge auf das nötigste und einfachste (nicht aber weniger funktionable) zu reduzieren und kommen so schlicht, einfach und dadurch auch sehr "Stylisch" rüber. Ausserdem haben sie bis dato feines Marketing betrieben, was man am heutigen "Satus/Beliebtheit/Hype" sehen kann.
Nicht unbeachtet sollte man aber die Kontrollwut und den Dreck mit den Patent-Klagen lassen, das sind unteranderem einige Gründe weschalb ich keine Apple Produkte kaufe.

Mann kann zu Aplle stehen wie man will, es bleibt eine eigentlich normale IT-Firma mit stärken und tücken...
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ninjameister
#3 | 03. Okt 2011, 11:27
Zitat von MarZ91:
Nieder mit Apple :D


Warum?
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areaS-4
#4 | 03. Okt 2011, 11:29
Bei dem Deal mit Microsoft gibt es, soweit ich das jetzt weiß, noch die Einigung, daß man sich gegenseitig nicht mehr verklagen wird.
Keine Ahnung inwieweit das stimmt. Aber schön das dieser Deal mal ins rechte Licht gerückt wird, viele glauben ja, daß Microsoft mit der Investition damals Apple gerettet hätte, dabei hat Microsoft das natürlich nicht uneigennützig und aus Nächstenliebe gemacht.
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Avatar ssimme
ssimme
#5 | 03. Okt 2011, 11:29
Völlig übertrieben und ohne eine komplett neue Erfindung würde ich so langsam meine Aktien abstoßen. Da kommt nichts mehr, was das jetzt noch überbieten kann.
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Avatar Tomdo
Tomdo
#6 | 03. Okt 2011, 11:32
Apple: überteuert + obst = Massenhype
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Avatar bleonard
bleonard
#7 | 03. Okt 2011, 11:32
Mit Apple ist es irgendwie ein bißchen wie mit Naturheilverfahren, zu beidem kann man keine emotionslos-nüchterne Meinung haben (ich kann beides nicht ausstehen).
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Avatar GODzilla
GODzilla
#8 | 03. Okt 2011, 11:33
Der Artikel hat viele RS-Fehler. Habt ihr denn niemanden der das gegenliest? Ich verstehe ja, dass News-Artikel vor allem schnell auf der Seite erscheinen müssen, aber solche mehrseitigen Artikel sollten definitiv nicht so viele Fehler aufweisen!
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Avatar Daniel Raumer
Daniel Raumer
#9 | 03. Okt 2011, 11:38
ACHTUNG!

Ich habe als Autor eine Sonderklausel für die Bezahlung: Für jeden inhaltsleeren Apple-Flame-Kommentar unter dem Artikel verdoppelt sich mein bezahlter Lohn.
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Avatar Smashmello
Smashmello
#10 | 03. Okt 2011, 11:40
sehr interessanter artikel!
ich persönlich finde die appleprodukte nicht schlecht (auch wenn ich selbst keins habe, die preise sind nunmal hoch), aber ich denke, dass sich der erfolg nur auf diesen trend stützt, dass appleprodukte cool seien.

Edit:
letztendlich sind die produkte auch super, aber apple verbindet man nunmal immer mit etwas wertvollem was nicht jeder hat. mein tower-pc kann auch die besten komponenten haben ohne dass ihn irgendwer "cool" findet. das ist ein wenig wie call of duty (das flamen mag beginnen). call of duty ist ein gutes spiel, da kann man sagen was man will. aber der erfolg beruht zum großen teil auf der tatsache, dass call of duty von der masse als "cool" oder "trendy" (*hust*) bezeichnet wird.
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