Steam Greenlight : Steam Greenlight wurde am Wochenende von einem Betrüger heimgesucht. Sein Ziel war offenbar die Verbreitung einer Malware. Steam Greenlight wurde am Wochenende von einem Betrüger heimgesucht. Sein Ziel war offenbar die Verbreitung einer Malware.

Auch Valves Indie-Plattform Steam Greenlight ist offensichtlich nicht vor Betrügern gefeit. Am vergangenen vorletzten März-Wochenende hat ein Nutzer insgesamt fünf bereits bestehende Greenlight-Projekte von anderen Entwicklern in äußerst dreister Art und Weise geklont und die Projekt-Beschreibungen um einen Link zu einer vermeintlichen Beta-Version ergänzt. Dahinter verbarg sich jedoch nicht etwa ein kostenloser Test-Client, sondern ein mit einem bekannten Virus infizierter und ansonsten nutzloser Download.

Wie die englischsprachige Webseite polygon.com berichtet, hat mindestens eines der betroffenen Entwicklerteams den Vorfall direkt an Valve gemeldet, zumindest die Nacht über jedoch noch keine Reaktion erhalten.

Zwischenzeitlich hat Steam dann immerhin die Malware-Links aus den fraglichen Klon-Projekte gelöscht - und die betrügerischen Duplikate dann später auch komplett aus dem Greenlight-Angebot entfernt.

Bei Steam Greenlight eingestellt wurden die falschen Projekte von einem Nutzer namens Bluebunny14 - der dafür offensichtlich auch noch die Aufnahmegebühr in Höhe von 100 US-Dollar pro Projekt entrichtete. Entweder ist die Virus-Verbreitung also ein durchaus lukratives Geschäft, oder der Betrüger hat mit zuvor illegal erbeuteten Kreditkarten- oder Bankdaten gearbeitet.

Valves Doug Lombardi hat sich mittlerweile bei der Community für ihre Mithilfe bedankt und versprochen, sich der weiteren Aufklärung des Falls zu widmen. Man werde weitere Schritte unternehmen, um alle in die Verbreitung der Malware-Links involvierten Personen zur Rechenschaft zu ziehen.

Unsere Galerie zeigt den Werdegang von Steam – vom Serverbrowser für Counter-Strike hin zur wichtigsten Online-Plattform für PC-Spiele. (Bild: DiglidiDudeNG, Deviantart.com)