Samstag, 20.03.2010
 
Specials - Filmkritik

Watchmen – Kinokritik

300, Zack Snyders Leinwandfassung der gleichnamigen Graphic Novel von Frank Miller, ist nur schwer zu toppen. Regisseur Snyder versucht es trotzdem mit einer monumentalen Verfilmung des Comics Watchmen. Ob er dem Stoff gerecht wird, sagen wir Ihnen in der Filmkritik.
Watchmen – Kinokritik
Watchmen – Kinokritik
Inhaltsverzeichnis
»  Einleitung
»  Der kalte Krieg im Film
»  Mehrere Ebenen
»  Lange Dialoge
»  Fazit
Weitere Themen
»  Interview mit Zack Snyder
»  Special: Die Mitglieder der Watchmen
»  Gewinnspiel
»  Trailer
Schon viele Filmemacher haben sich an einer Umsetzung von Alan Moores und Dave Gibbons‘ Comic The Watchmen die Zähne ausgebissen, unter anderem Terry Gilliam (Fear and Loathing in Las Vegas). Der fasste das Dilemma des Stoffes wie folgt zusammen: »Ich denke, es ist unmöglich, das als Film zu machen, solange man es nicht dreieinhalb Stunden in die Länge zieht.« Was Gilliam nicht gelungen ist, hat 300-Macher Zack Snyder geschafft. Ab dem 5. März ist das Ergebnis im Kino zu sehen. Lang ist es trotzdem geworden: Der Streifen hat eine Laufzeit von 162 Minuten. Wenn Hollywood-Produzenten eine derartige Überlänge zulassen, muss eigentlich etwas Großartiges dahinterstecken. Watchmen gilt als eines der ambitioniertesten Comic-Literatur-Werke der letzten 30 Jahre. Unter anderem erhielt es als einzige Graphic Novel jemals den Science-Fiction-Literaturpreis Hugo-Award.

Der kalte Krieg im Film

Für Nite Owl II und Silk Spectre II kommt ein zweiter Frühling.Für Nite Owl II und Silk Spectre II kommt ein zweiter Frühling. Als die Watchmen-Serie 1986 erstmals bei DC Comics in den USA erschien, traf die Geschichte den Nerv der Zeit, denn der kalte Krieg war noch nicht zu Ende und die Gefahr eines Atomkrieges schien nach wie vor präsent. Hintergrund der Handlung ist ein fiktives Amerika: Richard Nixon wurde gerade zum dritten Mal als Präsident wiedergewählt. Der spektakulärste Erfolg während seiner Präsidentschaft ist der Sieg im Vietnamkrieg mit Hilfe des mutierten Superhelden Dr. Manhattan. Doch der Glanz des Sieges ist mittlerweile abgeblättert; der Menschheit droht ein Atomkrieg. Es scheint, als ob alleine Dr. Manhattans enormes Drohpotenzial die Sowjetunion davon abhält, die Erde mit einer Katastrophe zu überziehen. Manhattan ist weltweit der einzige Superheld mit übermenschlichen Kräften.
Dr. Manhattan ist der einzig wahre Übermensch.Dr. Manhattan ist der einzig wahre Übermensch. Es gibt aber eine Truppe maskierter Rächer, die Watchmen, die als Heldentrupp mit Hilfe von Technik und körperlichem Training in den Fünfzigern zu Ruhm gekommen waren. Die zweite Generation des Teams musste später damit zurechtkommen, dass Selbstjustiz ein Straftatbestand wurde. Der Film startet Jahre später: Der Comedian, ein Mitglied der Watchmen (gespielt von Jeffrey Dean Morgan, P.S. Ich liebe dich), wird in seiner Wohnung ermordet. Sein Kollege Rorschach (Jackie Earle Haley, Little Children) glaubt nicht an einen Unfall und übernimmt im Stile eines Detektives die Ermittlungen.
Eine Art Batmobil gibt es in Watchmen auch.Eine Art Batmobil gibt es in Watchmen auch. Eine konventionelle Handlungsführung sollte man bei Watchmen nicht erwarten. So verfolgt der Film die Erlebnisse von sieben Mitgliedern der Rächertruppe. Einen Hauptdarsteller im herkömmlichen Sinne gibt es nicht, ebensowenig eine einheitliche Gruppe. So sieht man selten mehr als drei Watchmen gleichzeitig auf der Leinwand. Regisseur Snyder setzt dabei auf die Struktur des Comics: Fast episodenhaft begleitet er Einzelschicksale und beleuchtet Ereignisse aus der Vergangenheit. Der Streifen fordert den Zuschauer mit seinem komplexen Handlungsgeflecht enorm. Doch wer sich darauf einlässt, wird mit einem erwachsenen Superheldenstück belohnt, gegen das selbst Batman - The Dark Knight wie seichtes Popcorn-Kino wirkt.
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Avatar BullDozer
BullDozer
#1 | 03. Mar 2009, 16:39
werd ich auf jeden fall anschauen
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Avatar Hypnotize
Hypnotize
#2 | 03. Mar 2009, 16:53
Der wird angeschaut :)
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Avatar Leberle
Leberle
#3 | 03. Mar 2009, 17:03
Hab den Comic erst vor kurzem gelesen und als ich den Trailer gesehen habe, hat es mich schon gewundert, dass ich wirklich jede Szene 1:1 aus dem comic kenne. Bin sehr gespannt!

Was ich immernoch schade finde: Das WANTED! nicht 1:1 verfilmt wurde. Aber dann wär er wohl in deutschland indiziert worden ^^
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Avatar elskeleto
elskeleto
#4 | 03. Mar 2009, 17:05
Freu mich auf dem Film!!!!!!!!
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Avatar handreas
handreas
#5 | 03. Mar 2009, 17:08
So wie Alan Moore bin ich der Meinung das noch jede Verfilmung seiner Comics nicht entfernt der Vorlage gerecht werden konnte.
Warum sollte es in diesem Fall anders sein?
Auch wenn er Film gute Unterhaltung bieten sollte, wäre es schön gewesen wenn der Watchmen-Fan Zack Snyder aus Respekt die Finger weggelassen hätte.
Lest den Comic!
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Avatar frostbound
frostbound
#6 | 03. Mar 2009, 17:13
Hört sich gut an! Werd ich bestimmt für ins Kino gehen.
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Avatar UnLimiTeD
UnLimiTeD
#7 | 03. Mar 2009, 17:43
Ich bin immer noch der meinung, Filmkritiken gehören hier nicht hin...
Na was solls
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Avatar Voxel
Voxel
#8 | 03. Mar 2009, 17:53
Der Film wird dem Comic schonmal nicht gerecht, Alan Moore hat jedes Recht der Welt sich über diese Verstümmelung von Kunst zu beschweren.
Schon allein, dass das Ende neugeschrieben wurde zeigt, dass man von einem Film der aus Hollywood kommt keine Sinnvolle Aussage erwarten kann.
Das Comic entspricht nicht den Vorstellungen, die die meisten Menschen von einer "guten" Geschichte haben bzw. ist es nicht das was sie hören wollen... so eine Vorlage kann man in Hollywood nunmal nicht umsetzen. Wenn es trotzdem gemacht wird steckt Geldgier oder Dummheit dahinter.
Am deutlichsten wird es dann wohl wenn man sich anguckt was für ein Zielpublikum das Comic hat und für wen der Film gemacht wird.

Und 300 war vielleicht ein Visueller Orgasmus, als Gesamtwerk aber reinster Schund.
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Avatar ethnix
ethnix
#9 | 03. Mar 2009, 17:59
heutzutage ist ein Film, der nicht nach Hollywood-FF funktioniert und immer zwangsweise gute Enden mitbringen muss (ja is eine neuen Hollywood-Doktrin), fast schon immer gut, nur weil er endlich mal wieder anders ist ^^.

Nichtsdestotrotz ist dieser Film einfach wunderbar. Lange Dialoge? Eigentlich sind die nicht lang, man ist nur an dieses ständige Peng, Peng, Reizüberflutung Kino gewöhnt.
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Avatar NoProff
NoProff
#10 | 03. Mar 2009, 18:05
Tery Gilliam hätte das wohl schon drehen können, aber das Studio hätte wohl den Film abgeändert und zurechtgestutzt, oder das Projekt wäre einer Pleiten-, Pech- und Pannenserie zum Opfer gefallen. :ugly:
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Steckbrief
Publisher:
Warner Bros.
Entwickler:
Deadline Games
Genre:
Action
Release:
05.03.2009
PC | PS3 | Xbox360
25 User
werten
58
Critify
Wertung
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Was ist Ihrer Meinung nach der Hauptgrund, weshalb Adventures heutzutage nicht mehr die Popularität wie vor etwa 10 bis 15 Jahren haben?
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