Zum Thema » Interview mit Jason Statham »Ich bin lieber der, der austeilt« » Filmkritiken auf GameStar.de Unser Kanal zu aktuellen Kinofilmen » Die Kino-Highlights Unsere Blockbuster-Vorschau Dass Jason Statham mühelos und im Alleingang durch einen Actionfilm führen kann, hat der geradlinige Brite ja bereits zu Hauf bewiesen. Zuletzt in den Filmen Safe und The Mechanic. Und The Expendables nicht zu vergessen, wo er sich durchaus mit alteingesessenen Action-Ikonen wie Schwarzenegger und Stallone messen kann. Da würde sich der wahre Cineast vielleicht auch mal eine völlig andere Rolle von dem Muskelpaket wünschen.

Doch Statham ist wohl vieles, aber eher nicht besonders vielseitig. Macht vielleicht auch gar nichts, denn der Spaß am 08/15-Kino basiert schließlich selten auf schauspielerischer Höchstleistung - und die gibt's hier sicher nicht, auch nicht von Sängerin und Co-Star Jennifer Lopez.

Die Story

Parker (Jason Statham) ist zwar ein professioneller Dieb, wahrt aber strenge Prinzipien. Ganz nach dem Vorbild von Robin Hood, bestiehlt er generell nur die, die sowieso zuviel haben und will eigentlich niemandem etwas Böses. Vorausgesetzt er hat es nicht verdient, natürlich. Denn wenn man Parker krumm kommt, kann der auch anders und wird, wenn nötig, auch mal zum eiskalten Killer.

Parker
Eine Liebesszene gibt es nicht, aber ihre Klamotten muss JLo trotzdem fallen lassen.

Bei seinem letzten Coup wurden wieder Millionen erbeutet, aber als sein Komplize (Michael Chiklis) ihm kurzerhand vorschlägt, dass man das Geld ja auch für den nächsten Einsatz verwenden könnte, lehnt Parker ab. Das kommt nicht gut an und Parker fängt sich eine Kugel. Vermeintlich tot wird der Dieb am Straßenrand zurückgelassen.

Aber so schnell ist Parker nicht erledigt und wenn er wütend ist, haben seine Gegner auch nicht mehr viel zu lachen. Also macht er sich auf nach Florida, und schwört Rache. Dort bekommt er unverhoffte Unterstützung von Immobilienmaklerin Leslie (Jennifer Lopez), die ihrerseits vom Leben gelangweilt ist und ein bisschen Cash ganz gut gebrauchen könnte.

Vom Page-Turner zum Action-Kracher

Dass Parker auf einer mehr oder weniger erfolgreichen Romanreihe basiert, sieht man dem Streifen zunächst mal nicht an. Doch Donald E. Westlake verfasste von 1962 bis 2008 tatsächlich ganze 24 Bücher über seinen Helden, die er unter dem Pseudonym Richard Stark veröffentlichte. Diverse Regisseure und Hollywoodgrößen wie Mel Gibson, der Westlakes Figur in Payback verkörperte, haben sich bereits an dem Stoff versucht und die Geschichten des Meisterdiebes auf die Leinwand gebracht.

Den Namen Parker durfte allerdings noch niemand tragen, die Figur musste immer umbenannt werden. Herr Westlake wollte nämlich auf Nummer sicher gehen und ließ vertraglich festlegen, dass es einen echten Parker nur gibt, wenn man ihm gleich mehrere Fortsetzungen der Reihe zusichert. Und ein Statham hat bekanntlich nichts gegen Sequels! Auch, wenn er sich im Interview bescheiden gibt und sagt, dass das natürlich letzten Endes vom Publikum entschieden wird.

Doch siehe da: Regisseur Taylor Hackford hat mit Statham tatsächlich den Nerv der Parker-Bücher getroffen. Während andere Filmemacher sich daran versuchten, mehr aus dem Stoff rauszuholen als er wirklich bietet, beschränkt sich Hackford auf das, was in Westlakes Büchern wirklich zählt: Action pur und ein wahrer Sinn nach Rache.