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Legendäres Spielemagzin PC Player - Die Mutter der GameStar

Mit Super VGA, 486er-Power und CD-ROM in die multimediale Zukunft: Der MS-DOS-PC wird in den frühen Neunzigern zur führenden Spiele-Plattform in Deutschland und löst einen Zeitschriften-Boom aus. Die schwierigste Geburt erlebt ein Magazin, das dann 1997 viel Redaktions-DNA bei der Gründung von GameStar beitragen wird: PC Player war der Traum zweier verspielter Dickköpfe, der um ein Haar an Verlagsintrigen gescheitert wäre. Heinrich Lenhardt kramt in Erinnerungen und alten Dateien, um uns (mit Doublespeed-Geschwindigkeit) in die Pionierzeit der PC-Spielehefte zu entführen.

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PC Player wird am 15. September 1992 bei einer Pizza gerettet, in einem italienischen Restaurant im beschaulichen Münchner Stadtteil Trudering. Boris Schneider und ich haben uns mehr oder weniger damit abgefunden, dass unsere geplante PC-Spielezeitschrift sterben muss.

An der ist zwar schon gut einen Monat lang geschrieben und layoutet worden, mit dem Microprose-Rollenspiel Darklands steht sogar das Titelthema für die geplante Erstausgabe 10/1992. Aber dann führen verlegerische Intrigen im Großraum Nürnberg zum Abwürgen des Magazins, bevor es an die Kioske kommt.

Gerettet werden wir von Michael Scharfenberger: »Scharfi« war schon zu Power-Play-Zeiten unser Chef und hat sich inzwischen eigentlich aus der Medienbranche verabschiedet. Bis sich im Sommer 1992 herumspricht, dass er als Geschäftsführer bei der »Daten- und Medienverlagsgesellschaft« DMV anfängt, die vor allem durch die PC-Zeitschrift DOS aufgefallen ist - aber noch kein Spielemagazin im Angebot hat.

Michael Scharfenberger gab im September 1994 PC Player ein Zuhause beim DMV-Verlag. Heute erinnert sich »Scharfi« ganz entspannt: »Da war ein Markt, das wusste ich – mehr aber auch nicht! Wenn es gelingt, mit einer Spiele-Testzeitschrift wirtschaftlich erfolgreich zu sein, dann nur mit einem besonderen Team. Die erste Investition betrug damals zwei Pizzen und zwei Softdrinks – nicht zu viel für den darauffolgenden Erfolg.« Michael Scharfenberger gab im September 1994 PC Player ein Zuhause beim DMV-Verlag. Heute erinnert sich »Scharfi« ganz entspannt: »Da war ein Markt, das wusste ich – mehr aber auch nicht! Wenn es gelingt, mit einer Spiele-Testzeitschrift wirtschaftlich erfolgreich zu sein, dann nur mit einem besonderen Team. Die erste Investition betrug damals zwei Pizzen und zwei Softdrinks – nicht zu viel für den darauffolgenden Erfolg.«

Man kennt sich, man trifft sich, man bestellt mittelmeerische Teigfladen und redet über dieses verwaiste Heft namens PC Player. So kommt eins zum anderen und PC Player schließlich am 26. November 1992 als DMV-Publikation auf die Welt, in den Messehallen der World of Commodore in Frankfurt packten Boris und ich druckfrische Exemplare der Erstausgabe 1/1993 aus.

Es ist das unverhoffte Happy-End für eine mit viel Liebe und Leidenschaft ausgeheckte Magazinidee, von der wir felsenfest überzeugt waren. Denn das Spielen am PC ist in den frühen Neunzigern mit so vielen technischen Tücken und frustrierenden Fallstricken verbunden, dass sich eine Beratungszeitschrift speziell für Spieler geradezu aufdrängt.

Spielen in der »Steinzeit«: Zehn Dinge, die moderne Spieler gar nicht mehr kennen

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Boot-Disketten und Treiber-Terror

Wenn PC-Spieler heute von der »Früher war alles besser«-Stimmung befallen werden, dann kann man diese Melancholie rasch durch Hinweise auf die DOS-Steinzeit kurieren, in der es weder DirectX noch Online-Updates gab. In der durch wagemutiges Editieren von Dateien mit furchteinflößenden Namen wie CONFIG.SYS Boot-Disketten konfiguriert werden, um noch ein paar Extrabytes im Speicher freizumachen.

Man muss schon hartgesotten sein, um den Kampf mit HIMEM und VESA aufzunehmen, aber das ist es wert. Der DOS-PC steigt zur neuen Plattform für Highend-Spiele auf, die ihren Kunden neben finanziellen Opfern halt auch einiges an Nervenstärke abverlangt. Deshalb soll PC Player nicht nur neue Spiele testen, sondern auch technisch minderbegabten Anwendern (Leuten wie mir) Rat und Tat von Kennern (Leuten wie Boris) spenden.

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