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Special: Cel-Shading-Spiele

Die Technik erklärt, die Spiele vorgestellt

Mit dem Ego-Shooter Borderlands reiht sich ein weiterer Titel in die überschaubare Liste der Cel-Shading Spiele. Doch was bedeutet Cel-Shading überhaupt und wie funktioniert die Comic-Grafik? Wir stellen die Technik und die wichtigsten PC-Spiele vor, die den Effekt nutzen.

Von GameStar Redaktion |

Datum: 01.11.2009


Auf dem PC sind Sie Mangelware, Konsolenspieler laufen ihnen etwas regelmäßiger über den Weg. Die Rede ist von Spielen, die mit dem so genannten Cel-Shading eine comichafte Grafik erzeugen. Dabei bleiben die Texturen bewusst grobflächig und Gegenständen oder Figuren stechen mit dicken, schwarzen Außenkanten deutlich aus der Umgebung hervor. Der Endzeit-Ego-Shooter Borderlands ist das jüngste Spiel, bei dem dieser Look zum Einsatz kommt.

Aus gegebenen Anlass haben wir im GameStar-Archiv gewühlt und PC-Spiele herausgekramt, die Cel-Shading verwenden. Auf den folgenden Seiten finden Sie Beschreibungen und Bilder zu jedem Spielen. Außerdem gibt es im Spielprofil einen Kurzclip mit In-Game-Szenen zum jeweiligen Titel. Die Spielprofile erreichen Sie wie überall auf GameStar.de mit einem Klick auf die blau hervorgehobenen Spielenamen oder über den Steckbrief in der rechten Spalte.

Cel-Shading – so funktionierts

Um die Funktionsweise von Cel-Shading zu erläutern, nehmen wir zuerst den Begriff an sich auseinander. Oft wird »Cel« mit dem englischen Wort für die Zelle (»Cell«) verwechselt. »Cel« hat damit aber nichts zu tun, sondern ist die Kurzform für die Kunststoffverbindung Zelluloid (Englisch: »celluloid«).

Cel-Shading-Spiele : Links sehen Sie konventionelles Shading, rechts die selbe Figur mit Cel Shading Links sehen Sie konventionelles Shading, rechts die selbe Figur mit Cel Shading Der Begriff »Cel« enstand in der Frühzeit der Trickfilme. Durch die Transparenz konnten die Zeichner das Zelluloid auf den statischen Hintergrund einer Szene legen und eine Animationsphase zeichnen. Dann legten sie ein weiteres Stück Zelluloid obenauf und fuhren auf diese Weise fort. »Shading« wird korrekt mit »Schattieren« übersetzt, also dem Erzeugen von Licht und Schatten beim Zeichnen. Gleichzeitig heißen die Rechenwerke von Grafikkarten seit DirectX 8 »Shader«. In diesem Kontext versteht man Shader auch als ein Software-Programm, dass auf der Grafikkarte läuft.

Mit Cel-Shading lässt sich in der 3D-Computergrafik der Eindruck eines handgezeichneten Trickfilms erzeigen. Die besondere Herausforderung liegt in der Vereinfachung der Beleuchtung sowie beim Zeichen der typischen schwarzen Konturlinien.

Normale gerenderte Spiele arbeiten bei der Beleuchtung heutzutage mit »Per-Pixel-Lighting«, berechnen also für jeden Pixel einer Textur in Abhängigkeit von der Lichtquelle den korrekten Farbwert. Bei Cel-Shading werden größere Bereiche einer Textur zusammengefasst, um die sonst weichen Übergänge zwischen Licht und Schatten zu vermeiden und den typischen, gröberen Comic-Look mit nur wenigen Abstufungen zwischen Licht und Schatten zu erreichen. Das ist neben den meist weniger aufwändigen Texturen auch der Grund, warum viele Cel-Shading-Spiele niedrigere Hardware-Anforderungen haben als auf Realismus getrimmte Titel.

So entsteht Cel-Shading

Cel-Shading-Spiele : Hier wurde die Szene bereits von Cel-Shader schattiert. Nur die schwarzen Konturlinien fehlen noch.

Schritt 1
Hier wurde die Szene bereits von Cel-Shader schattiert. Nur die schwarzen Konturlinien fehlen noch.

Bei den Konturlinien kommt es darauf an, sauber zu erkennen, welche Objektkanten umrandet werden sollen und welche nicht. Wenn die Programmierer zum Beispiel einfach die Polygonkanten dafür nutzen würden, sähe Bart Simpson in The Simpsons Game eher aus wie ein Drahtgittermodell denn wie eine Comic-Figur. Die unterstehende Bildergalerie zeigt eines der möglichen Verfahren zur Berechnung der Konturlinien - in diesem Fall als Post-Processing-Effekt realisiert.

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die wichtigsten Cel-Shading-Spiele für PC vor.

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Avatar Antimuffin
Antimuffin
#1 | 01. Nov 2009, 11:16
Danke für diesen schönen Überblick über Cel-Shading-Spiele.

Ach XIII, was waren das für Zeiten, ein so tolles Spiel, aber kein Nachfolger >.<
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Avatar Andy83
Andy83
#2 | 01. Nov 2009, 11:23
Zitat von News:
Trotzdem kann man Team Fortress 2 und Battlefield Heroes im weitesten Sinne in die Kategorie Cel-Shading-Spiele zählen. Denn im Alltagsgebrauch definieren sich diese Titel eher über ihren markanten Comic-Look, als über die tatsächlichen technischen Details.

Nein, kann man nicht. Ob ein Spiel cel-shaded ist oder nicht, entscheidet sich tatsächlich ausschließlich daran, ob ein Spiel Cel-Shading nutzt oder ob es das nicht tut. Was kommt als nächstes? Sagen wir in Zukunft, dass ein Spiel automatisch DirectX 11 nutzt, sobald es gut aussieht, ganz egal ob es das tatsächlich tut? Behaupten wir einfach irgendein Titel nutzt PhysX, nur weil die Physik in dem Spiel gut umgesetzt wurde?

Ob ein Spiel eine bestimmte Technik nutzt definiert sich nunmal über den Einsatz dieser bestimmten Technik und über sonst nichts. Und für alle die es genau wissen wollen, wie der Comic-Look bei Team Fortress 2 entsteht: http://www.hlportal.de/?sec=tf2&site=tech
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Avatar PbVeritas
PbVeritas
#3 | 01. Nov 2009, 11:30
Es kommt sehr darauf an. Wenn das Cel-Shading detailiert aussieht so wie bei Prince of Persia oder Borderlands, siehts toll aus, aber wenns wirklich so comic-artig ist wie bei XIII kann ich mich einfach nicht damit anfreunden
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Avatar Shino tenshi
Shino tenshi
#4 | 01. Nov 2009, 11:33
Wurde von Borderlands nicht mehrfach beteuert, dass sie keinen Cel-Shader, sondern komplett von Hand gezeichnete Texturen benutzen?
Und dann nur die Ränder drumrum gelegt haben?
(Dafür braucht man dann keinen Shader, das geht sogar in HL1)

Die Schatten sehen nämlich in Borderlands auch nicht so ganz nach CS aus. ^^
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Avatar Shino tenshi
Shino tenshi
#5 | 01. Nov 2009, 11:34
*Wurde von GERABOX*
Sorry. =D
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Avatar Rupert_The_Bear
Rupert_The_Bear
#6 | 01. Nov 2009, 11:45
Oh man bei manchen dieser Spiele werden Erinnerungen wach...z.B. Dragon's Lair und XIII.
XIII krieg ich unter Vista leider nicht mehr zum Laufen, sonst würde ich das immer noch daddeln, man was fürn klasse Spiel.

P.S. danke für die Übersicht und die Erklärungen, ist echt ein schöner Bericht. ^^
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Avatar Freacore
Freacore
#7 | 01. Nov 2009, 11:51
Als ich das Bild von XIII gesehen habe, dachte ich schon, es wurde ein Nachfolger angekündigt.
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Avatar !D@ PROphet!
!D@ PROphet!
#8 | 01. Nov 2009, 11:58
Ich hoffe stark, dass sich aus Cell-Shading kein Trend entwickelt, denn ich persönlich find's unglaublich hässlich.
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Avatar Boncha
Boncha
#9 | 01. Nov 2009, 12:33
Zitat von !D@ PROphet!:
Ich hoffe stark, dass sich aus Cell-Shading kein Trend entwickelt, denn ich persönlich find's unglaublich hässlich.


Dito. Das is wie bei NFS: Undercover.
Einfach mal nen Blur Effekt über die alte Technik gelegt.
Hauptsache man sieht nur noch verwaschene Texture...

Cell-Shading ist das Gegenbeispiel.
Nen "tollen" Comic look drübergelegt. Sieht neu aus. Man spart entwicklungskosten.
Was will man mehr?

Gammelfleisch ist auch nichts anderes als eine alte Engine neu aufgelegt
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Avatar Black Baron
Black Baron
#10 | 01. Nov 2009, 12:40
Cell-Shading mag ganz nett bei Jump&Runs oder ähnlich comichaften Spielen sein, aber bei XIII hab ich mich schon gefragt: Warum? Mir gefiel die Optik überhaupt nicht. Und an sich finde ich die Technik auch unsauber. Fehler fallen da viel mehr auf. Ich denke es hat wohl seinen Grund, warum so wenig Cell-Shading-Spiele Erfolg haben und warum auch so wenig mit dieser Technik entwickelt werden. Als ich die ersten paar Screenshots von Borderlands sah entfleuchte mir ein spontanes "Wähhhhhhh!" und der Titel war für mich sofort abgehakt ohne irgendwelche Tests dazu zu lesen. Wenn ein Spiel so aussieht mag ich es gar nicht anfassen, egal wie toll das Gameplay sein mag. Ich würde nicht mal Dragon Age anfassen wenn es eine Cell-Shading-Engine hätte, wurscht wie viel Baldur's Gate da drin steckt.

Grafik ist nicht absolut alles für mich, aber das Auge isst schon mit, wie man so schön sagt. Und wenn etwas absolut unappetitlich für mich aussieht, dann esse ich es auch nicht.
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