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Special: Gunnar Lotts Jubiläumsrückblick

»PC GameStar«

Gunnar Lott war nahezu alles bei GameStar (außer irgendwas mit Hardware und Videos), heute ist er Communications Director bei flaregames. Er erinnert sich unter anderem an irrwitzige Namensänderungsideen.

Von Gunnar Lott |

Datum: 01.09.2012


Gunnar Lotts Jubiläumsrückblick : Gunnar Lott in jüngeren Jahren bei der GameStar. Gunnar Lott in jüngeren Jahren bei der GameStar. Zum Thema » 15 Jahre GameStar Tops, Flops, Videos und Meinungen GameStar. Ich fand ja immer, dass das ein alberner Name ist. Immerhin konnten alle drei Chefredakteure, die im Laufe der Zeit ans Ruder kamen, dem Drängen der Firmenleitung widerstehen, das Heft in »PC GameStar« umzubenennen. Lachen Sie nicht, der Wunsch wurde immer wieder ernsthaft vorgebracht, mal mit halbironischer Distanz (»Sie machen das ja eh nicht, dabei wäre es doch sinnvoll, oder?«), mal mit dezentem Druck (»Sie sollen darüber jetzt mal ernsthaft nachdenken, der Vertrieb denkt das auch«). Das Ziel der Übung war, in Marktforschungsstudien leichter als Spieleheft erkannt zu werden.

Gunnar Lotts Jubiläumsrückblick : Gunnar lebt und arbeitet nun im beschaulichen Karlsruhe. Gunnar lebt und arbeitet nun im beschaulichen Karlsruhe. Naja, Schwamm drüber. Der Name GameStar, albern oder brillant, ist ein Name, der im Laufe der 15 Jahre bis zum jetzigen Jubliäum zu Weltgeltung gekommen ist. Ich hatte, als Redakteur, Chef vom Dienst, Chefredakteur und Online-Verantwortlicher die wunderbare Gelegenheit, meinen Teil zum Gelingen des Projektes beizutragen. Ich habe im Auftrag der GameStar mit Peter Molyneux gefachsimpelt und mit Dr. Christian Pfeiffer gestritten. Mit John Romero gespielt und auf Kongressen und Symposien mit Politikern diskutiert. Ich wurde in der Tagesschau interviewt und im Spiegel zitiert und habe immer und überall den Blickwinkel der Computerspieler zu vertreten versucht.

Denn auch wenn GameStar in erster Linie eine Zeitschrift und damit ein kommerzielles Produkt ist, war es doch immer unser Anliegen, Anwalt und Sprachrohr der Spielerschaft zu sein: Im Kampf um die Indizierung von Counter-Strike oder im Diskurs mit dem ZDF über deren verurteilende Berichterstattung haben wir Stellung bezogen und auch Wirkungstreffer erzielt. Ich denke, wir haben ein bisschen dazu beigetragen, unser aller Hobby auch bei denen akzeptierter zu machen, die es zu Beginn stark abgelehnt haben.

Auf die nächsten 15 Jahre, mindestens. Egal, ob GameStar im Jahr 2027 ein Heft, eine Webseite, eine App oder ein Stream in meinem im Arm implantierten News-Chip ist.

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Avatar Gman2448
Gman2448
#1 | 01. Sep 2012, 16:56
"GameStar. Ich fand ja immer, dass das ein alberner Name ist. Immerhin konnten alle drei Chefredakteure, die im Laufe der Zeit ans Ruder kamen, dem Drängen der Firmenleitung widerstehen, das Heft in »PC GameStar« umzubenennen."

Damit wäre auch geklärt warum Gunnar zwischenzeitlich zum Chefredakteur von Gamepro geworden ist.

Was die Marketingabteilung an "Game" im Bezug auf Spielemagazin nicht verstanden hat sei mal dahingestellt...

Seine damaligen Streitereien mit USK, Dr. Pfeiffe (oder so ähnlich), den Hanswursten von Frontal bleiben unvergessen.
Vorbildlich fand ich damals die Berichterstattung und den Einsatzwillen sich solchen "mächtigen Mediengegnern" in den Weg zu stellen.
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Avatar Tamasuke
Tamasuke
#2 | 01. Sep 2012, 16:57
Achja, gute alte Zeiten ohne Internet (bzw. ohne großer Verbreitung dessen).

Man las mit Spannung die Review zu Diablo II (damals las man diese wirklich noch XD), ohne sich hunderte Meinungen von anderen Spielern antun zu müssen. Klar man muss diese nicht lesen, aber sein wir ehrlich, man rutscht oftmals bzw. immer und recht schnell automatisch in die Kommentarsektion ab. Jedenfalls kann ich da von mir sprechen.

Was doch einfach ab und an auf dauer echt anstrengend sein kann.
Jeder will es besser meinen und wissen, und besser als der Redakteur. Da tun mir oftmals die Redakteure von heute leid.


Die damaligen GS Redakteure hatten in dem Punkte eine leicht unbefangendere Arbeitssituation.
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Avatar Knalltuete_GER
Knalltuete_GER
#3 | 01. Sep 2012, 17:02
unsachlich aber : meine Güte... Gunnar hat zugenommen im Laufe der Jahre.
Wohlstand?^^
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Avatar RD.SQUIRREL
RD.SQUIRREL
#4 | 01. Sep 2012, 18:10
Witzig, aber das mit dem "PC" vorne dran habe ich mir auch immer wieder erwünscht.

Jedes andere PC-Spielemagazin hatte es. Wieso die GS nicht? Lange ist sie mir dadurch auch garnicht aufgefallen. Da ich zu ihrem Erscheinen primär am PC spielte, und unser Supermarkt (aufgrund des fehlenden "PC") die Zeitschrift immer bei den Konsolenmagazinen einsortierte, entging sie mir fast ein komplettes Jahr. ;-)

Der Name ansich ist aber eigentlich auch das Einzige, was mir an dem Magazin seit Entstehung überhaupt nicht gefällt - bis heute nicht. Spiele-Stern...
Dann doch besser Spiegel statt Stern, ist ja im politischen "Genre" auch so. ;-)

Aber hey: Mag der Name mir auch garnicht gefallen - der Rest ist, wenn auch mittlerweile rein digital, das, was ich mir von einem Spielemagazin wünsche.

...und das mit der im Arm implantierten App? Ich wäre sofort dabei. :-)
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Avatar Reneyvan
Reneyvan
#5 | 01. Sep 2012, 18:49
Zitat von Tamasuke:
Achja, gute alte Zeiten ohne Internet (bzw. ohne großer Verbreitung dessen).

Man las mit Spannung die Review zu Diablo II (damals las man diese wirklich noch XD), ohne sich hunderte Meinungen von anderen Spielern antun zu müssen. [...]


Nicht nur das, man erhielt neue Infos auch eigentlich nur über die entsprechenden Magazine. Heutzutage wird man oft schon bis zu 2 Jahre vorher mit Informationen geradezu erschlagen. Das nimmt den jeweiligen Releases schon einiges an Spannung, imo.
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Avatar WotansZorn
WotansZorn
#6 | 01. Sep 2012, 18:59
Zitat von Knalltuete_GER:
unsachlich aber : meine Güte... Gunnar hat zugenommen im Laufe der Jahre.
Wohlstand?^^

Wo hat er denn bitte zugenommen? Er ist älter geworden. *TischKopf*...
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Avatar Cremigerbaer
Cremigerbaer
#7 | 01. Sep 2012, 20:01
"Gamestar"
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Avatar Odradek
Odradek
#8 | 01. Sep 2012, 20:25
"Gunnar lebt und arbeitet nun im beschaulichen Karlsruhe." Oho? In Deutschlands heimlicher Hauptstadt? Was hat dich/ihn denn in die Gegend gezogen bzw. wo wird nun gearbeitet? Da ich selbst aus der Ecke komme und so...
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Avatar zeRo4
zeRo4
#9 | 01. Sep 2012, 21:12
Zitat von Odradek:
"Gunnar lebt und arbeitet nun im beschaulichen Karlsruhe." Oho? In Deutschlands heimlicher Hauptstadt? Was hat dich/ihn denn in die Gegend gezogen bzw. wo wird nun gearbeitet? Da ich selbst aus der Ecke komme und so...

Gunnar arbeitet als Communications Director bei flaregames
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Avatar Thomas95
Thomas95
#10 | 01. Sep 2012, 22:08
Zum Thema CounterStrike, bei den Redaktionsfolgen waren seine Granaten ja auch mit Vorsicht zu genießen :D
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