Zum Thema » Aliens: Colonial Marines E3 2011-Extended Trailer » Aliens vs. Predator Test zur letzten Alien-Splatterei Aliens: Colonial Marines ab 3,56 € bei Amazon.de Leuchtstoff-Röhren flackern in der Dunkelheit. Unheimliche Schatten tanzen auf dem Eisenrumpf des angeblich verlassenen Raumschiffes Solaco, während verrostete Stahlrohre unter dem Luftdruck vor sich hinstöhnen. Obwohl noch kein Alien in Sichtweite ist, entsteht der Horror bereits im Kopf. Jedes offene Rohr, jede Unebenheit an der Decke und jeder dunkle Fleck wird genauestens unter die Lupe genommen. Schon die Preview-Version von Aliens: Colonial Marines lehrt uns das Gruseln, wie es zuletzt nur Dead Space 2 vermochte.

Bereits 2006 gab es erste Gerüchte um das Spiel, die offizielle Ankündigung folgte 2008. Auf der diesjährigen E3 haben Sega und Gearbox nun endlich mehr zum Ego-Shooter gezeigt. Mit vielen aus den Kinofilmen übernommenen Details wollen die Entwickler ein Spiel für waschechte Alien-Fans schaffen. Syd Mead, der für einige der wegweisenden Designs in James Camerons Aliens: Die Rückkehr (1986) verantwortlich war, half bekannte Schauplätze wie die U.S.S Sulaco oder das Siedlerdorf Hadley´s Hope genau nachzubilden. Zusammen mit dem Designer will Gearbox auch diverse neue Umgebungen gestalten, selbstredend in der aus dem Film bekannten Optik.

Aliens: Colonial Marines
Im Kampagnenverlauf finden wie legendäre Waffen wie Vasquez' Smartgun.

Alles, was schleimt, wird erschossen

Die Geschichte von Colonial Marines spielt einige Monate nach den Ereignissen aus David Finchers Alien 3 von 1991: Ein neuer Trupp Marines landet auf der verlassenen Sulaco, um das ganze Schlamassel rund um die Kolonie auf LV-426 aufzuklären. Welche Motive Wayland Yutani dabei verfolgt, bleibt erstmal ungewiss. Es dürfte aber mehr als wahrscheinlich sein, dass der Konzern abermals versucht, die Aliens für sein geplantes Waffenprojekt zu missbrauchen und uns sprichwörtlich als Köder zu verwenden. Na, denen werden wir's zeigen!

Aliens: Colonial Marines : Kooperativ mit Kumpels geht's den Aliens an den Kragen. Kooperativ mit Kumpels geht's den Aliens an den Kragen. Motiviert begeben wir uns auf die Aufklärungsmission und schleichen zunächst durch ein düsteres Labor. Schon nach wenigen Sekunden erwacht eine achtbeinige Alienlarve zum Leben und quetscht sich saugend an die Außenwand eines Glasbehälters. Wir halten kurz die Luft an, gehen spöttisch grüßend am Facehugger vorbei und tun so, als könnte er uns nichts anhaben. Mit einem tragbaren Bewegungsmelder enttarnen wir weitere schleimige Schiffsbesatzer.

Sobald der Bewegungsmelder piepst, geht das Team in Gefechtsstellung, und mit Pistole, Pulse Rifle, Smartgun oder einem Flammenwerfer wird die erwartete Alienbrut beseitigt. Das klingt dank der Original-Soundeffekte nicht nur klasse, sondern dürfte auch jedes Fanherz höher schlagen lassen. Jeder Marine aus dem Trupp kann gesteuert werden, wobei der Koop-Modus für bis zu vier Teilnehmer am meisten Spaß macht. Sehr cool: Spieler können jederzeit an einer laufenden Partie teilnehmen und genauso einfach wieder aussteigen. Dann übernimmt die KI. Noch cooler: Erstmals in einem Alienspiel kommt der Power-Loader zum Einsatz. Wir erinnern uns: Mit dem bekannten Exoskelett aus Aliens: Die Rückkehr hat schon Lieutenant Ripley (gespielt von Sigourney Weaver) eine Alienkönigin eindrucksvoll vermöbelt.

Dunkel ward's, der Mond schien helle...

Während der bleihaltigen Kämpfe zeigt sich die ausgereifte Technik der überarbeiteten Unreal Engine 3. Das Licht-und-Schatten-Spiel wirkt authentisch, und die Grafik fängt die düstere, aber detailreiche Umgebung mit ihren Metallverstrebungen und Rohrleitungen sehr gut ein.

Auf der Höhe der Zeit sind die Grafikeffekte und Texturen zwar nicht, eine in sich stimmige Atmosphäre erzeugt der Gearbox-Shooter aber dennoch allemal. Und wer weiß: Bis zum Erscheinen des Spiels im Jahr 2012 feilen die Entwickler ja vielleicht noch ein wenig an der Technik.