Online-Registrierung mit Sinn und Verstand

Der Publisher Ubisoft und der Entwickler Related Designs geben mit der Online-Umgebung gleich drei Fliegen zugleich was auf die Mütze, ohne Ubis verhassten Online-Kopierschutz zu zücken. Denn erstens werden ehrliche Käufer belohnt, statt mit Online-Zwang bestraft. Zweitens spielen die Anno-Käufer zum Beispiel in den genannten Weltereignissen (indirekt) gemeinsam statt allein im stillen Kämmerlein, ohne konkret eine Multiplayer-Partie starten zu müssen. Und drittens fungiert die Online-Umgebung natürlich als Kopierschutz – nur eben, und das ist wichtig, ohne Internet-Zwang: Wer nicht permanent online sein mag, der kann nach Installation und einmaliger Online-Registrierung offline gehen und trotzdem spielen. Halt ohne die zusätzlichen Welt-Funktionen.

Auch in Zukunft schön

Ach ja, die Grafik. Müssen wir eigentlich noch erwähnen, dass auch Anno 2070 einfach fantastisch aussieht? Zwar nicht mehr so fröhlichfarbig wie seine beiden Vorgänger, aber wieder äußerst detailverliebt und quicklebendig. Trotzdem: Im Gegensatz zu den Vor-Annos verzweifeln wir selbst nach Dutzenden Spielstunden noch an den Gebäuden, deren Bestimmung von der Optik her nicht immer eindeutig ist. In den Großstädten findet man zum Beispiel die wichtigen Labore nicht gut, weil sie den normalen Wohntürmen sehr ähneln. Dafür sieht die neue Unterwasserwelt so gelungen unterwasserig aus, dass wir uns schlagartig nach einem neuen Aquanox sehnen. Oder nach Schleichfahrt – Blue Byte, da geht doch was?

Holzfäller Siegfried geht es übrigens gut. Die nette Krankenschwester ist mittlerweile seine Verlobte, und demnächst wird geheiratet. In einer 666 Jahre alten Kapelle tief im Eichenwald. Hey, ein bisschen Anno-Kitsch ist ja wohl erlaubt, oder?