Apache: Air Assault - PC

Action-Simulation  |  Release: 19. November 2010  |   Publisher: Activision Blizzard
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Apache: Air Assault im Test

Bruchlandung im 08/15-Reservat

Nach der Weltkriegsfliegerei Wings of Prey schickt uns Gaijin Entertainment nun mit Hubschraubern in die Lüfte, erneut als Mix aus Actionspiel und Simulation. Im PC-Test zu Apache: Air Assault sorgt der gewagte Spagat für einige Spielspaß-Bruchlandungen.

Von Christian Schneider |

Datum: 29.11.2010


Zum Thema » Test-Video zu Apache: Air Assault Spielszenen und Kommentar Die erste Kampagnenmission im Hubschrauberspiel Apache: Air Assault geht vielversprechend los. Eine kurze Rendersequenz zeigt unseren Stützpunkt, der gerade angegriffen wird; irgendwer schreit: »In den Apache!« Und schon sitzen wir drin im Cockpit dieser fliegenden Kriegsmaschine. Während wir starten, schlagen rundherum Explosivgeschoss ein, ein Infanterist schießt wenige Meter neben uns wild in die Luft, direkt vor der Nase des Apaches walzt noch schnell ein M1A1-PAnzer vorbei. Dann sind wir in der Luft, drehen nach links und sehen zwei Armeen, die aufeinander zurollen. Im Funk schreit jemand, dass wir bei der Verteidigung der Basis helfen und die anrückenden Feinde zerstören sollen. Was folgt, sind Tiefflüge und Raketenregen. Wenige Minuten später ist der Feind auf dem Rückzug und wir jagen ihm in Begleitung eines Flügelmanns hinterher.

Die Missionen: einfallslos

Solch ein Mittendringefühl kann Apache: Air Assault in seinen besten Momenten liefern, doch die sind spärlich über die 16 Missionen der Solo-Kampange verteilt. Stattdessen führt uns die minimalistisch erzählte Handlung durch lieblos umgesetzte Standard-Einsätze in drei fiktiven Krisenherden, die an Somalia, Afghanistan und Kolumbien erinnern.

Apache: Air Assault
Die Küstenregionen gehören zu den schönsten Umgebungen im Spiel.

Für etwas Abwechslung sorgen Aufträge, in denen wir mit unserem Bordgeschütz Luftunterstützung liefern sollen. So müssen wir bei der Eroberung einer Bohrinsel die Spezialeinheit vor gegnerischen Infanteristen schützen. Also wird der Apache im Schwebemodus geparkt, und wir wechseln in die jederzeit anwählbare Kanonenoptik. Hier können wir dann noch zur Infrarotsicht umschalten und erkennen warme Objekte - wie Menschen oder Motoren - deutlich besser. Einziger Knackpunkt: Diese Beschützer-Einlagen sind meist unnötig in die Länge gezogen. Ein Problem, das auch in anderen Missionen auftaucht. Da sollen wir beispielsweise eine Kolonne von Giftgas-Transportern aufhalten. Nicht etwa zehn oder zwölf, sondern gefühlte 50 Stück.

Die Inszenierung: auf Sparflamme

Überhaupt zeigt der Entwickler Gajin mit Apache: Air Assault deutlich, was sich bereits beim letzten Spiel des Teams, der Action-Flugsimulation Wings of Prey andeutete: Das Studio hat kein Händchen für spannende Einsätze oder deren Inszenierung. Was bei der Zweiter-Weltkrieg-Fliegerei noch nicht sonderlich störte (immerhin sorgten die spannenden Dogfights für Ausgleich), fällt dem Hubschrauberspiel nun auf die Füße. Spannend sind die Kämpfe in Apache: Air Assault nämlich nur selten, Frustlieferanten hingegen öfters.

Da wäre beispielsweise der unzuverlässige Bordschütze, der selbstständig die 30-mm-Maschinenkanone des Hubschraubers bedient, Feinde eigenständig auswählt und angreift. In der Theorie eine sinnvolle Arbeitserleichterung, doch der Co-Pilot verweigert gerne mal den Dienst, selbst wenn wir uns direkt vor dem Feind in die Luft stellen. Ziele oder Zielprioritäten können wir ihm nicht zuweisen. Wir selbst dürften im normalen Flug nur gelenkte und ungelenkte Raketen abfeuern, Fliegen und MG-Schießen ist nur in einer fummeligen Zoomansicht möglich.

Der Realismus: sehr arcadig

Apache: Air Assault möchte sowohl Actionspiel als auch Simulation sein. Deshalb dürfen wir vor dem Missionsstart aus zunächst zwei, nach einmaligem Abschluss der Kampagne aus drei Realismusgraden wählen: »Training«, »Realistisch« und »Veteran«. Bei »Training« ist das Flugmodell unseres Hubschraubers spürbar vereinfacht. Der fliegerische Anspruch bewegt sich nur leicht über dem Niveau der Helikoptermissionen aus Call of Duty: Black Ops . Auf »Realistisch« hingegen fühlt sich die Bedienung schon deutlich glaubwürdiger an, entsprechend anspruchsvoll ist es, die Maschine im Tiefflug in der Luft zu halten. Der »Veteran«-Modus letztendlich ändert nichts mehr am Flugmodell, doch hier gibt es weder automatische Wiederbewaffnung noch zusätzliche Leben, die uns in den anderen Modi nach einem Abschuss an gleicher Stelle wieder einsteigen lassen.'

Simulations-Puristen wird Apache: Air Assault auch im realistischen Modus nicht gerecht, dafür fehlen schlicht zu viele Optionen und Einstellmöglichkeiten, die beispielsweise bei DCS: Black Shark selbstverständlich sind, von der Startprozedur bis zur Radarsteuerung und Zielpriorisierung. Air Assault ist in erster Linie eine Arcade-Simulation mit aufgeflanschter Realismus-Option. Den Beweis liefern die Missionen.

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Avatar Waupee
Waupee
#1 | 29. Nov 2010, 13:34
War doch nicht anders zu erwarten oder dachtet ihr das wird ne halbwegs vernünftige Simulation :-)

Simulation sind leider so selten geworden das ich schon lange auf andere Genres ausweichen mußte und mich echt freuen würde mal wieder ne Aktuelle Simulation zu bekommen die den Namen Simulation auch gerecht wird.
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Avatar richie9197
richie9197
#2 | 29. Nov 2010, 13:43
Ich hoffe j echt auf den nächste flight sim
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Avatar Lasstmichdurch
Lasstmichdurch
#3 | 29. Nov 2010, 13:55
Zitat von Waupee:

Simulation sind leider so selten geworden das ich schon lange auf andere Genres ausweichen mußte und mich echt freuen würde mal wieder ne Aktuelle Simulation zu bekommen die den Namen Simulation auch gerecht wird.


Jetzt wird schon die aktuelle Alternative DCS Black Shark benannt, und trotzdem wird in vielen Beiträgen immer wieder behauptet es gäbe keine einzige Hubschraubersimulation...
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Avatar Leeroy Kincaid
Leeroy Kincaid
#4 | 29. Nov 2010, 14:05
Enspricht genau dem Eindruck, dem die Demo auf mich machte.
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Avatar klehriker
klehriker
#5 | 29. Nov 2010, 14:07
Zitat von Waupee:
War doch nicht anders zu erwarten oder dachtet ihr das wird ne halbwegs vernünftige Simulation :-)

Simulation sind leider so selten geworden das ich schon lange auf andere Genres ausweichen mußte und mich echt freuen würde mal wieder ne Aktuelle Simulation zu bekommen die den Namen Simulation auch gerecht wird.


Es gibt doch eine relativ aktuelle Kampfhubschrauber-Simulation (DCS Black Shark)... aber der Großteil der Leute möchte eben eine Mischung aus Action und Simulation...

Was bei Apache: Air Assault zu kurz kommt ist Inszenierung, Anspruch und Länge...
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Avatar lecki
lecki
#6 | 29. Nov 2010, 14:33
nicht, dass man es schon an den videos und trailern gesehen hätte pff ...
das krasse ist nur, dass activision nur mist rausbringt, ausser der marke cod (die dank treyarch auch sinkt). nur ddeswegen, werden sie (noch) kein geld für cod multiplayer verlangen. denn sonst vergrault man die leute und activision wird bzw. bleibt ein anhängsel von blizzard.
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Avatar squieky
squieky
#7 | 29. Nov 2010, 14:48
Vorbei sind die Zeiten, in denen das Gameplay darin bestand selber zu spielen, sich seine Ziele zu suchen, weil auf der map kein "fliege von A nach B" verzeichnet ist.

Heute will man unterhalten werden, sich aber nicht selber unterhalten.
Früher hat man noch gespielt, heute schaut man nur zu.

Kein Wunder bei der jetzigen Barbara-Salesch Generation, denen selbst das eigenständige Denken schon zu viel ist. Wäre Hirn im Spiel, dann wäre der Fernseher aus und der Mist längst verschwunden.

Beispiel:
Was bedeutet hier "Frustlieferant"? Eine Situation die man nicht geschafft hat, weil man ausnahmsweise mehr machen muss als nur den Punkten zu folgen? Wie wäre es mit Umgebung absuchen, Abwehranlagen ausschalten etc? Nein, lieber A->B.
Mehr als das Missionsziel wird nur gemacht, wenn es einem vom Spiel befohlen wird oder es sicht "lohnt" (achievements) ;)
Wie in CoD, irgend eine unsichtbare Wand vor den Kopf und weiter Moorhuhn schießen, während die anderen GO GO GO GO GO schreien - lol.
Was ein gameplay...

Der zweite Punkt ist, warum wird ein Arcade-Simu Mix so abgewertet? Weil man nicht wie im richtigen Leben "aus großer Distanz" etwas abschießen kann? Was für Kritikpunkte sollen dies sein? Wichtig ist nur, macht das Konzept für sich selbst, ohne Anbetracht von Simualtionen etc. Spaß?
Oder wertet man lieber aufgrund seiner "eigenen" Enttäuschung ab, weil man lieber eine Simulation hätte?

Ich kann mich trotz Test weder auf die eine noch andere Seite bewegen - der Test ist mega subjektiv und unlogisch, da er etwas eigenständig entwickeltes mit bereits bestehendem vergleicht, ohne mir zu sagen ob dieses Eigenständige für sich gut oder schlecht ist.

Alles was ich hier ableiten kann, lässt sich in paar Worte packen:
-keine Simulation, aber auch kein echtes Arcade
-viel Ballerei
-Muni wird in der Luft aufgetankt

fertig - der Rest ist unnötiger Text.
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Avatar Greaser
Greaser
#8 | 29. Nov 2010, 15:28
Auch wieder kein Grund, den Joystick am neuen PC anzuschließen... muss ich halt weiter X-Wing-Alliance nachheulen...

Oder ausprobieren ob das angestaubte Gunship! von Micropose unter Win7 läuft...

Gruß, Greaser
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Avatar ParaBellum
ParaBellum
#9 | 29. Nov 2010, 15:33
"...dafür fehlen schlicht zu viele Optionen und Einstellmöglichkeiten, die beispielsweise bei DCS: Black Shark selbstverständlich sind, von der Startprozedur bis zur Radarsteuerung und Zielpriorisierung...."

Der Ka-50 hat ein Radar? Das muss die Gamestar-Special-Edition gewesen sein. ^^
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Avatar Christian Schneider
Christian Schneider
#10 | 29. Nov 2010, 15:43
Zitat von ParaBellum:
"...dafür fehlen schlicht zu viele Optionen und Einstellmöglichkeiten, die beispielsweise bei DCS: Black Shark selbstverständlich sind, von der Startprozedur bis zur Radarsteuerung und Zielpriorisierung...."

Der Ka-50 hat ein Radar? Das muss die Gamestar-Special-Edition gewesen sein. ^^


Das war jetzt nicht auf Black Shark allein bezogen, ich hab nur DCS genannt, weil es noch halbwegs aktuell ist.
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Details zu Apache: Air Assault

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Action-Simulation
Release D: 19. November 2010
Publisher: Activision Blizzard
Entwickler: Gaijin Entertainment
Webseite: http://www.apache-game.com/de
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 740 von 4646 in: PC-Spiele
Platz 23 von 463 in: PC-Spiele | Action | Action-Simulation
 
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