Assassin's Creed: Unity : Ubisoft sieht sich mit Sexismus-Vorwürfen konfrontiert, da es in Assassin's Creed keinen weiblichen Spielcharakter gibt. Ubisoft sieht sich mit Sexismus-Vorwürfen konfrontiert, da es in Assassin's Creed keinen weiblichen Spielcharakter gibt.

Update 12. Juni 2014: Mittlerweile hat der Publisher Ubisoft eine offizielle Stellungnahme zu den Sexismus-Vorwürfen veröffentlicht. Hier die ungekürzte Version:

»Wir haben die berechtigten Bedenken bezüglich der Erzählweise in Videospielen registriert. Assassin's Creed wird von einem multikulturellen Team mit verschiedenen Glauben und Religionen entwickelt. Wir hoffen, dass sich diese Achtung vor der Vielfalt auch in den Szenarien unserer Spiele und unseren Charakteren widerspiegelt.

Bei Assassin's Creed: Unity liegt der Fokus auf der Geschichte des Hauptcharakters Arno. Egal ob man alleine oder im Koop-Modus spielt; der Gamer schlüpft immer in die Rolle von Arno mitsamt seiner vielfältigen Ausrüstung und Fertigkeiten, die das Gefühl vermitteln, einzigartig zu sein.

In Hinblick auf die Vielfalt unserer spielbaren Assassinen haben wir bereits Aveline, Connor, Adewale und Altair in den Spielen von Assassin's Creed eingeführt. Wir werden auch weiterhin darum bemüht sein, vielfältige Charaktere zu präsentieren. Wir freuen uns schon darauf, euch einige der starken weiblichen Charaktere in Assassin's Creed: Unity vorzustellen.«

Originalmeldung: Im Actionspiel Assassin's Creed: Unity wird es unter anderem einen kooperativen Multiplayer-Modus für bis zu vier Teilnehmer geben. Allerdings steht dabei kein weiblicher Spielcharakter zur Auswahl.

Der technische Direktor James Therien von Ubisoft startete bei einem Interview mit dem Magazin Videogamer im Rahmen der diesjährigen E3 einen Erklärungsversuch. Demnach haben die Entwickler sich nicht bewusst gegen einen weiblichen Charakter als solchen sondern vielmehr gegen den damit verbundenen Aufwand entschieden.

»Das befand sich noch bis vor kurzem auf unserer Feature-Liste. Doch es ist eine Frage der Fokussierung sowie der Produktion. Wir wollten sicherstellen, dass wir die beste Erfahrung für den Charakter bieten können. Ein weiblicher Charakter würde bedeuten, dass wir zahlreiche Animationen und Kostüme nochmals hätten anfertigen müssen. Es hätte unsere Arbeit an diesen Dingen verdoppelt. Es ist etwas, das das Team wirklich wollte, doch wir mussten eine Entscheidung treffen. Das ist unglücklich, aber das ist die Realität der Spieleentwicklung. (...)

Ja, wir haben tonnenweise Ressourcen, doch wir stecken diese in das Spiel. Wir haben riesige Teams, neun Studios arbeiten an dem Spiel. Wir brauchen sie alle, um das zu vollenden, was wir hier machen.«

An Assassin's Creed: Unity arbeiten insgesamt immerhin neun Studios. Dabei stellt sich zwangsläufig die Frage, ob tatsächlich nicht genügend Ressourcen vorhanden sind, um einen weiblichen Charakter einzufügen.

» Die Vorschau von Assassin's Creed: Unity auf GameStar.de lesen

Assassin's Creed Unity
So beginnen die Attentatsmissionen: Wir belauern ein großes Missionsgebiet und müssen selbst herausfinden, wie wir hereinkommen, die Zielperson finden, sie abmurksen und dann fliehen.