Zum Thema » Test zu Bad Company 2 So bewerten wir das Hauptspiel Bad Company 2 - Vietnam ab 23,90 € bei Amazon.de Battlefield: Bad Company 2 - Vietnam für 9,99 € bei GamesPlanet.com Er gilt bis heute als einer der härtesten, kompromisslosesten Kriege der Neuzeit: der Vietnam-Konflikt. Er zeigte, wie die technisch am weitesten entwickelte Armee der Welt von Guerilla-Taktiken, unwegsamem Gelände und entschlossenen Reisbauern in schwarzen Pyjamas bezwungen werden konnte. Doch so schlimm der Vietnam-Krieg auch war: Als Szenario für einen Ego-Shooter sind seine Dschungelgefechte ein Traum. In Battlefield: Bad Company 2 - Vietnam, dem ersten Addon für den Ego-Shooter Battlefield: Bad Company 2, ziehen GIs und Nordvietnamesen in Multiplayer-Schlachten. Eine Solo-Kampagne wird es nicht geben, Vietnam ist also ein reiner Multiplayer-DLC. Die Ladenversion wird nur den Download-Code für die Spieldaten enthalten.

Neue Karten

Bad Company 2 - Vietnam enthält vier neue Schlachtfelder. Ganz neue, nicht nur Nachbauten aus Battlefield Vietnam. Die Karte, die Dice auf der Tokyo Game Show präsentierte, heißt Phu Bai Valley, wie das gleichnamige Tal in Vietnam. Während die Maps in Bad Company 2 allesamt eher länglich sind, so dass gelegentlich Engpässe auftreten (kaum ein Match auf »Port Valdez« kommt ohne Grabenkrieg zwischen den Punkten B und C aus), bildet Phu Bai Valley im Conquest-Modus eine eher runde Arena. Das dürfte für mehr Bewegungsfreiheit zwischen den drei Flaggen sorgen. Zumindest, wenn man Dank der coolen Physik-Engine erstmal die dichte Urwald-Vegetation aus dem Weg gesprengt hat.

Bad Company 2: Vietnam
Die Waffen sind gut ausbalanciert. Das XM22 ist schwächer als die anderen, hat dafür ein größeres Magazin.

Apropos wegsprengen: Vietnam bietet eine Reihe neuer (oder vielmehr alter weil zeitgenössischer) Waffen und Ausrüstungsgegenstände. Statt der Unterlauf-Granatwerfer aus Bad Company 2 muss sich der Sturmsoldat zum Beispiel mit dem M79-Granatwerfer begnügen, der Sanitäter päppelt seine Kameraden nicht mit dem Defibrillator, sondern mit einer Adrenalinspritze wieder auf. Dabei werden sich die Entwickler sicherlich beim neusten Weltkriegs-Ableger Battlefield 1943 bedienen (der erschien bislang nur für Konsolen). Der Pionier etwa trägt eine russische PPSH-Maschinenpistole aus den frühen 40ern, daneben wirken auch das Garand oder die Thompson-MP aus dem Hauptspiel nicht fehl am Platze.

Alte Modi

An den Spielmodi, der grundsätzlichen Mechanik und der Ausrichtung der vier Kämpferklassen ändert sich in Vietnam nichts. Fraglich bleibt jedoch, wie Dice die Science-Fiction-Goodies des Hauptspiels in die Vietnam-Ära übertragen will. Der Bewegungsmelder des Aufklärers etwa lässt sich schwer in die 60er transferieren, genauso wenig der Tracer-Pfeil des Pioniers. Wo der fehlt, werden Helikopter zur übermächtigen Waffe. Und die gibt es in Vietnam natürlich auch: Der Huey-Hubschrauber darf hier ebenso wenig fehlen wie das M16 oder die AK47. Es könnte schwer werden, die fliegenden »Gunships« ohne Zielhilfe vom Himmel zu holen. Hier muss sich Dice eine sinnvolle Alternative zum Tracer ausdenken.