Bioshock Infinite - PC

Ego-Shooter  |  Release: 26. März 2013  |   Publisher: 2K Games / Sports
Seite 1 2   Fazit

Bioshock Infinite in der Vorschau

Wolkig mit der Aussicht auf Rollenspiel

Von einer atemberaubenden Kulisse, (beinahe) ausgeräumten Zweifeln und einem geplatzten Termin: Beim Preview-Besuch in Los Angeles überrascht uns Bioshock Infinite nicht nur mit vielen Schießereien, sondern auch mit einem neuen Release-Datum.

Von Jochen Gebauer |

Datum: 07.12.2012


Bioshock Infinite : Moralisch verfaultes Utopia: die Himmelsstadt Columbia. Moralisch verfaultes Utopia: die Himmelsstadt Columbia.

Zum Thema » Bioshock Infinite Video: Die Skylines » Bioshock Infinite Video: Krieg der Fraktionen » Bioshock Infinite Video: Booker & Elizabeth » Bioshock Infinite Tränenreiche MoCap-Aufnahmen » Bioshock Infinite Unboxing: Songbird Edition Ken Levine kommt gleich zur Sache. »Wir haben gemerkt, dass wir drei oder vier Wochen länger brauchen«, sagt der Creative Director von Bioshock Infinite . Die Situation ist ihm sichtlich unangenehm; schließlich bittet man nicht alle Tage eine Journalisten-Entourage ans andere Ende der Welt, um ihr bei der Begrüßung zu beichten, dass der geplante Release-Termin platzt – schon wieder.

»Der neue Termin ist der 26. März 2013«, sagt Levine. Einen handfesten Grund für den erneuten Aufschub nennt er nicht; er sucht auch keine Ausrede, ringt nicht um eine Erklärung. Ken Levine braucht einfach mehr Zeit – und er nimmt sie sich.

In den folgenden dreieinhalb Stunden entdecken wir Columbia, jene bonbonfarbene Idylle aus Ballons und Zeppelinen, der Gegenentwurf zur kühlen Funktionalität von Rapture aus dem ersten Bioshock . Wir bummeln über einen Jahrmarkt, spazieren am Strand entlang, haken uns an Wolkenschienen und fahren damit Achterbahn, staunen immer wieder über diese wunderschöne Welt – und darüber, wie lebendig sie wirkt.

Kolibris zwitschern durch die Luft, Kinder toben lachend vor einem sprudelnden Hydranten, Verliebte tanzen zum Ständchen einer A-cappella-Gruppe, es ist ein malerisches Wolkenkuckucksheim aus dem frühen 20. Jahrhundert, der Traum vom perfekten Amerika, strebsam, ehrlich, gottesfürchtig – und weiß.

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Die Fratze hinter der Fassade

Wo Bioshock die moralische Dekadenz von Rapture gewissermaßen offen zur Schau stellte, versteckt Infinite die hässliche Fratze hinter einer pittoresken Fassade. Das ist kein besonders origineller Ansatz, aber er funktioniert wunderbar, weil er den Zeitgeist einer Epoche einfängt.

Wenn Columbia-Gründer Zachary Hale Comstock in seinem Audio-Tagebuch wie selbstverständlich über »Neger« und die Überlegenheit der weißen Rasse referiert, wenn wir im ersten Spielabschnitt dazu aufgefordert werden, an der öffentlichen Demütigung (und möglicherweise auch Hinrichtung) einer Schwarzen teilzunehmen, weil sie eine skandalöse Beziehung zu einem Weißen unterhält, wenn wir uns auf geradezu obszön groteske Weise taufen lassen müssen, um Columbia überhaupt betreten zu dürfen, dann ist das ebenso glaubhaft wie beängstigend inszeniert.

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Bioshock Infinite (PC)
Elizabeth ist eigentlich eine herzensgute Person, die sich über einen Tanz am Strand wie über einen Lottogewinn freuen kann.

An dieser Stelle würden wir normalerweise von der Handlung erzählen. Aber das lassen wir mal schön bleiben, denn sonst müssten wir solche Sachen schreiben: In der Rolle von Booker deWitt, einem ehemaligen Pinkerton-Agenten, schicken uns mysteriöse Auftraggeber nach Columbia, um dort eine gewisse Elizabeth zu befreien und damit unsere »Schulden« zu begleichen – und schon hätten wir den Schlamassel.

Welche Auftraggeber, könnte man sich nun fragen, und wir müssten zugeben, dass wir das selbst (noch) nicht wissen. Warum die »Schulden« in Anführungszeichen stehen, könnte man sich fragen, und wir müssten einräumen, dass wir keine Ahnung haben, worum genau es sich bei diesen »Schulden« handelt. Was zum Teufel ein Pinkerton-Agent ist, könnte man sich fragen, und wir müssten es bei Wikipedia nachschlagen, weil das Spiel solche historischen Kleinigkeiten nicht erklärt, sondern erwartet, dass wir neugierig genug sind, um sie selbst zu recherchieren.

Nein, von der Handlung erzählen wir nicht. Infinite lebt von der rätselhaften Prämisse, von den undurchsichtigen Figuren und von dem Umstand, dass wir den eigenen Erlebnissen nicht über den Weg trauen. Jedes geschriebene Wort wäre eins zu viel; diese großartige Welt hat es verdient, dass wir ihr unvoreingenommen und mit einer gewissen naiven Unschuld begegnen.

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Avatar Boogle24
Boogle24
#1 | 07. Dez 2012, 14:12
Ist doch gut. Besser länger warten, als ein halb fertiges Spiel zu haben.
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Avatar Ribeeery
Ribeeery
#2 | 07. Dez 2012, 14:16
Ich hoffe dieses Spiel knüpft an die Klasse, seiner Vorgänger an, dann wirds nämlich episch! :)
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Avatar Rettungsschirm
Rettungsschirm
#3 | 07. Dez 2012, 14:22
Zitat von Ribeeery:
Ich hoffe dieses Spiel knüpft an die Klasse, seiner Vorgänger an, dann wirds nämlich episch! :)


geht so^^ also ich finde Bioshock noch ok, Teil 2 war dann schon deutlich schlechter...

Ich frage mich ja, wieso Spiele heute nicht mehr an Titel wie Deus Ex oder System Shock II rankommen...alsob diese Spiele nie existiert hätten.
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Avatar Ramireza
Ramireza
#4 | 07. Dez 2012, 14:22
Schade, wieder ein potenziell schönes Spiel versimpelt und zum schnöden Arcade Spiel degradiert.

Wenn man sich überlegt das das ganze mit System Shock seinen Anfang nahm... eine Schande!
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Avatar Switchback
Switchback
#5 | 07. Dez 2012, 14:23
Hört sich sehr gut an; die Vorfreude steigt! Die Wartezeit nehm auch ich gerne in Kauf, weils momentan sowieso zu wenig Zeit für all die guten Spiele hat :D
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Avatar Shieky
Shieky
#6 | 07. Dez 2012, 14:23
schaut echt gut aus, der grafikstil gefällt mir auch sehr gut
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Avatar Ramireza
Ramireza
#7 | 07. Dez 2012, 14:25
Zitat von Rettungsschirm:


geht so^^ also ich finde Bioshock noch ok, Teil 2 war dann schon deutlich schlechter...

Ich frage mich ja, wieso Spiele heute nicht mehr an Titel wie Deus Ex oder System Shock II rankommen...alsob diese Spiele nie existiert hätten.


Viel zu kompliziert für den heutigen Durchschnitts Gamer.

Mal ehrlich, gibts denn nur noch Shooter und Arcade Games im Tripple A Segment?
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Avatar Petesteak
Petesteak
#8 | 07. Dez 2012, 14:27
Was für ein enorm gut geschriebener Artikel! Hut ab, Herr Gebauer.
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Avatar thevorhaut
thevorhaut
#9 | 07. Dez 2012, 14:32
diese »Vigors« sehen ja mal ekelhaft aus lol >.<
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Avatar Njordin
Njordin
#10 | 07. Dez 2012, 14:32
schön zu lesen, der Artikel : )
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Details zu Bioshock Infinite

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 26. März 2013
Publisher: 2K Games / Sports
Entwickler: Irrational Games
Webseite: http://www.bioshockinfinite.com
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 72 von 5488 in: PC-Spiele
Platz 11 von 707 in: PC-Spiele | Action | Ego-Shooter
 
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