Caesar 4 : Die "4" im Namen von Caesar 4 ist eigentlich eine Frechheit. Denn was Tilted Mill (Kinder des Nils) gerade entwickelt, ist nichts anderes als ein Best-of-Aufbauspiel aus Caesar 3 und Pharao. Allerdings mag man den Jungs auch gar nicht böse sein, schließlich zählen die Impressions-Spiele noch heute zur Strategie-Oberklasse, trotz trister Optik. Gerade die kann man nun Caesar 4 wirklich nicht vorwerfen, die römischen Städte strotzen vor Details und die 3D-Grafik wirkt aus jedem Kamerawinkel wie aus einem Guss. Während Siedlungen in Europa in sattem Grün stehen, errichten Sie in Nordafrika Wüstenstädte.

Spielerisch haben sich dagegen nur Kleinstigkeiten getan: Häuser werden jetzt nicht mehr beliefert, die Bewohner holen sich die Waren selbst aus dem Laden. Außerdem wurde das Göttersystem von Pharao übernommen, ebenso die Strategiekarte. Dazu gibt's ein Straßensystem sowie Berater, die in schwierigen Situationen eingreifen. Apropos eingreifen: Wer als Statthalter nicht genug Profit macht oder sonst wie Mist baut, hat schnell Caesars Legionen auf dem Hals - der Chef will Erfolge sehen. Jedoch soll das Militär wie in den Vorgängern nur eine kleine Rolle spielen. Unser Fazit: Auch wenn Caesar 4 nur ein Aufguss der Vorgänger ist, können sich Aufbauspieler darauf freuen. Denn am unverwüstlichen Impressions-Spielprinzip hat sich im Gegensatz zum verkorksten Kinder des Nils (Designer Tony Leier hat auf Nachfrage zugegeben: "Ja, es war zu schwerfällig!") nichts geändert. Caesar 4 soll Ende des Jahres fertig sein.

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