Counter-Strike: Global Offensive : Counter-Strike: Global Offensive kommt nach China - und alle Spieler bekommen bald Source 2, Panorama UI und eine neue Operation. Counter-Strike: Global Offensive kommt nach China - und alle Spieler bekommen bald Source 2, Panorama UI und eine neue Operation.

Zum Thema CS: GO ab 29 € bei Amazon.de Counter-Strike: Global Offensive kommt bald nach China. Und im Rahmen des Präsentations-Events wurden viele Details vorgestellt, die nicht nur asiatische Spieler interessieren dürfte. Beispielsweise wird es bald einen Engine-Wechsel auf Source 2 geben.

Im Sommer 2017 soll zudem die lange Durststrecke für Fans von Operations enden. Operations sind ein Mix aus Ingame-Event und DLC, die neue Inhalte wie Karten und Missionen (auch Koop gegen die KI) bieten.

Source 2 und Operation

Dataminer hatten bereits im März die wahrscheinlich geplanten Karten für die nächste Operation gefunden:

  • de_thrill

  • cs_agency

  • de_shipped

  • de_lite

  • de_blackgold

  • de_austria

  • cs_insertion

Was ein Wechsel auf Source 2 bedeutet, lässt sich noch nicht abschätzen. Valves Dota 2 hatte beim Engine-Sprung in erster Linie mit der Performance zu kämpfen und bot zunächst nur geringe grafische Verbesserungen, die wie bei Counter-Strike eher Stück für Stück nachgereicht werden.

Zumindest ein spannendes Thema könnte sich bei Source 2 für CS:GO eröffnen: Source verwendet für die Physik Havok, Source 2 nutzt die Rubikon-Physikengine. Das könnte Unterschiede bei der Physik wie Granatenflugkurven bedeuten.

Mit dem Engine-Wechsel wird definitiv eine Umstellung auf Panorama UI erfolgen. Die dynamische Interface-Lösung ist ebenfalls bereits in Dota 2 implementiert. Mit höchster Wahrscheinlichkeit wird es sowieso nicht »einen« Engine-Wechsel geben, vielmehr werden wohl Stück für Stück Module von Source 2 wie eben Rubikon-Physik und Panorama UI implementiert.

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Features für China

Westliche Spieler dürfen sich nicht nur auf diese Inhalte freuen, sondern mit ein bisschen Neid auch auf die chinesische Edition von Counter-Strike: Global Offensive schielen.

Beispielsweise wird als Anti-Cheat-Lösung das Alipay-Credit-System verwendet. Das System verbindet das Spiel mit der persönlichen Identifikationsnummer, Telefonnummer und dem Bankkonto des Spielers. Wird er fürs Cheaten gebannt, betrifft das auch sein Alipay-Konto und damit weit mehr als nur das Spiel, wie ein User via Reddit erklärt.

Außerdem erhalten Spieler neben Matchmaking offizielle Ligen: Die Chinese Pro League (CPL) und das City Elite Event (CEE) bietet etablierten Profis, Newcomern und semiprofessionellen Spielern Wettkampfmöglichkeiten. Die Server laufen wie andere chinesische Community-Server mit sagenhaften 128hz Tickrate.

Das einfache Matchmaking läuft wie im Westen mit 64hz Tickrate. Dass Perfect World bereits Server mit einer Tickrate von 128hz testet, hatten wir schon zuvor berichtet. Damals hatten wir bereits vermutet, dass die performanteren Server für E-Sport-Angebote wie die CPL und CEE verwendet werden könnten, um die westliche Konkurrenz wie Faceit und ESEA direkt auszuspielen.

Start in China

Der Shooter ist bereits seit Jahren spielbar, allerdings gibt es keine offiziellen Server und keinen offiziellen Support. Gespielt wird über inoffizielle Plattformen wie 5E, die mit den westlichen Liga-Drittanbietern Faceit und ESEA vergleichbar sind. Deswegen ist der Shooter in China nicht wirklich relevant, E-Sport-Teams wie Tyloo spielen aber bereits in internationalen Turnieren mit.

Mit dem Beta-Start am 18. April geht es dann richtig los. Für den Release hat sich Valve mit dem chinesischen Partner Perfect World zusammengetan, beide Unternehmen kooperieren schon bei der chinesischen Version von Dota 2. Videospiele müssen in China strenge Auflagen erfüllen, um die Umsetzung der Regulierungen kümmern sich die Partner. Neben Valve und Perfect World ist auch die Partnerschaft von Blizzard und NetEase bei Diablo 3 und Co. dem ein oder anderen Spieler ein Begriff.

Fest steht: Valve versucht, einen großen westlichen Shooter in Asien zu etablieren. Sollte das gelingen, könnte nach Strategiespielen und MOBAs die nächste E-Sport-Bastion der westlichen Gaming-Landschaft fallen. Counter-Strike gilt als klassisch europäisches Spiel, besonders skandinavische, französische und osteuropäische Teams gehören zu den Top-Mannschaften. Mit einem Erfolg in China könnten wir bald mehr asiatische Teams über Tyloo und Gambit Gaming hinaus sehen.

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