Dark Souls 2 - PC

Action-Rollenspiel  |  Release: 25. April 2014  |   Publisher: Namco Bandai
Seite 1 2   Fazit

Dark Souls 2 in der Vorschau

Auf die harte Tour

Trotz neuer Engine und dem Wunsch nach höheren Verkaufszahlen bleiben die Entwickler von Dark Souls 2 gnadenlos auf Linie. Hier unser Ersteindruck und Gameplay-Videos.

Von André Peschke |

Datum: 26.06.2013


Zum Thema » Dark Souls im Test So hart ist der Vorgänger » Dark Souls 2 - Galerie Artworks & Konzeptzeichnungen Dark Souls 2 ab 21,99 € bei Amazon.de Man würde Yui Tanimura gar nicht zutrauen, dass er ein Sadist ist. Der freundliche Japaner mit dem kurzrasierten Kinnbart schaut in der Regel scheu zu Boden, während er seinem Gegenüber zuhört. Wenn er antwortet, klingt seine Stimme so leise, dass sich der Übersetzer nach vorne beugen muss, um ihn zu verstehen. Aber sicherlich würde niemand einen normalen Menschen zum Produzenten von Dark Souls 2 machen? Die Spielreihe, für die Tanimura verantwortlich ist, gilt als eine der überraschendsten Erfolgsgeschichten der letzten Jahre. Ihr Entwickler, From Software, war zuvor vor allem für die Reihen Armored Core und Tenchu bekannt. Mit anderen Worten: eher unbekannt.

Sein Demon's Souls aus dem Jahr 2009 hätte daran eigentlich nicht viel ändern dürfen. Ein düsteres Rollenspiel mit wenig aufregender Technik und einem Schwierigkeitsgrad jenseits von Gut und Böse - diese Sorte Spiel hätte der gängigen Meinung nach eigentlich nicht erfolgreich sein dürfen. Und das war sie dann auch nicht. Zumindest nicht nach den Standards, unter denen Titel wie Assassin's Creed operieren. Aber nach und nach läpperten sich die Verkäufe, und am Ende gelangte der exklusiv für PS3 entwickelte Titel in die Hände von geschätzten 1,7 Millionen Kunden. Wenn man den nächsten Teil jetzt nur für alle Konsolen veröffentlichen könnte!

Dark Souls 2
Die Reise zum Drachenhort zählt zu den optischen Highlights des Spiels.

Project Dark

So kam es auf der Tokyo Game Show des Jahres 2010 zur Ankündigung von Project Dark, einem neuen Spiel von From Software, das laut Aussage des Entwicklers mit Demon's Souls absolut rein gar nichts zu tun hatte. Abgesehen davon natürlich, dass der Titel, der im Februar 2011 in Dark Souls umbenannt wurde, bis aufs i-Tüpfelchen eine lupenreine Fortsetzung von Demon's Souls war. Mit dem entscheidenden Unterschied, so wird gemunkelt, dass From Software aus seinem PS3-Exklusivdeal herausschlüpfen konnte. Nicht der feinste Zug, da Sony Computer Entertainment Japan dem Vernehmen nach bei der Finanzierung des Erstlings geholfen hatte und sich den Deal vermutlich anders vorgestellt hatte. Aber wer hat schon gesagt, dass es immer die Entwickler sind, die sich am Ende des Tages mit traurigem Blick über ihr Whiskeyglas beugen?

Absolut nichts miteinander zu tun

Zwei Jahre später, auf der E3 2013, ist Dark Souls II der heißeste Titel im Portfolio von Namco Bandai. Zumindest, wenn es um Spiele für den harten Kern unter den Spielern geht. Schon bevor die Präsentation losgeht, tauschen ein paar Journalisten Anekdoten über das mannigfaltige Scheitern in den Vorgängern aus - wie Kriegsveteranen, die darüber diskutieren, wer sich den größeren Granatsplitter eingefangen hat. Wenn Sie aus dieser Präsentation rausgehen, können Sie draußen direkt den Demolevel des Spiels ausprobieren. »Wenn Sie den Bossgegner am Ende besiegen, kriegen Sie von uns sogar noch ein T-Shirt geschenkt!«, erklärt der Entwickler, der das Spiel präsentieren wird. Anzahl der T-Shirts, die er seit Beginn der E3 zwei Tage zuvor herausgeben musste: null.

Für die Anwesenden ist das lustig. Dark Souls hat das Versagen salonfähig gemacht unter Menschen, die normalerweise Highscores vergleichen. Da das Spiel schlicht so konzipiert ist, dass man scheitern muss, ist es auch keine Schande, immer wieder draufzugehen. Es dann irgendwann gemeistert zu haben, tragen viele vor sich her wie eine Auszeichnung. Publisher Namco Bandai hingegen steckt in einer Zwickmühle. Dort möchte man zu gerne von jedem neuen Dark Souls immer mehr verkaufen, wie das nun mal so ist mit börsennotierten Unternehmen.

Das bewährte Vorgehen in solchen Fällen ist es, den Titel für eine breitere Spielerschicht zugänglich zu machen: leichterer Einstieg, einfachere Lernkurve, mehr Spektakel. Doch mit einer Spielreihe, deren ganze Essenz davon abhängt, bockschwer zu sein, ist das praktisch nicht machbar. Entsprechend schwer tut sich Yui Tanimura dabei, das Zukunftspotenzial seiner Spielreihe abzuschätzen. Ich glaube, viele Leute wissen gar nicht, wie gut es sich anfühlt, wenn sie sich im Spiel einer Herausforderung stellen und diese überwinden, sagt er. Die implizite Hoffnung: Wenn nur genug Menschen mal ihren inneren Schweinehund überwinden und Dark Souls 2 ausprobieren, werden sie es lieben.

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Avatar Alucard0o
Alucard0o
#1 | 26. Jun 2013, 12:22
Man kann auch in DS1 2 waffen tragen!
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Avatar Newtons hat
Newtons hat
#2 | 26. Jun 2013, 12:27
Gamestar ich komme nicht umher die Qualität eurer Previews bzw. überhaupt eurer Artikel zu bemängeln. Hier macht ihr mal wieder nichts anderes als zu erzählen was in den Videos überhaupt passiert.

Das ist keine "preview" wie ihr es nennt, das sind gameplay-szenen zu denen ihr etwas erzählt das man größtenteils auch den Videos entnehmen kann. Außerdem regt es mich auf wenn ihr unter irgendeinen Artikel immer wieder dieselben Bilder/Videos aus irgendeinem Special klatscht.

Das mag erst auffallen wenn man die Seite schon länger besucht, nervig ist es trotzdem. Mal abgesehen davon das ich in jedem 3ten Artikel Rechtschreib/Grammatikfehler finde. Naja wenigstens habt ihr Fabian Siegismund und Michael Graf...
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Avatar Juicebag85
Juicebag85
#3 | 26. Jun 2013, 12:32
Ich freu mich total auf das Spiel.
Ich hoffe nur, dass sich das standardmäßige Teleportieren zwischen den Leuchtfeuern nicht negativ aufs Leveldesign auswirkt.

Bei Dark Souls 1 wars nämlich so, dass du beim Erkunden immer an Stellen gelangt bist, wo du einen Shortcut freischalten konntest, der super und stimmig integriert war. Durch diesen konntest du die Punkte stets in Nullkommanix erreichen.
Ich hoffe das wirds so in Teil 2 trotzdem geben, auch wenn mans dort theoretisch nicht wirklich braucht.

Naja. Die Limited Edition ist sowieso schon so gut wie vorbestellt. :)
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Avatar Wertungsfanatiker
Wertungsfanatiker
#4 | 26. Jun 2013, 12:32
Schöner Artikel ! Die Möglichkeit, zu teleportieren, ist eine gute Entwicklung.
Dark Souls bietet mit den Checkpoints und dem Gegnerrespawn ein antiquiertes Oldschool - Gameplay. Das gehört zwar zu Dark Souls, macht es aber nicht besser, denn beide "Features" gehören aus PC - Spielen heute verbannt. Es ist einfach nur nervig, nach dem Ableben nochmal sich durch Gegner zu schlachten, die eigentlich bereits besiegt sind. Aber immerhin konsequent, denn der Held selber ist ja eigentlich auch besiegt. Wegen der äußerst bescheidenen PC - Umsetzung wäre DS bei mir bei max. 80 gelandet, fast schon erstaunlich gut, wenn man bedenkt, wie viel bei PC - Umsetzung falsch ist.
Mit der Fortsetzung können From Software ihre Fortschritte auf dem PC zeigen, es müssten allerdings schon so einige sein (Steuerung, Auflösung, Performance, Texturauflösung).
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Avatar TheBlob3000
TheBlob3000
#5 | 26. Jun 2013, 13:03
Ich sage nur...

Severance: Blade of Darkness

Wurde auch Zeit, dass sich endlich mal wieder jemand an Quasi-Schwertkampf-Simulationen heranwagt.
Severance war damals eine Offenbarung und ebenfalls bockschwer. Wüsste abgesehen von DS kein anderes Spiel, das seit Severance die Trägheit von Hieb- und Stichwaffen ähnlich überzeugend dargestellt hat.

DS 1 hat mich grafisch leider nicht wirklich überzeugt. Der zweite Teil wird vorgemerkt...
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Avatar Goldfield
Goldfield
#6 | 26. Jun 2013, 13:03
Zitat von Wertungsfanatiker:
Dark Souls bietet mit den Checkpoints und dem Gegnerrespawn ein antiquiertes Oldschool - Gameplay. Das gehört zwar zu Dark Souls, macht es aber nicht besser, denn beide "Features" gehören aus PC - Spielen heute verbannt.


na mit der meinung stehst du aber alleine auf weiter flur, besonders in ner diskussion bzgl Dark Souls...

ich finds geil bestraft zu werden wenn ich schlecht spiele. die heutigen games sind alle viel zu leicht. speichern an jeder ecke, lebensenergie die sich alleine auffüllt usw usf. herausforderung null, lernkurve null.. einfach spielen, nie scheitern, immer der tolle held sein, aber eigentlich nichts leisten können und wollen..

meiner meinung nach sollte es viel mehr solcher spiele geben. jump 'n runs wo nach 3 leben schluß ist. shooter in denen man stirbt wenn man schlecht spielt und es eben nicht zum nächsten medkit schafft, anstatt einfach 10 sekunden in deckung zu bleiben und wieder kerngesund zu sein...

und außerdem macht das sterben und alles nochmal neu metzeln in Dark Souls durchaus sinn und gehört zum elementaren kern des spiels. durch das sterben und erneute metzeln aller gegner wird der eigene char stärker und genau das ermöglicht ihm seine aufgabe zu erfüllen...

naja wie gesagt, mir fehlen spiele in die ich mich verbeißen kann, am anfang verzweifle, aber am ende umso stolzer bin, weil ich merke, dass ich einfach besser geworden bin und das was anfangs für verzweiflung gesorgt hat plötzlich spielend einfach von der hand geht....

ich sag nur games wie Turrican oder damals Super Mario aufem gameboy.

bis zur unendlichkeit gespielt, anfangs immer gestorben und am ende einfach so gut geworden, dass man beide spiele ohne verlust auch nur eines lebens geschafft hat

diesen ehrgeiz erweckt heute 1 von 1000 spielen in mir. wie denn auch wenn man einfach überall durchläuft ohne herausforderung...

naja vlt sind heutige gamer ja auch einfach so schlecht geworden, dass so was wie die heutigen games tatsächlich ne herausforderung darstellen....

ich werd jetzt jedenfalls nochmal die YS reihe spielen:

Ys - the oath of felghana / -origin / -the ark of napishtim

auch wenn ich jetzt schon weiß, dass mich jeder boss zur verzweiflung treiben wird und unter 3 anläufen gar nichts geht...
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Avatar Shagon_Scragal
Shagon_Scragal
#7 | 26. Jun 2013, 13:06
Ich habe große Hoffnungen an Dark Souls II. Der Vorgänger war für mich eines der ausgewöhnlichsten und vielleicht auch besten Spiele der letzten Jahre. "beste" kann man gar nicht so einfach sagen, da sich die Dark Souls nur schwer mit anderen Spielen vergleichen lässt.

Den Gegnern Zufallsbewegungen zu verpassen finde ich generell sehr gut, da nun auch "einfache" bekannte Gegner einen fies überraschen können. Das könnte im NG+ für etwas mehr Spannung sorgen, die zumindest bei mir im zweiten und dritten Durchlauf etwas abgeflaut ist. Das liegt eben auch daran, dass man erfahrener wird und die Gegnerbewegungen mehr oder minder auswendig lernt.

Ein paar Fehler im Artikel:
Man konnte auch in Dark Souls bereits 2 Waffen tragen. Dass diese bis auf den Gold und Silver Tracer keine besonderen Kombinationen ergeben und deshalb eher eine Block- und eine Schlag/Hieb/Stichwaffe verwendet werden, ist nebensächlich :P

"Da die Spielwelt von Dark Souls aber oft mehrere alternative Routen zulässt, die man abwechselnd ausprobieren sollte, da man in der Regel keine davon im ersten Anlauf komplett durchspielen kann [...]"
Also soweit ich das nach 300 Stunden Dark Souls noch im Kopf habe, kann man jedes Gebiet im ersten Anlauf bewältigen, genug Schaden für Gegner/Bossmonster und die entsprechenden Schlüssel vorausgesetzt.

Die einzigen Gebiete die man nicht komplett durchspielen kann sind die, die mit einer gelben Barriere geschützt sind und erst nach dem Sieg über Orstein und Smough aufgelöst werden wie das Grabmal der Riesen. Dazu muss man durch das vorherige Gebiet der Katakomben, was jedoch auch kein Problem ist wenn man: Beide Glocken läutet -> Frampt besucht -> Anor Londo besucht und O&S umhaut -> wieder zu Frampt und Lordvessel platziert.

In diesem Fall muss man nicht zweimal durch die Katakomben latschen und kann beim ersten Anlauf gleich bis zu Nito durchlaufen.
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Avatar MrLonghui
MrLonghui
#8 | 26. Jun 2013, 13:08
Vorschlag zur Güte: Die Hersteller führen 2 Modes ein - Pussy Mode und Man Mode .... Man Mode ist klassisch und Pussy hat mehr Speicherpunkte, ist leichter usw ... naja man muss ein rosa Tütü tragen und wird ständig als Pussy bezeichnet... so würde man alle Parteien (Publisher, Hersteller ...) glücklich machen (naja die Pussys mal ausgenommen).
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Avatar ThePath
ThePath
#9 | 26. Jun 2013, 13:22
ich bin nach wie vor skeptisch...
in den Gameplaytrailern machen mir die Waffen nen Tick zu viel Schaden...sicherlich vielleicht ist es nur zu Präsentationszwecken...nen high lvl Charakter mit entsprechender Ausrüstung, aber irgendwie will sich die Vorfreude bei mir noch nicht so richtig durchsetzten. Auch jetzt das man standardmäßig teleportieren kann. "Gegner attackieren in zufälligen Mustern": Toll! Vor allem wenn ich den Gegner nie wieder sehe weil ich mich nach dem ersten Durchlauf des Levelabschnitts ja gleich zum Ende teleportiere -.-
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Avatar Max the Payne
Max the Payne
#10 | 26. Jun 2013, 13:29
Ich habe Darksouls über 230 Stunden gezockt, was sagt uns das?

Darksouls 2 wird bestimmt noch besser.
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Details zu Dark Souls 2

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Rollenspiel
Untergenre: Action-Rollenspiel
Release D: 25. April 2014
Publisher: Namco Bandai
Entwickler: FromSoftware, Inc.
Webseite: http://www.darksoulsii.com
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 82 von 5767 in: PC-Spiele
Platz 5 von 328 in: PC-Spiele | Rollenspiel | Action-Rollenspiel
 
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