Zum Thema » Darksiders 2 - Trailer Extended-Fassung des Videos » Darksiders - Test So gut war der Vorgänger Darksiders 2 ab 2,88 € bei Amazon.de Darksiders II für 24,99 € bei GamesPlanet.com »Da sah ich ein fahles Pferd; und der, der auf ihm saß, heißt Tod; und die Unterwelt zog hinter ihm her.« (Buch der Offenbarung 6, 8). Wer das Action-Adventure Darksidersin der Rolle von Krieg durchgespielt hat (oder sich auch nur entfernt mit der Bibel auskennt), weiß, dass er nicht der einzige Apokalyptische Reiter ist.

In Darksiders 2schlüpft der Spieler in die enge Lederhose von Tod, dem vierten Reiter aus der biblischen Offenbarung. Kriegs Bruder hält nichts von dessen Kleidungsstil und trägt entsprechend keinen Mantel mit Kapuze und schwerer Rüstung, sondern sieht eher aus wie der Sänger einer Metal-Band: Eine eng anliegende schwarze Lederhose, der freie, muskulöse Oberkörper und das strähnig-lange, pechschwarze Haar zeichnen Tod aus. Am markantesten ist aber die furchterregende, dämonische Totenkopfmaske, die das Gesicht des Reiters verhüllt.

Wie es sich für einen Mann mit dem Namen »Tod« gehört, trägt er außerdem kein langweiliges Schwert, sondern zwei handliche Sensen bei sich. Bitte nicht verwechseln: Tod ist nicht der Schnitter - das würde das Spiel auch langweilig machen, denn wer seine Gegner mit einem Fingerschnipp um die Ecke bringen kann, hat schließlich nichts zu befürchten. Im Bibeltext ist Tods Waffe nicht wie bei den anderen drei Reitern genau beschrieben, doch wird er in Gemälden und Illustrationen meist mit einer Sense dargestellt. Das mag nicht ganz werkgetreu sein, doch schneidiges Auftreten ist für die Hauptfigur eines Videospiels nunmal wichtig - und deshalb darf er die Sensen unserer Meinung nach ruhig tragen.

Ein Screenshot von einem vermeintlich neuen DLC für Darksiders 2.

Die Apokalypse rückgängig machen

Die Geschichte von Darksiders 2 ist keine Fortsetzung des ersten Teils, sondern spielt parallel zu Kriegs Rachefeldzug: Als Tod Wind davon bekommt, dass sein Bruder zu Unrecht für die verfrühte Apokalypse verantwortlich gemacht wird, setzt er alles daran, dem eingekerkerten Reiter zu helfen und das Ende aller Tage rückgängig zu machen.

Darksiders 2 : Tod schwingt mächtige Waffen gegen seine dämonischen Widersacher. Tod schwingt mächtige Waffen gegen seine dämonischen Widersacher. Tod ist ein arroganter Heißsporn und sehr viel agiler als Krieg, was man im Spielverlauf deutlich merkt - während Krieg über einen großen Zeitraum des ersten Darksiders-Spiels wenig mehr als ein willenloser Spielball der Unterwelt war, ist Tod entscheidungsfreudiger und verfolgt eigene Ziele. Er will mit aller Macht die Ereignisse aufklären, die zur Apokalypse geführt hatten. Wie sehr sich die beiden Reiter voneinander unterscheiden, zeigen bereits die ersten Minuten des gezeigten Levelabschnitts. Tod steht an einer schroffen Klippe, vor ihm der bodenlose, grünlich leuchtende Höllenschlund. In der Ferne schwebt eine Stadt über dem Nichts. Zwei an die totenkopfartigen Mauern angekettete Drachen schlängeln sich mit ihren massigen, gliederlosen Körpern durch die Luft und schnappen gierig nach dem Apokalyptischen Reiter.

Tod will eine Audienz beim Oberhaupt der Höllensiedlung. Er ruft sein Ross herbei, saust mit Anlauf über die spitzen Felsen durch die Luft, landet auf einer der Riesenschlangen, galoppiert über den schuppigen Körper hinweg, springt aus dem Sattel, hüpft mit Riesensätzen über den Rücken des sich windenden Monsters. Ein letzter, gewagter Sprung, und Tod hat wieder Boden unter den Füßen. Geschmeidig hüpft er über den felsigen Grund, nutzt seinen Enterhaken, um sich über klaffende Löcher in der maroden Konstruktion zu schwingen und arbeitet sich wie Ninja Ryu Hayabusa zwischen zwei Wänden Stück für Stück vor.

Mit Sensenkombos gegen Skelette

Als Tod sich ins finstere Innere der Stadt vorwagt, findet er allerdings nicht, wonach er gesucht hatte: Eine Audienz beim ansässigen Höllenfürsten muss er sich erst verdienen! Man schickt ihn in die Goldene Arena, wo er den amtierenden Gladiatorenmeister besiegen soll. Nun könnte man glauben, dass Tod durch das Tor der Kampfarena marschiert und sich dem Star-Gladiator kurzerhand im Zweikampf stellt. Pustekuchen! Er muss sich zunächst durch einen verzweigten Dungeon schnetzeln, wo ihn Skelettwesen und riesige Käfer erwarten.

Darksiders 2 : Neben den Sensen schwingt Tod auch einen großen, ausbaufähigen Hammer. Neben den Sensen schwingt Tod auch einen großen, ausbaufähigen Hammer.

Die Höhlengänge sind finster und voll von Tropfsteinen, die abseits des Weges wie die spitzen Zähne eines gigantischen Monstergebisses in die Höhe ragen. Beim ersten Waffeneinsatz sind wir trotz vorheriger Ankündigung der Entwickler sehr überrascht, wie sehr sich Tods Kampfstil vom eher schwerfälligen Schwertgefuchtel seines Bruders abhebt: Mit beiden Sensen fegt er wie ein Wirbelwind durch die Skeletthorden und zerlegt die Biester in ihre staubigen Einzelteile.

Mitten in der Sensenkombo verwandelt er sich gar kurzzeitig in seine wahre Form, die unserer Vorstellung des Schnitters ziemlich ähnlich sieht: In ein grün leuchtendes, langes Gewand gehüllt fügt er die beiden Mini-Sensen zu einer wahrhaft riesigen Waffe zusammen und pflügt wie Gevatter Tod persönlich durch seine Gegner. Wir erinnern uns: Krieg konnte sich im ersten Darksiders nur verwandeln, solange seine Wut-Anzeige gefüllt war - und mal eben schnell während einer Kombo ging das schon gar nicht. Auch ein weiteres Detail unterscheidet Tod von seinem schwer gepanzerten Bruder: Der Reiter mit der Totenkopfmaske blockt die gegnerischen Angriffe nicht, sondern weicht ihnen agil aus. Bei besonders gut koordinierten Manövern bringt das sogar Bonus-Erfahrungspunkte, die man als Spieler im Talentbaum in neue Fähigkeiten oder Level-Ups investieren kann.