Defiance - Free2Play

Ego-Shooter  |  Release: 02. April 2013  |   Publisher: Namco Bandai
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Defiance in der Vorschau

Rift als Shooter

Am 2. April erscheint der MMO-Shooter Defiance, die gleichnamige TV-Serie startet zwei Wochen später. Wie haben Defiance bereits vor dem Test ausführlich gespielt und festgestellt: Trion hat viele gute Ideen aus seinem Online-Abenteuer Rift nach Defiance verpflanzt.

Von Patrick Lück |

Datum: 28.03.2013


Defiance : Düsen wir anfangs mit offenen Quadbikes durch die Gegend, greifen wir später auf vollverkleidete Buggys, Pick-Ups oder Geländewagen zurück. Düsen wir anfangs mit offenen Quadbikes durch die Gegend, greifen wir später auf vollverkleidete Buggys, Pick-Ups oder Geländewagen zurück.

Karl von Bach. So muss ein internationaler Großindustrieller heißen. Deutsch. Arrogant. Gebildet. Ehrgeizig. Größenwahnsinnig. Im MMO-Shooter Defiance , der am 2. April startet, heißt so unser Chef. Der Waffenmagnat (natürlich, was sonst?!) schickt uns in die San Francisco Bay Area, wo wir als »Archenjäger« nach wertvollen Alien-Artefakten für die Waffenforschung suchen sollen.

Von Bach bekümmert es dabei wenig, dass ein als »Archenkern« bekanntes Artefakt bei der tragischen »Schlacht von Defiance« zu einer Katastrophe führte und die ganze Erde einem verhängnisvollen Alien-Terraforming unterzog. Vielmehr erhofft sich der Industriebaron, die radikale Verwandlung der Welt rückgängig machen zu können. Wir helfen ihm dabei und haben Defiance in der geschlossenen Alpha-Version und an den Beta-Wochenenden ausführlich angespielt.

So können wir schon jetzt abschätzen, was uns erwartet, wenn Defiance am 2. April startet. Zumindest auf spielerischer Seite. Ab dem 16. April sendet dann der SyFy-Spartenkanal die gleichnamige Fernsehserie, die mit dem Spiel verknüpft ist. Beispielsweise wird ein besonders erfolgreicher Spieler in der Serie am »Tag der Waffenruhe« mit einem Porträt geehrt, für das in den bereits abgedrehten Folgen ein Greenscreen-Platz freigehalten wurde. Ob das wirklich funktioniert und etwas bringt, steht freilich in den Sternen.

Das Bezahlmodell
Defiance verzichtet auf das derzeit modische Free2Play-Modell, sondern kommt ähnlich wie zum Beispiel Guild Wars 2 als regulärer Vollpreistitel in die Läden. Auch erhebt Trion keine Abo-Gebühren, dafür bietet Defiance einen Echtgeld-Shop, der neben Kleidung und Fahrzeugen auch Booster oder Komfortfunktionen wie ein größeres Inventar feilbietet. Ob und wie der Shop die Balance zwischen regelmäßig zahlenden Nutzern und Einmal-Box-Käufern beeinträchtigt, können wir erst im Langzeittest beurteilen.

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Die oberste Direktive: Dynamik

Unseren Ausflügen in die Endzeit-Welt von Defiance fällt uns sofort angenehm auf, wie sehr Trion bei seinem eigenen Online-Rollenspiel Rift nacheifert. Hier wie dort lautet anscheinend die oberste Direktive: »Dynamik«. Egal, wo wir in der - wie in einem Online-Rollenspiel frei erkundbaren - Spielwelt gerade hinlaufen oder -fahren: Es gibt immer und sofort etwas zu tun. Sofern wir das denn wollen.

Defiance : Die Story-Kampagne führt auch immer wieder mal in Solo-Instanzen. In dieser hier bekommen wir es in einem kniffligen Bosskampf mit dem durchgeknallten »Joe Teach« zu tun. Die Story-Kampagne führt auch immer wieder mal in Solo-Instanzen. In dieser hier bekommen wir es in einem kniffligen Bosskampf mit dem durchgeknallten »Joe Teach« zu tun.

Beispielsweise gibt es gleichmäßig über die Welt verteilt Nebenmissionen. Während uns einige davon auf die genreüblichen Sammeltouren schicken, gibt es auch angenehme Abwechslung in Form von Quad-Rennen gegen die Zeit, Scharfschützen-Herausforderungen oder Gefechten gegen immer stärkere werdende Gegnerwellen.

Die meisten dieser Nebenmissionen können wir beliebig oft wiederholen, um nächsthöhere Medaillen oder neue Highscores zu erreichen, mit denen wir vor Freunden oder gar weltweit angeben können. Außerdem warten alle paar Meter am Wegesrand Sofortmissionen, die wir nach Lust und Laune ignorieren oder erfüllen können. Befreien wir Geiseln, räuchern ein Bug-Nest aus oder beleben gefallene Zivilisten wieder? Das lockert die flotten Schießereien zusätzlich auf.

Wie die Rifts in Rift

Ein besonderes Augenmerk von Trion liegt auf speziellen Ereignissen, die hier »Archenfälle« heißen und den Rifts aus, nun ja, Rift ähneln. Dort öffneten sich Dimensionsrisse, aus denen dann allerlei Monstrositäten quollen. Jeder vorbei kommende Spieler konnte sich an der Abwehr der Bestien beteiligen. Ähnlich verhält es sich mit den Archenfällen.

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Defiance - Screenshots von der PAX Prime 2014

Hier stürzen meteoritenähnliche Splitter vom Himmel, die »Archen« heißen, weil sie meist Alien-Lebensformen mit sich bringen. Schlägt so eine Arche irgendwo in der Spielwelt auf, dürfen sich alle Spieler in der Gegend dazu aufmachen, die Arche samt Besatzung zu zerstören. Gruppenbildung ist nicht nötig, jeder geht oder fährt einfach hin und eröffnet nach Belieben das Feuer. Der Schwierigkeitsgrad der oftmals mehrstufigen Herausforderungen passt sich automatisch an die Spielerzahl an.

Vor allem zu den Bosskämpfen größerer Archenfall-Invasionen versammelten sich im Betatest gerne mal mehrere Dutzend Spieler, die dann in einer großen Schlacht gegen einen Endgegner samt Eskorte antraten. Es macht Spaß, sich unvermittelt an diesen Scharmützeln zu beteiligen, die überdurchschnittlich dicke Belohnungen in Form von Geld, Munition oder Ausrüstung abwerfen.

Defiance : Weil Archenfälle oft wertvolle Belohnungen wie Geld oder Ausrüstung abwerfen, versammelt sich oft rasch eine Meute von Archenjäger-Mitspielern um die vom Himmel gefallene Arche.

Archenjäger
Weil Archenfälle oft wertvolle Belohnungen wie Geld oder Ausrüstung abwerfen, versammelt sich oft rasch eine Meute von Archenjäger-Mitspielern um die vom Himmel gefallene Arche.

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Avatar Kleinkariert
Kleinkariert
#1 | 28. Mrz 2013, 16:27
Die schwache Gegner KI hat mich in der Beta 3 so sehr gestört, dass mir nach 2 Stunden spielen klar war, dass ich das Spiel erstmal nicht kaufen werde.
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Avatar Zyalnover
Zyalnover
#2 | 28. Mrz 2013, 16:56
Ist mal was anderes als diese Standart mmos die jedes Jahr rauskommen.
Ich freu mich auf das Spiel.
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Avatar Iaquinta
Iaquinta
#3 | 28. Mrz 2013, 17:03
Zitat von Kleinkariert:
Die schwache Gegner KI hat mich in der Beta 3 so sehr gestört, dass mir nach 2 Stunden spielen klar war, dass ich das Spiel erstmal nicht kaufen werde.


Die KI ist doch meines Erachtens bei allen MMO's relativ dumm, daher stört mich das hier nicht.
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Avatar Hugenotte
Hugenotte
#4 | 28. Mrz 2013, 17:06
Ich verstehe nicht, was alle gegen die KI haben. Leute es ist ein MMO, und die Gegner in Defiance verhalten sich weitaus taktischer als in fast allen anderen MMO´s, die ich bisher gespielt habe (spiele seit DAOC MMos, also fast 13 Jahre). Wenn es ein Singleplayer Shooter wäre, könnte man über die KI meckern, aber für ein MMO ist die total ok.
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Avatar Thyariol
Thyariol
#5 | 28. Mrz 2013, 17:10
Ich finde sowohl die Grafik sehr gut, als auch die KI als ausreichend - immerhin weicht sie aktiv aus, versucht einen zu umgehen oder in Deckung zu gehen. Aber man sollte da vielleicht auch nicht zuviel erwarten - es soll ja auch Spaß machen. ;)

Ansonsten recht gute Zusammenfassung.
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Avatar bloodycow
bloodycow
#6 | 28. Mrz 2013, 17:21
B2P für 50€, dabei sieht das Spiel aus wie nen F2P evtl noch schlechter, die Nebenquests haben Silkroad Online Niveau, DLC Pass und Microtransaktionen. Da spart lieber die 50€ und spielt Firefall.
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Avatar Tarsius
Tarsius
#7 | 28. Mrz 2013, 17:23
Ich raffe immer noch nicht, warum nicht wenige das Game mit PS2 vergleichen? oO Es ist doch mehr MMO als klassischer Shooter.

Auf jeden Fall, wirkt es etwas gewagt, und nicht aufgewärmt. Das ist etwas das dem MMO-Segment immer öfter fehlt.
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Avatar Killergamesplaya
Killergamesplaya
#8 | 28. Mrz 2013, 17:26
Zitat von Iaquinta:


Die KI ist doch meines Erachtens bei allen MMOs relativ dumm, daher stört mich das hier nicht.

ja aber hier spielt es sich wie ein shoter und da sollte die ki wenigstens nen bissen was können
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Avatar TwistedTacco
TwistedTacco
#9 | 28. Mrz 2013, 17:27
Ich prophezeie dem Spiel ein ähnliches Schicksal wie Tabula Rasa.
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Avatar Chaz0r
Chaz0r
#10 | 28. Mrz 2013, 17:28
Ich hatte an dem Spiel schon lang Interesse. Als alter Fan von Tabula Rasa stehe ich Sci-Fi und vor allem Shooter-MMOs immer sehr offen gegenüber.

Konnte nun auch die Beta testen und habs mir direkt vorbestellt. Grafisch fand ich das Ganze alles andere als Zweckmäßig. Ich würde sagen, dass definitiv besser geht. Aber ich habe einige MMOGs gespielt und mir würden spontan nur wenige einfallen, welche ähnlich gut aussehen. Secret World würde in etwa optisch in die Richtung gehen, von der Weitsicht her sogar besser, aber dafür ist TSW auch deutlich unperformanter. Und sonst? Guild Wars 2 ist meiner Meinung nach noch auf nem ähnlichen Niveau, punktet aber meiner Meinung nach n bisschen auch mit der Weitsicht. Sonst würd mir nicht viel einfallen an MMOGs, was mindestens genau so gut aussieht.

Spielerisch fand ich Defiance unfassbar gut. Ich würde die KI aber nicht als stroh-doof bezeichnen. Sie ist meiner Meinung nach etwas unter dem Niveau von Borderlands. Ausbaufähig in jedem Fall, aber ausreichend. Zumal man unbedingt erwähnen muss, dass die Gegner in Massen doch ernst zu nehmen sind. Da kann ein Fehler schonmal zum Tod führen.

Die Welt fand ich eigentlich absolut richtig designed. Natürlich bin ich gespannt wie die Gebiete im fertigen Spiel variieren, aber wir sind hier auf einer terrageformten Erde. Diese Mischung aus Fremd und Vertraut ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Dass man da nicht plötzlich in einem riesigen Lavagebiet oder einem Avatar-ähnlichen Planeten landet, finde ich nur konsequent.
Für die Leute, die Tabula Rasa gespielt haben: Man kann das mit den einzelnen Foreas-Gebieten vergleichen. Alle grundlegend ähnlich, aber vom Stil her oft etwas anders.

Die Story finde ich, was man so testen konnte, wirklich interessant. Und hier muss ich die Preview nochmal korrigieren: Die Storyquests werden keinen Einfluss auf die Serie haben und umgekehrt auch nicht. Dafür gibt es spezielle Episodenquests, welche dann nochmal Ministorys erzählen. Die Ministorys sind dabei so konzipiert, dass man im Spiel alles relevante erfährt. Sie spielen sich dabei wie kleine storylastige Nebenquests. Der volle Umfang wird dann vermutlich eben in der TV-Serie klar, sodass man viele Zusammenhänge erhält, wenn man beides konsumiert, aber beides funktioniert auch unabhängig voneinander.

Das Gameplay selbst lässt sich als eine Art Borderlands-MMOG bezeichnen.

Die Archenfälle fand ich spitze und waren für mich Event-Technisch das beste, was ich in nem MMOG gesehen hab (wobei ich die Rifts aus Rift nicht kenne). GW2 macht das zwar auch sehr gut, aber vor allem die großen Boss-Archenfälle wirken einfach klasse dynamisch vom Gameplay her. Bei GW2 sind die Boss-Events zwar auch cool gemacht, allerdings deutlich statischer. Vor allem bei den Drachen steht man in vielen Bereichen einfach nur viel rum und hält drauf.
Hier ist wirklich konsequent Bewegung angesagt. Und wenn dann zum Teil wirklich 50-60 Spieler sonen Boss niederballern und es rummst an allen Enden, ist das schon extrem cool.

Ich weiss nicht wie die Serie wird, aber mich hat das Spiel in der Beta so überzeugt, dass ich gleich Spiel und Season Pass vorbestellt habe. So begeistert wie dieses Spiel in der Beta hat mich lange kein Spiel mehr (wobei das Ganze sicher nicht für jeden etwas ist).
Wenn die Serie dann auch noch klasse wird und das Zusammenspiel funzt, um so besser.

Das PvP ist solide. Wer großes Shooter-PvP will, fährt mit Planetside 2 zwar definitiv besser, aber hier rundet das PvP das Gesamtpaket des Spiels auf solide Art und Weise ab.

Ich war auf jeden Fall richtig, richtig angetan. Freue mich drauf :)
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PROMOTION

Details zu Defiance

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 02. April 2013
Publisher: Namco Bandai
Entwickler: Trion Worlds
Webseite: http://www.defiance.com/de/
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 248 von 5752 in: PC-Spiele
Platz 48 von 753 in: PC-Spiele | Action | Ego-Shooter
 
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