Die Siedler Online : Der Free2Play-Titel Die Siedler Online scheint für Ubisoft profitabler zu sein, als die gesamte Vollpreis-Reihe. Der Free2Play-Titel Die Siedler Online scheint für Ubisoft profitabler zu sein, als die gesamte Vollpreis-Reihe. Vielen Spielern stößt der Trend einiger Publisher zu immer mehr Free2Play-Titeln sauer auf. Ubisoft, welche bereits in der Vergangenheit weitere F2P-Spiele für zahlreiche hauseigene Marken ankündigten, lieferten nun einmal mehr eine Begründung für diese Geschäftspolitik.

Stephanie Perotti, Worldwide Director of Online Games, erklärte auf einer Investoren-Konferenz, dass ihnen das Free2Play-Spiel Die Siedler Onlinein den ersten vier Jahren seit dem Start 2011 des Titels mehr Einnahmen bescheren wird als das gesamte Franchise in Form von Retail-Versionen in den letzten neun Jahren, seitdem Ubisoft 2004 als Publisher für die Reihe auftritt.

»Free2Play ist ein sehr flexibles Geschäftsmodell. Der Spieler hat die Möglichkeit, mehr als in einen traditionellen Titel [Anm.: Retail-Version zum Vollpreis] zu investieren. Die Siedler Online wird in den ersten vier Jahren mehr Geld generieren als die Siedler-Marke auf dem PC in den letzten neun Jahren. Wir können einfach alles kontrollieren, von den Preisen über das Marketing, als wären wir ein Online-Shop.«

Zudem sind sich Perotti und ihr Kollege, Chief Financial Officer Alain Martinez, sicher, dass das Free2Play-Konzept auch auf die nächste Konsolen-Generation übergreifen wird.

»Es wird Free2Play auf den Konsolen geben. Aber in der Zukunft sehen wir etwa mit Spielen wie Watch Dogs mehr Möglichkeiten, wie 60-Dollar-Spiele vom Free2Play-Modell lernen können. Die nächste Generation wird mehr und mehr Item-basierenden Content liefern. Das hält unsere Spiele profitabel.«, so Martinez.

Im Klartext: Auch Vollpreistitel sollen vermehrt zusätzlich auf Mikrotransaktionen setzen. Ubisoft rechnet im Geschäftsjahr 2013 mit 50 bis 60 Millionen Euro Einnahmen allein durch die hauseigene Free2Play- und Casual Games-Sparte. 2012 waren es noch 20 Millionen Euro.

Quelle: Venturebeat.com