Warren Spector : Warren Spector (rechts) bei einer Präsentation seines Spiels Disney Micky Epic mit GameStar- und GamePro-Redakteur Daniel Feith. Warren Spector (rechts) bei einer Präsentation seines Spiels Disney Micky Epic mit GameStar- und GamePro-Redakteur Daniel Feith. Der Trend zur übertriebenen Gewaltdarstellung auf der Spielemesse E3 ist auch an Warren Spector nicht unbemerkt vorbeigegangen. Der Mitentwickler von Spielen wie Deus Ex, Thief und System Shock sprach sich in einem Interview mit gamesindustry.biz klar gegen die zunehmende Brutalität in Spielen aus:

»Die extreme Brutalität muss aufhören. Wir müssen aufhören sie zu lieben. Ich glaube einfach nicht daran, dass sie als Effekt sinnvoll genutzt werden kann. Aber ich glaube, dass wir Gewalt zum Fetisch machen. In einigen Fällen wird sie jetzt sogar mit einer jugendlichen Sicht auf Sexualität verknüpft. Ich halte das für geschmacklos. Und ich glaube am Ende wird es uns Ärger machen.«

Spector waren die Gewaltdarstellung auf der E3 und in Spielen im Allgemeinen schon früher ein Dorn im Auge. So habe er Eidos 2004 auch verlassen, weil die Spiele des Entwicklers für seinen Geschmack zu sehr auf Gewalt als Spielelement setzten. »Damals war es schlimm, inzwischen sind wir weit über schlimm hinaus«, so Spector.

Auch wir waren vom Hang zum Gewaltspektakel auf der E3 2012 nicht sonderlich angetan und haben diesen Aspekt der Spielepräsentation im Rahmen der Messe in einer Folge unserer Expert Talks zur E3 2012 behandelt.

Warren Spector stellte auf der Messe sein neues Spiel Disney Micky Epic - Die Macht der 2 vor.

Disney Micky Epic: Die Macht der 2 (360)
Mit Tinte hauchen wir Ortensias ausradiertem Haus neues, leuchtend pinkes Leben ein.