Die Studenten Guillaume Lample und Devendra Singh Chaplot arbeiten derzeit an einer KI, die über die Methoden des Bestärkenden Lernens sich selbst Doom beibringt. Darüber berichtet nextbigfuture.com, die wissenschaftliche Arbeit der beiden US-Studenten der Carnegie Mellon University findet sich auf der Webseite der Universität. Die Videos oben und unten dokumentieren den Fortschritt der KI.

Die Studenten bauen auf der Arbeit von Google auf, deren »DeepMind«-Forscher einer KI 2D-Atari-Spiele beibringen konnten. Die 3D-Welt von Doom ist natürlich ungleich komplexer und stellt eine ganz andere Herausforderung dar.

Was ist an der KI besonders?

Shooter haben seit jeher KI-Gegner, auch Doom von 1993 lässt gegen NPCs antreten. Was ist an der künstlichen Intelligenz also so speziell?

KI-Einheiten in Spielen cheaten grundsätzlich: Die Gegner kennen die Karten, wissen wo der Spieler steht und folgen vorprogrammierten Mustern. Außerdem lernen sie nicht dazu und sammeln keine Erfahrung. Die hier vorgestellte KI der Studenten wird nicht in das Spiel hineinprogrammiert, sondern agiert wie ein Mensch. Sie sieht nur, was gerade auf dem Bildschirm passiert und fällt in Echtzeit Entscheidungen, die auf vorher gesammelter Erfahrung basieren und keinen vorgegebenen Mustern entsprechen.

Lample und Chaplot erklären in ihrem Papier, dass der Lernprozess mit Szenarien begann, in denen sie sich nur umdrehen und auf Gegner schießen musste. Mittlerweile kann die KI Deathmatch spielen und schlägt auch die meisten menschlichen Gegner.

KI lernt Autofahren

All diese Forschung wird natürlich betrieben, um die Entwicklung von künstlichen Intelligenzen voranzutreiben. Lample und Chaplot selbst lassen das Thema »Autonomes Fahren« fallen, auch hier werden lernende KIs in Videospielen trainiert.

Erst kürzlich hatten wir von einem deutschen Universtitätsprojekt DeepDrive berichtet, bei dem Fahrzeug-KIs in GTA 5 das Autofahren lernen. Diese künstlichen Intelligenzen schneiden schon jetzt besser ab als solche, die nur mit dem vorhandenen »KI-Lernmaterial« der britischen Cambridge University das selbständige Fahren lernen.