Dragon Age: Inquisition im Technik-Check : Dank Frostbite-3-Engine hebt sich Dragon Age: Inquisition optisch deutlich vom Vorgänger ab. Aber wie sieht es mit den Anforderungen an die Hardware aus? Dank Frostbite-3-Engine hebt sich Dragon Age: Inquisition optisch deutlich vom Vorgänger ab. Aber wie sieht es mit den Anforderungen an die Hardware aus?

Mit Dragon Age: Inquisition schickt Electronic Arts den heiß erwarteten dritten Teil der Dragon Age-Reihe in den Kampf um den Rollenspiel-Thron. Grafisch hat Dragon Age: Inquisition einiges zu bieten: Unter der Haube des neuen BioWare Rollenspiels arbeitet nämlich die Frostbite-3-Engine (die auch in Battlefield 4 zum Einsatz kommt) vom Entwickler DICE.

Zum Thema » Größe ist nicht alles Dragon Age: Inquisition im Test » Story, Welt, alternative Enden Was bisher geschah... DA: Inquisition ab 4,99 € bei Amazon.de Dragon Age: Inquisition für 17,99 € bei GamesPlanet.com Der Grafikmotor, der unter anderem auch das kommende Battlefield Hardline oder Mirror's Edge 2 antreiben wird, kann beeindruckende Grafik mit vergleichsweise moderaten Systemanforderungen erzeugen und zählt momentan zu einer der leistungsstärksten Spiele-Engines der Branche – die Zahl der (angekündigten) Frostbite-Titel nimmt entsprechend zu.

Im Fall von Dragon Age: Inquisition merkt man dem lang ersehnten Bioware-Spiel die Verwendung der Frostbite-3-Engine deutlich an. Knackscharfe Texturen, beeindruckende Licht- und Schatteneffekte und sehr detaillierte Umgebungen – Inquisition sieht in den höchsten Grafikeinstellungen in der Tat sehr gut aus. Wir haben herausgefunden, wie hoch die Hardware-Anforderungen dafür in den unterschiedlichen Detailstufen sind.

Systemanforderungen

Besonders in maximalen Grafikdetails kostet das Fantasy-RPG aber enorm viel Leistung: Selbst eine flotte Nvidia Geforce GTX 780 lässt die Bilder pro Sekunde in einigen Szenen mit vielen Leveldetails, Beleuchtungseffekten und aufwendiger Tesselation unter die 30-fps-Marke fallen. Im Gegenzug läuft Inquisition in mittlerer Detailstufe auch auf deutlich schwächerer Hardware wie einer AMD Radeon HD 5850 flüssig.

Die Prozessorleistung trägt im Vergleich zur Grafikkarte eher wenig zu allgemeinen Performance des Spiels bei – umso erstaunlicher, dass Inquisition unter Zwei- oder Drei-Kern-Prozessoren ähnlich wie Call Of Duty: Advanced Warfare den Dienst verweigert. Mit Dual-Core-Prozessoren, die Hyperthreading unterstützen (wie der Intel Core i3 3220), also vier Threads gleichzeitig bearbeiten können, läuft BioWares Rollenspiel in hohen Einstellungen problemlos.

Auch hinsichtlich des Arbeitsspeichers ist Dragon Age: Inquisition nicht gerade zimperlich, sodass für flüssiges Spielen 6,0 GByte RAM vorhanden sein sollten. Je nachdem, wie viele Hintergrundprogramme auf Ihrem Rechner laufen, funktioniert Inquisition auch mit 4,0 GByte Arbeitsspeicher, allerdings müssen Sie dann mit gelegentlichen Nachladerucklern rechnen.

1920x1080, voreingestellte Grafikqualität »Ultra«
Grafikkarte: Nvidia Geforce GTX 780 oder AMD Radeon R9 280X
Prozessor: Intel Core i5 2400 oder AMD FX 6300
Arbeitsspeicher: 6,0 GByte
Festplatte: 30 GByte

1920x1080, Voreinstellung »Hoch«
Grafikkarte: Nvidia Geforce GTX 660 oder AMD Radeon HD 6950
Prozessor: Intel Core 2 Quad Q9400 oder AMD Phenom II X4 965
Arbeitsspeicher: 6,0 GByte
Festplatte: 30 GByte

1920x1080, Voreinstellung »Mittel«
Grafikkarte: Nvidia Geforce GTX 460 oder AMD Radeon HD 5850
Prozessor: Intel Core i5 661 oder AMD Athlon II X4 640
Arbeitsspeicher: 4,0 GByte
Festplatte: 30 GByte

Grafikvergleich

Dragon Age: Inquisition im Technik-Check : In »Ultra Settings« zählt Dragon Age: Inquisition zu einem der hübschesten Rollenspiele überhaupt. Vor allem die hohe Texturauflösung und die Beleuchtungseffekte beeindrucken.

Dunkelgrüne Kategorie
In »Ultra Settings« zählt Dragon Age: Inquisition zu einem der hübschesten Rollenspiele überhaupt. Vor allem die hohe Texturauflösung und die Beleuchtungseffekte beeindrucken.

In unserer dunkelgrünen Kategorie (Ultra Setting) sieht Dragon Age: Inquisition sehr beeindruckend aus, vor allem der hohe Detailgrad, die Beleuchtung und die liebevoll gestaltete Spielwelt zeigen die Power der Frostbite-Engine. Da wir uns in dieser Kategorie für die Voreinstellung »Ultra« entschieden haben, sind fast alle Effekte voll aufgedreht – die Ausnahme machen hier die höchste Texturauflösung »Von Nichts berührt« und die maximale Qualitätsstufe der Post-Processing-Effekte.

Leichte optische Unterschiede lassen sich bei den am höchsten aufgelösten Texturen zwar erkennen, allerdings kostet die »vom Nichts berührte« Qualitätsstufe extrem viel Leistung, weshalb wir Ihnen raten, darauf zu verzichten. Keine Unterschiede sind dagegen bei der Post-Processing-Qualität erkennbar, sodass Inquisition in der »Ultra«-Voreinstellung optisch die besten Ergebnisse liefert.

Für die hellgrüne Kategorie verringern wir die allgemeine Grafikqualität auf »Hoch«, wobei sich der optische Unterschied auf den ersten Blick kaum bemerkbar macht, die Leistung aber deutlich steigt. In dieser Qualitätsstufe sind die Hardware-Anforderungen spürbar geringer, sodass Dragon Age: Inquisition selbst auf älteren Grafikkarten wie einer Nvidia Geforce GTX 560 Ti flüssig (30+ fps) läuft.

Die mittlere Grafikqualitätsstufe, die wir als gelbe Kategorie verwenden, zeigt einen deutlichen Qualitätsverlust. Hauptsächlich der Wegfall der, durch HBAO (Horizon Based Ambient Occlusion) erzeugten Schatten, lässt die Umgebung deutlich künstlicher wirken. Auch die verringerte Texturauflösung und die reduzierte Schattenqualität verursachen einen deutlichen grafischen Qualitätsverlust – dafür kriegen Sie das Rollenspiel in diesen Einstellungen auch auf einer veralteten Nvidia Geforce GTX 460 zum Laufen.

Im Gegensatz zur gelben Kategorie zeigt Inquisition in niedrigsten Einstellungen einen nochmals deutlichen Abfall der grafischen Qualität: Der Verzicht auf Umgebungsverdeckung, die auf Entfernung sehr matschigen Texturen und der deutlich eingeschränkte Detailreichtum der Spielwelt kratzen stark an der Atmosphäre des Rollenspiels – dafür sind die Anforderungen dann wirklich sehr gering.

Grafikmenü

Dragon Age: Inquisition im Technik-Check : Das Grafikmenü bietet eine Vielzahl möglicher Einstellungen und Effekte.

Grafikmenü Teil 1
Das Grafikmenü bietet eine Vielzahl möglicher Einstellungen und Effekte.

Die Grafikoptionen fallen erfreulicherweise sehr komplex aus, sodass Sie aus einer Vielzahl an unterschiedlichen Einstellungen wählen können, um Dragon Age: Inquisition auf Ihrem Rechner lauffähig zu machen. Ärgerlich ist hingegen, dass uns das Spiel bei fast jeder einzelnen Grafikoption zu einem Neustart zwingt und einzelne Einstellungen wie beispielsweise die Post-Processing-Qualität keine sichtbaren Auswirkungen haben.

Sollten Sie sich unsicher sein, welche Effekte Sie zugunsten von mehr Leistung verringern sollten, zeigt Ihnen das Grafikmenü zu jeder Einstellung kleine Texte, die die Auswirkung der jeweiligen Einstellung beschreiben und so für mehr Transparenz sorgen – eine praktische und immer noch viel zu seltene Hilfe.

DirectX 11 vs. Mantle

Die Vorab-Version, die uns Electronic Arts zur Verfügung gestellt hat, zeigt in den Anzeige-Optionen zwar einen Schalter zum Wechsel zwischen DirectX 11 und Mantle, allerdings blieb diese Einstellung in unserer im Technik-Check verwendeten Vorabversion stets ausgegraut, sodass wir Dragon Age: Inquisition auch auf Radeon-Karten ausschließlich unter DirectX 11 testen konnten.

Erfahrungsgemäß dürften AMD-Grafikkarten vor allem in Verbindung mit schwächeren Prozessoren deutlich von der AMD-exklusiven Grafikschnittstelle Mantle profitieren. Bei aktuellen Prozessoren wie den Core i5/i7-Modellen von Intel dürften die Unterschiede zwischen DirectX 11 und Mantle hingegen eher gering ausfallen, zu Mal die Grafikkarte sowieso den stärksten Einfluss auf die Leistung von DA: Inquisition hat.

Sobald wir eine Verkaufsversion mit funktionierender Mantle-Unterstützung erhalten, werden wir an dieser Stelle einen Vergleich zu DX11 nachreichen.

Dragon Age Inquisition - Technik-Check