Vier Tage lang konnten viele Besitzer von Dragon Age: Originsihr Spiel nur eingeschränkt oder gar nicht nutzen. Da die DRM-Server von Bioware ausgefallen waren, wurden die DLCs des Rollenspiels als nicht autorisiert angezeigt. Damit konnten die bezahlten Zusatzinhalte nicht genutzt werden. Schlimmer war jedoch, dass auch alle Spielstände, die in irgendeiner Weise mit den Download-Erweiterungen in Berührung gekommen waren, beispielsweise eine Kampagne in der man auch nur kurz mit einem neuen Charakter gesprochen hat, nicht funktionierten.

Die Probleme begannen am 9. April und wurden erst am Morgen des 13. April (deutsche Zeit) wieder behoben. Auf der Webseite Ars Technica hat der Redakteur Jon Stokes seine Erlebnisse rund um das Wochenende geschildert.

Dragon Age: Origins : Die zahlreichen DLCs von Dragon Age: Origins wurde zeitweise als nicht autorisiert angezeigt. Die zahlreichen DLCs von Dragon Age: Origins wurde zeitweise als nicht autorisiert angezeigt. Am Freitag versuchte Stokes seinen Spielstand aus Dragon Age: Origins zu laden und bekam die Fehlermeldung »DLC not authorized«. Das Problem war zuvor schon sporadisch aufgetreten und konnte bis dahin immer mit einem oder mehreren Neustarts behoben werden. Jedoch nicht dieses Mal. Nicht einmal eine komplette Neuinstallation des Spiels half. An dieser Stelle vermutete Stokes bereits Server-Probleme, suchte aber trotzdem bei Google nach einer Lösung – wie viele andere Betroffene auch.

Zu diesem Zeitpunkt waren die DRM-Server schon einige Zeit offline, eine offizielle Meldung war bei Bioware oder EA aber nicht zu finden. Die meisten Spieler gingen deshalb davon aus, das Problem läge bei ihnen. Tatsächlich können auch andere Faktoren für ein fehlerhafte Autorisierung verantwortlich sein. Der Suchbegriff »DLC not authorized« führt daher zu zahlreichen Threads, Blogs und Artikeln die das Phänomen diskutieren und teilweise sehr aufwendige Lösungsvorschläge anbieten. Die Nutzer fühlten sich in ihrer Vermutung bestärkt, dass ihr eigenen System korrumpiert wäre, und begannen Hacks herunterzuladen oder Spiel-XMLs zu verändern.

Diese Basteleien nahmen zwar viel Zeit in Anspruch, führten aber nur selten zum Erfolg und in kürzester Zeit entstanden lange Threads mit weit über 100 Seiten im offiziellen Forum. Erst nach drei Tagen anhaltender Beschwerden gab es eine offizielle Stellungnahme von Bioware, die auf die Server-Probleme hinwies. Am 12. April 22:16 amerikanischer Mountain Standard Time wurde schließlich eine Lösung vermeldet.

Die Kombination aus unausgereiften DRM-Maßnahmen sowie schlechter Kommunikation von Bioware und Electronic Arts führten dazu, dass Dragon Age: Origins-Käufer ihr Solo-Spiel nicht starten konnten und zusätzlich Zeit mit sinnlosen Lösungsvorschlägen verplemperten.